Bei Mladićs Beerdigung waren sechs Minister, Vučićs Sohn und das Militär anwesend. EU: Keine staatlichen Ehrenbezeugungen
Die Europäische Kommission erklärte heute, dass Ratko Mladić nicht mit staatlichen Ehren beigesetzt wurde, obwohl Mitglieder der serbischen Armee, sechs Mitglieder der serbischen Regierung und der Sohn des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić an seiner Beerdigung teilnahmen und die Ehrenwache auf dem Friedhof drei Salven abfeuerte.
Mladićs Beerdigung wurde zwar nicht offiziell als Staatsbegräbnis deklariert, wies aber viele Merkmale eines solchen auf. Sein Sarg wurde von Angehörigen der serbischen Armee getragen, auf einen Leichenwagen verladen und zum Grab eskortiert. Der Sarg war mit den Flaggen Serbiens und der Republika Srpska bedeckt.
„Wir hatten gehört, dass eine Beerdigung mit staatlichen Ehren geplant war, aber dazu kam es nicht“, sagte die Sprecherin der Europäischen Kommission, Paula Pinho.
Sechs Minister, Vučićs Sohn und das Oberhaupt der Republika Srpska
Zur Beerdigung kamen Verteidigungsminister Bratislav Gašić, Justizminister Nenad Vujić, Kulturminister Nikola Selaković, Minister ohne Geschäftsbereich Nenad Popović, Minister für öffentliche Investitionen Darko Glišić und Arbeitsministerin Milica Đurđević Stamenkovski.
Danilo Vučić, der Sohn des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić, war ebenfalls anwesend, ebenso wie eine Reihe hochrangiger Beamter der Republika Srpska, darunter Milorad Dodik, Željka Cvijanović, der Präsident der Republika Srpska Siniša Karan und Premierminister Savo Minić.
Mladićs Leichnam wurde zuvor mit einem Flugzeug der serbischen Regierung von Den Haag nach Belgrad überführt, und seine Gedenkfeier fand im serbischen Armeeheim statt.
Die EU-Kommission deutet an, dass ihr Druck Wirkung gezeigt hat.
Pinho deutete die Tatsache, dass die Beerdigung nicht offiziell zu einem Staatsbegräbnis erklärt wurde, als Zeichen dafür, dass Druck aus Brüssel möglicherweise Wirkung gezeigt habe.
EUROPSKA komisija ustvrdila je danas da Ratko Mladić nije pokopan uz državne počasti, iako su u njegovu ispraćaju sudjelovali pripadnici Vojske Srbije, šest članova srbijanske vlade i sin predsjednika Srbije Aleksandra Vučića, a počasni vod na groblju je ispalio tri plotuna.
www.index.hr