[h=1]Tausende protestieren vor Parlament in Sarajevo
Proteste auch in Tuzla und Bihac wegen fehlender Regelung zu Personenregisternummern[/h]Sarajevo - Mehrere Tausend Menschen, vor allem Studenten und junge Leute, haben vor dem bosnischen Parlament in Sarajevo demonstriert. Anlass war erneut die weiterhin fehlende Regelung für die Personenregisternummern. Auch in den Städten Tuzla und Bihac gab es Proteste. Die Kontroverse verhindert, dass neue Personenregisternummern erteilt werden, ohne die wiederum keine Reisepässe oder Krankenkassen-Karten ausgestellt werden können.
Tausende protestieren vor Parlament in Sarajevo - Bosnien-Herzegowina - derStandard.at
[h=1]Bosnische Revolution für ein Baby[/h][h=2]Weil ein schwerkrankes Baby wegen eines fehlenden Gesetzes keinen Pass bekommen konnte, schlossen Demonstranten ihre Parlamentarier ein[/h]Sarajevo - Sie zogen mit ihren Babys in Kinderwägen vor das Parlament. " Gib nicht auf, Sarajevo!" und "Wir sind alle Belmina!" stand auf den Schildern der Demonstranten. Im sonst so apathischen Sarajevo mucken die Bürger auf. In den vergangenen Tagen kam es gar zu einer Art " Geiselnahme" von 1500 Parlamentsangehörigen und etwa 250 Ausländern, die sich im Parlamentsgebäude befanden.
Die Demonstranten blockierten für zwölf Stunden die Ausgänge und forderten, dass zuerst ein neues Gesetz beschlossen werden müsse, bevor sie die Abgeordneten hinauslassen würden. Um halb vier Uhr früh am Freitag holte die Polizei dann 800 Parlamentsangehörige und etwa 250 Banker des Europäischen Fonds für Südosteuropa, die zu einem Notenbanker-Treffen in Sarajevo waren, aus dem Parlament.
[h=3]Blockadepolitik [/h] Der Hohe Beauftragte Valentin Inzko sorgte für eine Übergangslösung, doch das beendet noch nicht die Blockadepolitik, deren Auswirkungen nun auch die eingesperrten ausländischen Banker zu spüren bekamen, die ihre Botschaften um Hilfe baten, weil sie ohne Nahrung und Wasser geblieben waren. In einem instabilen Land solle man "niemals ohne Sandwich" zu Sitzungen gehen, twittere einer. Zentralbank-Gouverneur Kemal Kozaric schämte sich als Gastgeber und sprach von einem irreparablen Schaden.
Solidarität mit den Anliegen der Baby-Revolutionäre zeigten hingegen Demonstranten in Zenica, Mostar und Belgrad. "Babys sind Opfer der Politik. Schämt euch!"
Bosnische Revolution für ein Baby - Bosnien-Herzegowina - derStandard.at



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Proteste auch in Tuzla und Bihac wegen fehlender Regelung zu Personenregisternummern[/h]Sarajevo - Mehrere Tausend Menschen, vor allem Studenten und junge Leute, haben vor dem bosnischen Parlament in Sarajevo demonstriert. Anlass war erneut die weiterhin fehlende Regelung für die Personenregisternummern. Auch in den Städten Tuzla und Bihac gab es Proteste. Die Kontroverse verhindert, dass neue Personenregisternummern erteilt werden, ohne die wiederum keine Reisepässe oder Krankenkassen-Karten ausgestellt werden können.
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[h=1]Bosnische Revolution für ein Baby[/h][h=2]Weil ein schwerkrankes Baby wegen eines fehlenden Gesetzes keinen Pass bekommen konnte, schlossen Demonstranten ihre Parlamentarier ein[/h]Sarajevo - Sie zogen mit ihren Babys in Kinderwägen vor das Parlament. " Gib nicht auf, Sarajevo!" und "Wir sind alle Belmina!" stand auf den Schildern der Demonstranten. Im sonst so apathischen Sarajevo mucken die Bürger auf. In den vergangenen Tagen kam es gar zu einer Art " Geiselnahme" von 1500 Parlamentsangehörigen und etwa 250 Ausländern, die sich im Parlamentsgebäude befanden.
Die Demonstranten blockierten für zwölf Stunden die Ausgänge und forderten, dass zuerst ein neues Gesetz beschlossen werden müsse, bevor sie die Abgeordneten hinauslassen würden. Um halb vier Uhr früh am Freitag holte die Polizei dann 800 Parlamentsangehörige und etwa 250 Banker des Europäischen Fonds für Südosteuropa, die zu einem Notenbanker-Treffen in Sarajevo waren, aus dem Parlament.
[h=3]Blockadepolitik [/h] Der Hohe Beauftragte Valentin Inzko sorgte für eine Übergangslösung, doch das beendet noch nicht die Blockadepolitik, deren Auswirkungen nun auch die eingesperrten ausländischen Banker zu spüren bekamen, die ihre Botschaften um Hilfe baten, weil sie ohne Nahrung und Wasser geblieben waren. In einem instabilen Land solle man "niemals ohne Sandwich" zu Sitzungen gehen, twittere einer. Zentralbank-Gouverneur Kemal Kozaric schämte sich als Gastgeber und sprach von einem irreparablen Schaden.
Solidarität mit den Anliegen der Baby-Revolutionäre zeigten hingegen Demonstranten in Zenica, Mostar und Belgrad. "Babys sind Opfer der Politik. Schämt euch!"
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