P
Pejan
Guest
Guten Abend,
Das ist ein Ausschnitt aus der Sendung "Pa Rrotulla" mit dem Titel "Toleranca Fetare ndër Shqiptar", was soviel heisst wie "die religiöse Toleranz unter Albanern". Die Sendung ist sehr objektiv und wurde damals vom staatlichen Sender RTK übertragen.
Zusammenfassung:
Der albanische Historiker Muhamet Mala erklärt, dass wenn von Albanern geredet wird, mehrheitlich direkt an ein muslimisches Volk gedacht wird, was aber nichts Schlechtes an sich hat.
Man gehe mit dieser Ansicht aber eine Schuld ein, denn man sehe nicht, dass wir ebenfalls einen 2000 jährigen christlichen Hintergrund haben. Deshalb müsse man diese Prozesse (Konversionen) in der Kontinuität betrachten, denn sind wir gegen das Christentum, sind wir gegen einen 2000 Jahre andauernden Teil unserer Geschichte, sind wir gegen den Islam, sind wir gegen einen 500 jährigen Teil unserer Geschichte, weil sie nunmal beide Teil unserer Identität sind.
Dann bittet der Moderator den Historiker von einem Fall zu erzählen, der sich im Dukagjin-Tal abgespielt haben soll, um genau zu sein im Dorf Gllogjan. Als sich beim Flüchten viele Albaner (die wohl auf dem Weg gen Albanien waren) in diesem einen Dorf niedergelassen haben, war gerade der islamische Fastenmonat Ramadan angebrochen. Durch den Krieg waren aber die meisten Moscheen zerstört worden, sodass die Hoxhas den Iftar nicht anleuten konnten. Da Gllogjan eine Kirche hat (Gllogjan ist ein katholisches Dorf), haben die geistlichen dieser Kirche immer zur Zeit des Iftars die Glocken geschlagen, damit du Muslime wussten, wann Iftar ist.
Danach erzählt der Moderator, dass sein Vater Imam war, seine Mutter und seine Grossmutter jedoch immer Ostern gefeiert haben. Sie haben dazu einen Truthan geschlachtet und zubereitet, etc. Die Kinder haben sich immer auf Bajram und Ostern gefreut und sollen gefragt habe, wann denn diese Feste wieder sind.
Daraufhin sagt der Historiker, die 1500 Jahre andauernden christlichen Traditionen (manchmal sagt er 2000, manchmal 1500) konnten nicht aus dem albanischen Bewusstsein gelöscht werden. Wir haben auch die Kirchen beschützt, doch politisieren die Serben erfolgreich damit, wie Albaner in der Nachkriegszeit Kirchen zerstört haben.
Aber es werde immer wieder vergessen, dass zwischen der Zeit, als das Christentum den Balkan erreichte und der Zeit, als die Serben den Balkan erreichten, das Gebiet um Kosovo bereits eine 800 jährige christliche Geschichte hatte. Als die Serben ankamen, haben sie bereits Kirchen vorgefunden.
Wie auch immer, zum Schluss wiederholt er, dass wir unsere Geschichte unbedingt in einer Kontinuität betrachten müssen, nicht nur als christliche und nicht nur als islamische.
Diese Art unseres Zusammenlebens (Christen und Musilme), sagt er, wie sie bei uns vorzufinden ist, täte anderen Völkern auch gut, denn die Welt sei nicht darauf aus, sich zu bekriegen, sondern in Frieden zusammen zu leben.
Feja e Shqipetarit - Historia e Religjionit te Shqipetaret - YouTube
Sehr interessant. Als Albaner, die am Thema interessiert sind, solltet ihr euch das Video wirklich ansehen. Andernfalls ist das Äussern zum Thema nicht nötig, da das Video und die Kernaussage des Videos im Thread besprochen werden sollen.
Das ist ein Ausschnitt aus der Sendung "Pa Rrotulla" mit dem Titel "Toleranca Fetare ndër Shqiptar", was soviel heisst wie "die religiöse Toleranz unter Albanern". Die Sendung ist sehr objektiv und wurde damals vom staatlichen Sender RTK übertragen.
Zusammenfassung:
Der albanische Historiker Muhamet Mala erklärt, dass wenn von Albanern geredet wird, mehrheitlich direkt an ein muslimisches Volk gedacht wird, was aber nichts Schlechtes an sich hat.
Man gehe mit dieser Ansicht aber eine Schuld ein, denn man sehe nicht, dass wir ebenfalls einen 2000 jährigen christlichen Hintergrund haben. Deshalb müsse man diese Prozesse (Konversionen) in der Kontinuität betrachten, denn sind wir gegen das Christentum, sind wir gegen einen 2000 Jahre andauernden Teil unserer Geschichte, sind wir gegen den Islam, sind wir gegen einen 500 jährigen Teil unserer Geschichte, weil sie nunmal beide Teil unserer Identität sind.
Dann bittet der Moderator den Historiker von einem Fall zu erzählen, der sich im Dukagjin-Tal abgespielt haben soll, um genau zu sein im Dorf Gllogjan. Als sich beim Flüchten viele Albaner (die wohl auf dem Weg gen Albanien waren) in diesem einen Dorf niedergelassen haben, war gerade der islamische Fastenmonat Ramadan angebrochen. Durch den Krieg waren aber die meisten Moscheen zerstört worden, sodass die Hoxhas den Iftar nicht anleuten konnten. Da Gllogjan eine Kirche hat (Gllogjan ist ein katholisches Dorf), haben die geistlichen dieser Kirche immer zur Zeit des Iftars die Glocken geschlagen, damit du Muslime wussten, wann Iftar ist.
Danach erzählt der Moderator, dass sein Vater Imam war, seine Mutter und seine Grossmutter jedoch immer Ostern gefeiert haben. Sie haben dazu einen Truthan geschlachtet und zubereitet, etc. Die Kinder haben sich immer auf Bajram und Ostern gefreut und sollen gefragt habe, wann denn diese Feste wieder sind.
Daraufhin sagt der Historiker, die 1500 Jahre andauernden christlichen Traditionen (manchmal sagt er 2000, manchmal 1500) konnten nicht aus dem albanischen Bewusstsein gelöscht werden. Wir haben auch die Kirchen beschützt, doch politisieren die Serben erfolgreich damit, wie Albaner in der Nachkriegszeit Kirchen zerstört haben.
Aber es werde immer wieder vergessen, dass zwischen der Zeit, als das Christentum den Balkan erreichte und der Zeit, als die Serben den Balkan erreichten, das Gebiet um Kosovo bereits eine 800 jährige christliche Geschichte hatte. Als die Serben ankamen, haben sie bereits Kirchen vorgefunden.
Wie auch immer, zum Schluss wiederholt er, dass wir unsere Geschichte unbedingt in einer Kontinuität betrachten müssen, nicht nur als christliche und nicht nur als islamische.
Diese Art unseres Zusammenlebens (Christen und Musilme), sagt er, wie sie bei uns vorzufinden ist, täte anderen Völkern auch gut, denn die Welt sei nicht darauf aus, sich zu bekriegen, sondern in Frieden zusammen zu leben.
Feja e Shqipetarit - Historia e Religjionit te Shqipetaret - YouTube
Sehr interessant. Als Albaner, die am Thema interessiert sind, solltet ihr euch das Video wirklich ansehen. Andernfalls ist das Äussern zum Thema nicht nötig, da das Video und die Kernaussage des Videos im Thread besprochen werden sollen.
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