Ich kann etlichen Thesen und Schlussfolgerungen einfach nicht zustimmen.
Was wäre denn laut der Dame denn der Idealzustand? Natürlich schafft das Fleckchen Erde, auf dem man geboren wurde, die Sprache, gewisse Sitten, Gebräuche, die man gewollt oder nicht vermittelt bekommt, identitätsstiftende, gruppenbildende Merkmale. Und warum soll man sich auch dafür schämen? Und natürlich steht mir dann auch im Sport jene Mannschaft näher als andere, die dieses Umfeld repräsentiert. Es muss nicht gleich etwas mit "Stolz" auf nicht selbst erbrachte Leistungen zu tun haben. Und erst recht nicht damit, dass man bei Freude über Siege von Repräsentanten dieser seiner Gruppe diese automatisch auf- und andere abwertet. In welchem Sinn auch immer.
Abgesehen von natürlich abzulehnender rassistisch-chauvinistischer Denkweise, die aber nichts mit "Fußball"patriotismus, wie sie es abfällig nennt. zu tun haben muss. (In anderen Ländern hängt man etwa auch nur zu solchen Ereignissen vielleicht mal die Flagge ans Auto usw.) Wir denken in Gruppenkategorien und es wird auch nie anders sein können IMO. Nationalität, Staatenzugehörigkeit gehören zur Identität eines jeden Menschen und es ist nichts Verwerfliches, wenn das auch im Sport seinen friedlichen Ausdruck findet.
Und man kann sagen was man will, aber wenn etwa "typisch" Deutschland ist, dann dass Artikel und Bücher wie hier fast nur in Deutschland vorstellbar sind.