Shetty: "Hatten Angst, bestimmte Themen anzusprechen, weil sie die FPÖ groß machen könnten"
Der Neos-Klubchef spricht über "politischen Islam", seine neue Forderung nach einer Integrationslandkarte – und die Frage, ob die Neos in der Regierung Gefahr laufen, sich selbst zu verlieren
Ein Sommerloch gebe es nicht mehr, bemerkt Yannick Shetty gleich zu Beginn, als DER STANDARD sein Büro im Neos-Parlamentsklub betritt. Stimmt. In den vergangenen Wochen sorgte unter anderem die ÖVP für Schlagzeilen, die ein gesetzliches Verbot des "politischen Islam" fordert. Der Neos-Klubobmann und Integrationssprecher hat dazu einiges zu sagen. Zunächst aber geht es um jenes Thema, das die kleinste Regierungspartei zu Beginn des Sommers beschäftigte.
STANDARD: Hatten Sie einen schönen Sommer?
Shetty: Ja.
STANDARD: Den hat Ihnen Neos-Mitgründer Veit Dengler bei seinem Rauswurf gewünscht und gesagt, Klub und die Partei würden "sehr autoritär geführt". Haben Sie mittlerweile über Ihren Führungsstil nachgedacht?
Shetty: Ich habe natürlich viel darüber nachgedacht, was intern vorgefallen ist. Mit etwas Abstand glaube ich aber, dass wir aufgrund des heimlichen Mitschnittes einer vertraulichen Sitzung nicht anders entscheiden konnten.
STANDARD: Aber ist die Führung bei Neos zu autoritär?
Shetty: Mit diesem Vorwurf kann ich wenig anfangen. Wir hatten bereits eine Abstimmung, bei der zwei Abgeordnete anders als die Koalitionslinie stimmten. Mir fällt kein jüngeres Beispiel in Österreich ein, in dem Mitglieder einer Regierungsfraktion so offen eine andere Linie vertreten haben.
www.derstandard.at
Der Neos-Klubchef spricht über "politischen Islam", seine neue Forderung nach einer Integrationslandkarte – und die Frage, ob die Neos in der Regierung Gefahr laufen, sich selbst zu verlieren
Ein Sommerloch gebe es nicht mehr, bemerkt Yannick Shetty gleich zu Beginn, als DER STANDARD sein Büro im Neos-Parlamentsklub betritt. Stimmt. In den vergangenen Wochen sorgte unter anderem die ÖVP für Schlagzeilen, die ein gesetzliches Verbot des "politischen Islam" fordert. Der Neos-Klubobmann und Integrationssprecher hat dazu einiges zu sagen. Zunächst aber geht es um jenes Thema, das die kleinste Regierungspartei zu Beginn des Sommers beschäftigte.
STANDARD: Hatten Sie einen schönen Sommer?
Shetty: Ja.
STANDARD: Den hat Ihnen Neos-Mitgründer Veit Dengler bei seinem Rauswurf gewünscht und gesagt, Klub und die Partei würden "sehr autoritär geführt". Haben Sie mittlerweile über Ihren Führungsstil nachgedacht?
Shetty: Ich habe natürlich viel darüber nachgedacht, was intern vorgefallen ist. Mit etwas Abstand glaube ich aber, dass wir aufgrund des heimlichen Mitschnittes einer vertraulichen Sitzung nicht anders entscheiden konnten.
STANDARD: Aber ist die Führung bei Neos zu autoritär?
Shetty: Mit diesem Vorwurf kann ich wenig anfangen. Wir hatten bereits eine Abstimmung, bei der zwei Abgeordnete anders als die Koalitionslinie stimmten. Mir fällt kein jüngeres Beispiel in Österreich ein, in dem Mitglieder einer Regierungsfraktion so offen eine andere Linie vertreten haben.
Shetty: "Hatten Angst, bestimmte Themen anzusprechen, weil sie die FPÖ groß machen könnten"
Der Neos-Klubchef spricht über "politischen Islam", seine neue Forderung nach einer Integrationslandkarte – und die Frage, ob die Neos in der Regierung Gefahr laufen, sich selbst zu verlieren