Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Kuwait News

Golfregion: Ölscheichs ohne Strom
Kuwait gehört zu den reichsten Ländern der Welt. Doch der Staat schafft es nicht, genügend Energie für seine Bürger zu produzieren.

Dass die Pizza kalt beim Kunden ankommt, ist in Kuwait bei Temperaturen bis zu 50 Grad derzeit eher nicht zu erwarten. Wohl aber drohen die Motorradfahrer der Lieferdienste zu kollabieren, ob der seit Monaten anhaltenden Hitzewelle am Golf. Die Regierung von Kuwait hat deshalb beschlossen, dass zwischen elf Uhr vormittags und vier Uhr nachmittags, wenn die Hitze am stärksten ist, gar keine Lieferdienste mehr mit dem Motorrad unterwegs sein dürfen, um Hitzetote zu vermeiden. Das Fahrverbot soll außerdem helfen, Unfälle zu vermeiden, da in Kuwait seit Monaten regelmäßig der Strom ausfällt.

Es sind Probleme, die auch andere Länder in der Region treffen, durch den Klimawandel werden große Teile der Golfregion so heiß, dass sie nur noch mit Klimaanlagen bewohnbar gehalten werden können. Was wiederum zu einem immer größeren Stromverbrauch führt, dem viele Länder nicht nachkommen können. Im Irak und Ägypten gibt es seit Monaten regelmäßig Blackouts, auch in Libanon. Diese Länder haben aber mit wirtschaftlichen und politischen Krisen zu kämpfen. Kuwait hingegen ist einer der reichsten Staaten der Welt, sein Investitionsfonds hat fast eine Billion Dollar zu verteilen. Offenbar nicht für die heimische Stromerzeugung: Kuwait besitzt etwa sechs Prozent der weltweiten Ölreserven, hat aber nicht genug Energie für die eigene Bevölkerung.

 
Kuwait entzieht eingebürgerten Bewohnern Wahlrecht
Eingebürgerte Bewohnerinnen und Bewohner Kuwaits dürfen künftig nicht mehr wählen. Emir Meschal al-Ahmed Al-Dschaber Al-Sabah unterzeichnete laut einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur Kuna gestern ein Dekret, das eingebürgerten Kuwaitern das Wahlrecht entzieht.

Zudem können sie wie schon bisher weder bei Wahlen antreten noch mit Parlamentsposten betraut werden. Bislang konnten eingebürgerte Kuwaiter 30 Jahre nach Erwerb der Staatsbürgerschaft ihre Stimme bei Wahlen abgeben.

Seit 2024 haben die Behörden des Golfstaats zehntausenden Menschen die Staatsbürgerschaft aberkannt. Von den Behörden wurde dies als Teil einer Reformagenda des Emirs dargestellt. Dieser hatte fünf Monate nach seinem Antritt im Dezember 2023 bereits das Parlament aufgelöst und Teile der Verfassung außer Kraft gesetzt.

 
Zurück
Oben