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Operation Meastral - Operacija Maestral

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chimpovic

Guest
Militäroperation Maestral




Innerhalb weniger Tage wurden die Truppen der Republika Srpska unter dem Oberbefehl von Radovan Karadžić und Ratko Mladić, die zu diesem Zeitpunkt 70% Bosnien-Herzegowinas besetzt hielten, von bosnischen und kroatischen Einheiten auf eine Fläche von 47% zurückgedrängt. NATO-Luftstreitkräfte flogen im Vorfeld im Rahmen der Operation Deliberate Force Einsätze gegen einige serbische Stellungen.
Die erste Phase der Operation (Mistral 1) begann am 8. September. Im Laufe der nächsten Tage wurden die Verteidigungslinien der Serben durchbrochen. Zu diesem Zeitpunkt verfügten die Truppen der Republika Srpska noch über sieben leichte Infanterie Brigaden, eine motorisierte Brigade und zwei Panzer-Bataillone.
Die Stadt Šipovo wurde schnell erobert und die 7. Gardebrigade der kroatischen Armee erobert den strategisch wichtigen Bergpass bei Mliništa. Mit der Eroberung von Jajce endete nach 5 Tagen die erste Phase der Operation.
Am 14. September begann die zweite Phase der Operation (Mistral 2) mit der Eroberung von Drvar. In den Folgetagen gingen die kroatischen Streitkräfte weiter gegen Südosten vor. Bei Ende der Operation am 30. September standen die Kroaten vor Mrkonjić Grad, wenige Kilometer von Banja Luka, der bosnisch-serbischen Hauptstadt.
Gleichzeitig mit dem Angriff der Kroaten ging das Bosnische 5. Korps von Bihać in Richtung Banja Luka vor. Zunächst wurden die Städte Krupa, Bosanski Petrovac und Ključ bis der Angriff bei Prijedor gestoppt wurde. Zwar waren die bosnischen Aktivitäten nicht Teil der Operation Maestral, dennoch gingen die kroatischen und bosnischen Einheiten koordiniert vor.
Diese Militäroperation wurde schließlich auf Drängen der NATO gestoppt. Während die Kroatischen Streitkräfte nur noch kleinere Operationen im Oktober durchführten, gingen die Streitkräfte der Bosnier in der Operation Sana weiter gegen die Serben vor.


Folge:
Aufgrund der Befreiung von etwas mehr als der Hälfte von Bosnien und Herzegowina, willigte die serbische Vertretung in den Vertrag von Dayton ein und der Bosnienkrieg wurde beendet


Vorher:
665px-Bosniak_Croat_territories1993.GIF



Nacher:
300px-1995_Croat_and_Bosniak_Counteroffensives.jpg



Relativ bedeutend, diese Operation, da durch sie überhaupt der Frieden erst möglich wurde.
Hätten die Serben dem Abkommen nicht zugestimmt wären die Bosniaken und die Kroaten bis nach Banja Luka vorgedrungen.


Quellen:
Militäroperation Maestral




Will mit diesem Thread nicht andeuten, dass ich stolz darauf bin, ich wollte mit ihm eine Diskussion starten, da diese Offensive eine der wichtigsten (unter anderem auch koridor etc) im Bosnienkrieg war.
 

BlackJack

Jackass of the Week
Also die Rückeroberung der Gebiete ist klar zu begrüßen, 70% für die Serben war ja nun völlig lächerlich. Erst Recht zu begrüßen war natürlich die Beendigung des Krieges.

Insgesamt aber ist es wie man sieht fast egal, wer wieviel % des Gebietes hat, man kann sich gegenseitig bis zum jüngsten Tag in politischen und gesellschaftlichen Fragen die alle betreffen blockieren und torpedieren, so sehe ich keine richtige Zukunft für BiH, weiß aber leider auch keine Alternative ...
 
C

chimpovic

Guest
Also die Rückeroberung der Gebiete ist klar zu begrüßen, 70% für die Serben war ja nun völlig lächerlich. Erst Recht zu begrüßen war natürlich die Beendigung des Krieges.

Insgesamt aber ist es wie man sieht fast egal, wer wieviel % des Gebietes hat, man kann sich gegenseitig bis zum jüngsten Tag in politischen und gesellschaftlichen Fragen die alle betreffen blockieren und torpedieren, so sehe ich keine richtige Zukunft für BiH, weiß aber leider auch keine Alternative ...
Der Krieg ist zwar de jure vorbei, geht aber eigentlich immer noch weiter.
Es wird erst Frieden geben, wenn eine Seite nachgibt. Da wir Bosnier aber die Dickköpfigsten Balkaner sind, wird es wohl noch eine ganze Weile dauern bis wir den endgültigen Frieden haben.
 
C

chimpovic

Guest
wäre Banja Luka gefallen, wäre das ein herber Rückschlag für die Serben, die sowieso schon sehr geschwächt waren. Wäre Banja Luka gefallen würde es ratzfatz gehen bis Pale gefallen ist und die Tuzlaken wären Richtung Bijeljina vorgerückt. Es war eine kluge Entscheidung, dem Abkommen zu zustimmen.
 

Climber

Spitzen-Poster
Kroatien hätte nicht an dieser Operation teilnehmen sollen nur wegen einer Absprache und fremden Interessen.

Man hätte einen friedlichen Prozess fördern sollen, so sind wir immer noch Schuld an der beschissenen Lage und ethnisch getrennten Gebieten in BiH.
 
C

chimpovic

Guest
Kroatien hätte nicht an dieser Operation teilnehmen sollen nur wegen einer Absprache und fremden Interessen.

Man hätte einen friedlichen Prozess fördern sollen, so sind wir immer noch Schuld an der beschissenen Lage und ethnisch getrennten Gebieten in BiH.
Naja, wir sind ja auch Schuld an der Lage.
Manchmal frage ich mich, wie es uns ergangen wäre, hätten wir schon '92 Frieden geschlossen.
 

Semberac

Top-Poster
wäre Banja Luka gefallen, wäre das ein herber Rückschlag für die Serben, die sowieso schon sehr geschwächt waren. Wäre Banja Luka gefallen würde es ratzfatz gehen bis Pale gefallen ist und die Tuzlaken wären Richtung Bijeljina vorgerückt. Es war eine kluge Entscheidung, dem Abkommen zu zustimmen.

Wäre Banja Luka gefallen hätten die Serben kapituliert zum Schutz der eigenen Bevölkerung, denn von da käme ne riesige Welle an Flüchtlingen und stell dir mal vor wie groß die gewesen wäre wenn man weiter nach Doboj und BN gerollt wäre...
 
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