G
Gelöschtes Mitglied 22386
Guest
Auch ein Völkermord?
Vọ̈l·ker·mord
Substantiv [der]
- Maßnahmen, die die (physische, ethnische, rassische und kulturelle) Existenz oder Identität einer Volksgruppe in Frage stellen.
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Seit Jahrhunderten versuchen die Griechen, die Albaner zu assimilieren. Die Çamen waren beim Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei 1923 als einzige moslemische Minderheit neben den Westthrakientürken von der Umsiedlung ausgenommen. Im Zweiten Weltkrieg wurden sie jedoch kollektiv der Kollaboration mit den Italienern verdächtigt und zu Hunderttausenden nach Albanien und in die Türkei vertrieben.
Die arvanitische respektive albanische Sprache genießt keine Rechtsstatus und wird an Schulen nicht unterrichtet. Einzig in den 1930er Jahren wurde in wenigen Dörfern auf Albanisch unterrichtet. Heute sind alle Arvaniten und Çamen Griechenlands zweisprachig. Beobachter sprechen von amtlichen Druck sowie einer Verdrängung und Prestigeminderung der Minderheitensprache durch staatliche Institutionen und die orthodoxe Kirche. Als Folge sprechen immer weniger Arvaniten ihre Muttersprache und anerkennen eine griechische Identität parallel zur arvanitischen. Einen albanischen Sprachgebrauch in den Medien oder Öffentlichkeit gibt es kaum. Auch die Gottesdienste werden fast ausnahmslos auf Griechisch abgehalten. Neben ein paar Buch- und CD-Publikationen sind einzig das Abspielen von einigen arvanitischen Liedern in lokalen Radiosendern und Auftritte an Musikfestivals nachgewiesen – Sänger, die Lieder in Minderheitensprachen vortrugen, waren aber auch schon Gewalt ausgesetzt. Um das Jahr 1980 wurden vier arvanitische Kulturvereine gegründet.[SUP][2][/SUP][SUP][3]
Wikipedia[/SUP]
