Ach Mostar.... eine völlig überbewertete Stadt, welche nur von einer einzigen Brücke lebt. Und die ist aus der Retorte. Finanziert mit Spenden aus Spanien. Ein paar alte Häuser links und rechts der Brückenköpfe hat man auch noch renoviert, aber nur genau so viele, welche die Tagestouristen in ein paar Stunden durchlaufen können.
Der Rest ist... Bosnien halt.
Zwischen 1948 und 1975 entwickelte sich Jugoslawien von einem repressiven sozialistischen Regime zu einer föderativen sozialistischen Nation, die aus getrennten Republiken bestand, von denen eine Bosnien-Herzegowina war. Während dieser Zeit wurde in Mostar die industrielle Basis mit dem Bau einer metallverarbeitenden Fabrik, Baumwoll-Textilfabriken und einer Aluminiumfabrik erweitert. Fachkräfte, sowohl Männer als auch Frauen arbeiteten dort und sowohl das soziale als auch das demographische Profil der Stadt wurde dadurch erweitert. Zwischen 1945 und 1980 wuchs die Bevölkerung von Mostar von 18.000 auf 100.000.
Da Mostars Ostseite mit unzureichender Infrastruktur belastet war, erweiterte sich die Stadt Richtung Westen durch den Bau großer Wohnblöcke. Lokale Architekten bevorzugten eine strenge modernistische Ästhetik, Vorfertigung und sich wiederholende Module. Vereinfacht ausgedrückt: Betonplattenbauten.
Auf der historischen Ostseite der Stadt entstanden auch Geschäftsgebäude im „funktionalistischen Stil“ wie Architekten sagen. Ich bezeichne es als gesichts- und stillose Gebäude.
Noch perverser als der Run auf eine pseudoalte Brücke ist nur mehr der völlig irrwitzige Hype um Medjugorje.
Millionen Kerzerlschlucker rutschen auf den Knien um eine Gipsstatue, welche auf einer Erfindung basiert. Naja, Gottesfürchtige sind halt so.
Aber das wären jetzt sogar zwei neue Threads.