babyblue
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Euer Maßstab ist nur der finanzielle Aspekt. Bei Bildung geht es in erster Linie darum, sich selbst zu erkennen, neue Lebensweisen und Perspektiven kennen zu lernen. Gebildete Menschen sind weitaus weniger anfällig für Intoleranz. Universitäten sind katalysatoren für die gesellschaftliche Entwicklung eines Landes.
Ich sehe das genauso.
Bildung braucht Zeit und die hat man dafür auch. Genau darin sehe ich jetzt den wahren Luxus (Zeit). Ich habe zwar auch immer wieder arbeiten müssen, aber den größten Teil der Woche hatte ich für die Uni und für all die Dinge, die mich interessiert haben. Ich war jahrelang bis 4 Uhr morgens auf, habe gelernt, ein Buch gelesen, mich für iwas vorbereitet oder habe iwelche Arbeiten geschrieben.
In der Studienzeit hatte ich ganz wenig Geld und mein Anfangsgehalt war auch mickrig. Ich weiß noch, wie mein Vater total schockiert darüber war, dass man mit einem abgeschlossenen Studium so wenig verdient...aber es wurde mit der Zeit mehr. Außerdem bedeutet ein Studium nicht notwendiger Weise, dass man eine Blitzkarriere machen will/muss. Und ich würde im Zweifelsfall auch lieber weniger verdienen als eine Arbeit anzunehmen, die mir den letzten Nerv nimmt. Es gibt für mich im Leben mehr als nur die Arbeit...
@Zeus: man vergisst immer sehr viel (vor allem das Detailwissen kommt iwo ins Nirwana). Ich glaube, es geht auch gar nicht anders. Aber wenn man dieses Wissen wieder braucht, kann man es viel schneller mobilisieren....Außerdem läuft die Zeit weiter und es bleibt einem sowieso nicht erspart, wieder das Wissen auf den neuesten Stand zu bringen. Und im Studium hat man sowieso auch eine Routine darin erworben, wie man sich Wissen strukturiert innerhalb einer "angemessenen" Zeit aneignen kann.