BlackJack
Jackass of the Week
Anspielung auf die Enthüllungsaffäre durch Vatileaks "Vatikan sucht nach weiteren undichten Stellen"
Exkremente statt Sakramente: Die aktuelle Ausgabe der "Titanic" missfällt dem Vatikan, denn sie zeigt seiner Ansicht nach einen Papst Benedikt, der sich vorn und hinten beschmutzt hat. Nun erging im Namen des Heiligen Vaters eine einstweilige Verfügung gegen das Satiremagazin.
Die Titanic-Herausgeber haben die Unterlassungserklärung nicht unterschrieben, werden das Magazin aber ohne das geplante Titelbild veröffentlichen.
In einer ersten Stellungnahme weist die Redaktion der TITANIC die Vorwürfe zurück. "Benedikt muß uns mißverstanden haben", erklärte Chefredakteur Leo Fischer. Der Titel zeige einen Papst, der nach der Aufklärung der Spitzelaffäre ("Vatileaks") feiert und im Überschwang ein Glas Limonade über seine Soutane verschüttet hat: "Es ist allgemein bekannt, daß der Papst ein großer Freund des Erfrischungsgetränks 'Fanta' ist." Man hoffe nun auf ein persönliches Gespräch mit dem Heiligen Vater, um das Mißverständnis auszuräumen. Die Unterlassungserklärung werde man einstweilen nicht unterzeichnen.
Es ist das erste Mal, daß ein Papst zivilrechtlich gegen TITANIC vorgeht.
Newsticker | TITANIC
"Vatileaks": Vatikan sucht nach weiteren undichten Stellen - SPIEGEL ONLINE
Papst Benedikt geht gegen "Titanic" vor - SPIEGEL ONLINE