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Südamerika News

Peru: Bürgermeister auf Weg zur Arbeit erschossen
Auf seinem Weg zur Arbeit ist ein Bürgermeister in Peru von mutmaßlichen Auftragskillern erschossen worden. Der 44-jährige Victor Febre wurde gestern (Ortszeit) in Veinteseis de Octubre in der nördlichen Region Piura ermordet, wie die Behörden des südamerikanischen Landes mitteilten. Es handelt sich bereits um den dritten Mord an einem peruanischen Lokalpolitiker seit Jahresbeginn.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft flüchteten die mit Helmen vermummten Angreifer auf einem Motorrad, nachdem sie zahlreiche Schüsse auf den Politiker abgefeuert hatten. Eine Morduntersuchung sei eingeleitet worden.

Peru erlebte zuletzt einen starken Anstieg von durch kriminelle Banden verübten Gewalttaten. Von 2018 bis 2025 stieg die Zahl der gemeldeten Morde von 1.000 auf 2.600 pro Jahr. Die Erpressungsfälle verachtfachten sich in diesem Zeitraum auf 26.500.

Stichwahl am 7. Juni
Der Kampf gegen die Gewaltkriminalität ist ein bedeutendes Thema im Wahlkampf um die Präsidentschaft. Am 7. Juni stehen sich bei einer Stichwahl die rechtsgerichtete Kandidatin Keiko Fujimori und der linksgerichtete Roberto Sanchez gegenüber.

 
Fähre mit 133 Menschen vor Küste Guyanas gekentert
Nach dem Untergang einer Fähre vor der Küste Guyanas mit 133 Menschen an Bord werden Dutzende Menschen vermisst. Die Such- und Rettungsarbeiten kämen voran, erklärte der Infrastrukturminister des südamerikanischen Landes, Juan Edghill, gestern. 67 Menschen hätten das Unglück überlebt und seien gerettet worden, darunter 15 Kinder. 66 weitere Menschen würden jedoch weiter vermisst.

Nach Angaben von Infrastrukturminister Edghill setzte die Besatzung am Samstag gegen 23.00 Uhr Ortszeit einen Notruf ab. In einem Video sagte Edghill, dass „eine große Welle die ‚Barima‘ zum Kentern gebracht“ habe.

Zum Zeitpunkt des Unglücks hätten alle an Bord geschlafen, sagte der 18-jährige Überlebende Wayne Kitson der örtlichen Nachrichtenplattform Kiskadee Watch. Er selbst sei vor seiner Rettung „von 22.00 Uhr bis 4.00 Uhr“ im Meer geschwommen und bange nun um das Leben seiner Frau und seiner Tochter.

 
Perus neue Präsidentin verhängt Ausnahmezustand
Perus neue Präsidentin Keiko Fujimori hat unmittelbar nach ihrem Amtsantritt den Ausnahmezustand verhängt. Das Militär solle während dieser Zeit „vorübergehend die Kontrolle“ in den Kriminalitätshochburgen des südamerikanischen Landes übernehmen, verkündete Fujimori gestern.

Die Streitkräfte sollen demzufolge in Regionen mit hoher Bandenkriminalität, Drogenhandel und illegalem Bergbau wieder für „Ordnung“ sorgen. Sie wolle diese Gebiete „den Bürgern zurückgeben“, sagte Fujimori. Die Ankündigung war die erste Amtshandlung der 51-Jährigen. Sie war kurz zuvor in der Hauptstadt Lima für eine fünfjährige Amtszeit vereidigt worden.

Rivale Sanchez erkennt Wahlniederlage nicht an
An der Zeremonie nahmen mehrere lateinamerikanische Staats- und Regierungschefs teil, darunter Argentiniens Präsident Javier Milei, Chiles Staatschef Jose Antonio Kast und Boliviens Präsident Rodrigo Paz. Eine Gruppe linker Abgeordneter verließ aus Protest den Saal während der Amtseinführung.

 
13 Tote bei Absturz eines Touristenflugzeugs in Peru
Beim Absturz eines Touristenflugzeugs in Peru sind einem Medienbericht zufolge alle 13 Insassen getötet worden. Die Maschine sei gestern bei einem Flug über die Ausgrabungsstätte der Nazca-Linien im Süden des Landes abgestürzt, berichtete der staatliche Fernsehsender TV Peru. An Bord hätten sich elf Touristen aus Deutschland, Italien und Spanien sowie zwei Besatzungsmitglieder befunden.

Bei dem Flugzeug handelte es sich um eine Cessna Caravan C-208 der peruanischen Fluggesellschaft Aerodiana. Die Maschine sei gegen 12.10 Uhr Ortszeit vom Flughafen Pisco gestartet, teilte das Verkehrsministerium mit. Gegen 13.00 Uhr habe die Besatzung einen Notfall gemeldet, woraufhin der Funkkontakt abgebrochen sei. Die Maschine sei nach dem Absturz in Brand geraten, sodass eine Rettung unmöglich war, berichtete der peruanische Sender RPP. Die Absturzursache war zunächst unklar. Die Regierung kündigte eine Untersuchung an.

Die Nazca-Linien sind über 1.500 riesige, nur aus der Luft und von umliegenden Hügeln aus sicht- und erkennbare Scharrbilder (Geoglyphen) in der Wüste nahe der Stadt Nazca in Peru. Als Urheber der Linien gelten die Paracas-Kultur und die Nazca-Kultur.

 
Verstehe, er will also Faschismus totale in Südamerika. Rechter Block, eine nette Umschreibung für eine verbrecherische, menschenverachtende Ideologie. Und wie üblich keine Fakten aber jede menge Beleidigungen.
Milei will Anführer von rechtem Block werden
Am Freitag wird der Rechtspopulist Abelardo de la Espriella als Kolumbiens neuer Präsident vereidigt – und der Rechtsruck in Südamerika damit endgültig besiegelt. Von den nördlichen Anden bis ins südliche Feuerland sind nun rechte Regierungen an der Macht. Argentiniens ultraliberaler Präsident Javier Milei möchte die „blaue Welle“ nutzen und zur Galionsfigur der regionalen Rechten aufsteigen. Doch ob ihm das gelingen kann, scheint fraglich.
„Die progressive ‚rosarote Welle‘, die den Kontinent seit der Jahrtausendwende nach und nach erfasst hatte, wird von einer rechtspopulistischen blauen Welle abgelöst“, hieß es zu Beginn der Woche im „Journal für Internationale Politik und Gesellschaft“ („IPG“). Bei „Le Monde Diplomatique“ war über den „großen Rechtsruck“ zu lesen, die Rechten hätten die Kettensäge angeworfen, um das linke Erbe zu zerlegen.

Lediglich Mexiko, Brasilien, Uruguay und Guatemala würden noch von sozialdemokratischen Kräften regiert werden, so „IPG“. Doch auch Brasilien könnte bald nach rechts kippen, wird im Herbst doch ein neuer Präsident gewählt. Seit Kurzem stehen die Kandidaten fest.

 
Femizidversuch? Politische Intrige? Anschlag auf Juristin beschäftigt Lateinamerika
In Bolivien wird eine Anwältin angeschossen und ein Propagandist der lateinamerikanischen Rechten, ihr Geliebter, festgenommen. Und plötzlich steht Argentiniens Präsident Milei im Rampenlicht

Ein Montagabend im August in Santa Cruz de la Sierra im bolivianischen Tiefland. Vor dem Swiss Hotel wartet die bolivianische Anwältin Nadia Beller. Sie soll dort die Familie eines 13-jährigen Mädchens treffen, das eine Anzeige wegen sexuellen Missbrauchs gegen den früheren linken bolivianischen Präsidenten Evo Morales einreichen wollte – ein Kontakt, den angeblich ihr Geliebter Fernando Cerimedo vermittelt hatte.

Zwei Männer, als Essenslieferanten getarnt, nähern sich auf einem Motorrad. Vier Schüsse fallen, drei treffen Beller. Die Täter entwenden ihr Handy und ihre Handtasche. Überwachungskameras zeichnen die Tat auf. Die in der vierten Woche Schwangere überlebt. Sie hat sich tot gestellt.

Vier Stunden nach der Tat wird Cerimedo am Flughafen von Santa Cruz festgenommen. Die Polizei hatte eigenen Angaben zufolge Hinweise auf eine "kürzliche Beziehungsproblematik" zwischen dem mit einer anderen Frau verheirateten Argentinier und Beller erhalten. Medienberichte über ein Beziehungsdrama und einen Femizidversuch kursieren, gestützt auf Gewaltvorwürfen, die Beller zuvor gegen Cerimedo erhoben hatte.

Reichtum aus dubiosen Quellen
Cerimedo ist nicht irgendjemand, sondern ein einflussreicher informeller Berater der neuen Rechten in Lateinamerika. Medien wie die linke argentinische Página/12 warten allerdings mit einer anderen Hypothese auf: dass Beller zum Schweigen gebracht werden sollte, weil sie zu viel über Korruption in den Reihen der neuen rechten Regierungen wusste. Diese Version stützt sich auf Interviews, die Beller im Krankenhaus den Medien gibt.

 

Warum fragst du mich? Check selber.
Was die Bevölkerung anbetrifft:

1. Gesamtbevölkerung von Peru
Die Gesamtbevölkerung von Peru beträgt aktuell rund 35 Millionen Menschen. [1, 2]

2. Jüdische Bevölkerung in Peru
Die Gesamtzahl der Juden in Peru ist sehr klein. Demografische Berichte des World Jewish Congress und historische Analysen schätzen die aktive jüdische Gemeinde auf etwa 1.900 bis 3.000 Mitglieder. Der Großteil davon (über 96 %) lebt in der Hauptstadt Lima. [1, 2, 3]
(Hinweis: Archivdokumente erfassen historisch teils bis zu 12.000 Menschen mit jüdischen Wurzeln im Land, die aktiv praktizierende Kerngemeinde liegt jedoch bei den oben genannten rund 2.000 Personen). [1, 2]

3. Ethnische Zugehörigkeit dieser Menschen
Die jüdische Gemeinschaft in Peru setzt sich aus verschiedenen jüdischen Sub-Ethnien und Migrationswellen zusammen: [1]
  • Aschkenasen (Zentral- und Osteuropa): Sie bilden die Mehrheit der heutigen Gemeinde. Ihre Vorfahren flohen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert vor Pogromen in Russland und Polen sowie in den 1930er-Jahren vor dem Nationalsozialismus aus Deutschland und Rumänien nach Peru. [, 3]
  • Sepharden (Iberische Halbinsel, Nordafrika & Nahost): Ein weiterer Teil der Gemeinde hat sephardische Wurzeln. Einige kamen während der Kautschuk-Booms im Amazonasgebiet nach Iquitos, andere wanderten direkt nach Lima ein. [1]
  • Mestizen („Amazonas-Juden“): Im Nordosten Perus (Iquitos) vermischten sich marokkanische jüdische Einwanderer im 19. Jahrhundert mit der indigenen Bevölkerung. Deren Nachkommen sind ethnische Mestizen, von denen viele später offiziell zum Judentum konvertierten und teilweise nach Israel auswanderten. []
  • „Inka-Juden“ (B'nai Moshe): Eine Besonderheit ist eine Gruppe ethisch indigener Peruaner aus Trujillo, die sich in den 1950er-Jahren selbstständig dem Judentum zuwandte. Sie wurden später vom israelischen Rabbinat formell konvertiert. [1]
 
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Ja, diese Angabe ist korrekt. Alle auf der Liste aufgeführten peruanischen Spitzenpolitiker haben jüdische Wurzeln oder sind Teil der jüdischen Gemeinde Perus. [1]
Trotz der sehr kleinen jüdischen Minderheit in Peru – die heute nur etwa 1.900 bis 3.000 Menschen umfasst – haben Personen mit diesem Hintergrund historisch und politisch bemerkenswert einflussreiche Positionen im Staat eingenommen. [1, 2]
Hier ist der familiäre und ethnische Hintergrund der einzelnen Personen von der Liste:
  • Efraín Goldenberg Schreiber (Premierminister 1994–1995)
    Er gilt als der erste jüdische Premierminister Perus. Seine Eltern waren aschkenasische Juden, die aus Rumänien bzw. Russland nach Peru eingewandert waren. [1, 2, 3]
  • David Waisman Rjavinsthi (2. Vizepräsident 2001–2006)
    Er ist ein prominentes Mitglied der jüdischen Gemeinde in Peru und stammt von jüdischen Einwanderern ab, die aus Rumänien flohen. [1, 2]
  • Pedro Pablo Kuczynski (Premierminister 2005–2006 / Präsident 2016–2018)
    Sein Vater war der renommierte deutsche Mediziner Maxime Kuczynski, ein aschkenasischer Jude, der 1933 vor den Nationalsozialisten aus Deutschland nach Peru floh. Seine Mutter war eine französische Protestantin, weshalb er sich selbst oft als Person mit jüdischen Wurzeln ("jewish roots") bezeichnet. [1, 2, 3]
  • Yehude Simon Munaro (Premierminister 2008–2009)
    Er wurde als Sohn eines jüdischen Vaters und einer italienischen Mutter geboren. [1]
  • Salomón Lerner Ghitis (Premierminister 2011)
    Er stammt ebenfalls aus einer jüdischen Familie (Sohn von Moisés Lerner und Shprintze Ghitis). Während sein älterer Bruder aktives Mitglied der jüdischen Gemeinde ist, wuchs Salomón selbst im Glauben seiner katholischen Mutter auf, blieb der jüdischen Gemeinde und Kultur jedoch zeitlebens eng verbunden. [1, 2]
 

Anhänge

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Kartelle setzen zunehmend auf Drohnen
Von Dienstag bis Donnerstag hat US-Außenminister Marco Rubio die Staatsspitzen Kolumbiens, Ecuadors und Perus besucht. Einmal mehr stand die Zusammenarbeit im Kampf gegen kriminelle Drogenkartelle im Fokus. Doch vor allem was den Einsatz von Drohnen betrifft, sind diese aktuellen Berichten zufolge den lokalen Sicherheitskräften einen großen Schritt voraus.

Rubio pries bei seinem Besuch in Südamerika eine neue Führungsriege in der Region, die bereit sei, „sehr aggressiv“ gegen kriminelle Organisationen vorzugehen. „Ich bin froh, dass wir in dieser Region Politiker haben, die es ernst meinen mit der Verfolgung dieser Organisationen“, sagte er am Mittwoch.

Kolumbien etwa will mit Unterstützung der US-Regierung seine Streitkräfte modernisieren und den militärischen Kampf gegen Drogenhandel und bewaffnete Banden verschärfen. Der neue Präsident Abelardo De La Espriella kündigte am Mittwoch eine Modernisierung der kolumbianischen Sicherheitskräfte an – vorgesehen sind unter anderem Drohnen.

 
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