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Sammelthread: Israel/Nahost-Konflikt

  • Ersteller Ersteller jugo-jebe-dugo
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Moschee im Westjordanland laut Berichten angezündet
Israelische Siedler sollen in einem Dorf im besetzten Westjordanland eine Moschee in Brand gesetzt haben. Das berichteten israelische und palästinensische Medien heute.

Die Tatverdächtigen hätten auch Graffiti in hebräischer Sprache hinterlassen. Einer der Slogans wandte sich an den US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee: „Grüße von den Terroristen“.

Der eigentlich siedlerfreundliche Huckabee hatte angesichts von Angriffen auf palästinensische Familien im Westjordanland zuletzt von „israelischen Terroristen“ gesprochen.

Israel: Soldaten entsandt
Bei der Attacke auf die Moschee in dem Ort Basaria warfen die Angreifer laut palästinensischen Berichten über Nacht brennbares Material durch ein Fenster. Es sei Sachschaden entstanden. Laut palästinensischen Medienberichten gab es seit Jahresbeginn mehr als zehn solcher Anschläge auf Moscheen im Westjordanland.

 
Palästinenser: Tote bei Angriffen in Gaza
Bei Angriffen Israels im Gazastreifen sind heute laut Palästinenservertretern mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, darunter drei Kinder.

Augenzeugen zufolge feuerten israelische Kampfjets mindestens zwölf Raketen auf das Gebiet Katiba im Westen von Gaza-Stadt ab, in dem sich viele vertriebene Familien aufhalten. Bei dem ungewöhnlich heftigen Bombardement seien drei Menschen – zwei Kinder und eine Frau – getötet und mehrere weitere verletzt worden, so Sanitäter.

Israel: Bedrohungen ausgeschaltet
Das israelische Militär teilte mit, es habe mehrere Ziele im Gazastreifen angegriffen, um Bedrohungen für die eigenen Sicherheitskräfte auszuschalten. Die von der Terrororganisation Hamas geführte Regierung im Gazastreifen schilderte den Hergang anders: Eine israelische Spezialeinheit sei bei einem Einsatzversuch in Gaza-Stadt entdeckt worden, erklärte Medienbürodirektor Ismail al-Thawabta. Daraufhin habe Israel schwere Luftangriffe mit mehr als zehn Kampfflugzeugen geflogen.

Hamas: Sicherheitschef entführt
Später hieß es, der Sicherheitschef der Hamas sei in Gaza-Stadt von Mitgliedern einer anderen palästinensischen Miliz, die mit Israel verbündet ist, entführt worden. Er sei in Gaza-Stadt verschleppt worden, hieß es aus Hamas-Kreisen.

 
Libanon: Neue Kämpfe zwischen Israel und Hisbollah
Israels Armee greift eigenen Angaben zufolge weiterhin Ziele der proiranischen Hisbollah im Nachbarland Libanon an. Die Hisbollah habe in der Nacht zwei Drohnen gegen israelische Truppen in der Gegend der strategisch wichtigen Anhöhe Ali al-Taher im Südlibanon eingesetzt, teilte das israelische Militär heute mit.

Als Reaktion darauf seien Einrichtungen der Hisbollah, in denen sie Angriffe auf israelische Zivilistinnen und Zivilisten und Truppen plane, in der Gegend der nahe gelegenen Stadt Nabatäa (Nabatija) ins Visier genommen worden.

Agentur: Auch Wohnhäuser zerstört
Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA bestätigte mehrere Angriffe Israels in der Nacht im Südlibanon. Bei Angriffen auf den Ort Arabsalim seien Gräber auf einem Friedhof beschädigt worden.

 
Minister: Israel plant Umsiedlung von Gazas Bevölkerung
Israel hat nach den Worten von Verteidigungsminister Israel Katz Pläne zur Umsiedlung von Palästinenserinnen und Palästinensern aus dem Gazastreifen. Die USA müssten allerdings noch klären, wohin die Menschen umgesiedelt werden könnten, sagte Katz heute. „Ohne diese Migration gibt es letztendlich keine wirkliche Lösung für den Gazastreifen“, sagte der Minister.

Die israelische Regierung sei „bereit, sie herauszuholen – auf dem Seeweg, auf dem Luftweg, auf jedem erdenklichen Weg“, fuhr Katz auf einer von der israelischen Nachrichtenwebsite Ynet und der Zeitung „Jediot Ahronot“ veranstalteten Konferenz fort.

Katz: Trump-Idee nur auf Eis gelegt
US-Präsident Donald Trump hatte zu Beginn seiner zweiten Amtszeit mit der Forderung Empörung ausgelöst, dass alle zwei Millionen Palästinenserinnen und Palästinenser den Gazastreifen verlassen sollten.

Er sprach damals davon, den Küstenstreifen, der nach dem Überfall der islamistischen Terrororganisation Hamas am 7. Oktober 2023 auf Israel durch israelische Angriffe verwüstet wurde, in ein Luxus-Urlaubsziel umzugestalten. Nach heftigem Widerstand unter anderem aus Ägypten rückte Trump schließlich davon ab.

 
Behörden: Tote und Verletzte bei israelischem Beschuss im Südlibanon
Drei Menschen wurden getötet und 23 weitere verletzt. Seit März sind laut libanesischen Behörden 4300 Menschen durch israelischen Beschuss gestorben

Beirut – Bei israelischen Angriffen auf den Südlibanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums am Freitag drei Menschen getötet und 23 weitere verletzt worden. Unter den Verletzten seien Frauen, Kinder und Sanitäter, so das Ministerium. Das israelische Militär teilte mit, es habe den Südlibanon angegriffen, nachdem die Hisbollah einen Drohnenangriff auf israelische Soldaten gestartet habe.

Nach Angaben der libanesischen Nachrichtenagentur NNA griff das israelische Militär zudem Ziele im gesamten Südlibanon an. Seit Anfang März sind nach Angaben der Behörden bei israelischen Angriffen im Libanon mehr als 4300 Menschen getötet worden.

 
Muslimische Staaten kritisieren Israels Gaza-Plan
Acht muslimische und arabische Länder haben gestern die Pläne der israelischen Regierung für eine Umsiedlung der Palästinenser aus dem Gazastreifen verurteilt.

Die Außenminister von Saudi-Arabien, Ägypten, Jordanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Pakistan, Indonesien und der Türkei verurteilten „in schärfster Form“ die von Israel „vorgeschlagenen Pläne und Mechanismen“, mit denen „Palästinenser mit Gewalt aus ihrem Land vertrieben werden“ sollten.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte am Mittwoch gesagt, Israel habe Pläne zur Umsiedlung von Palästinensern aus dem Gazastreifen. Die USA müssten allerdings noch klären, wohin die Bevölkerung umgesiedelt werden könnte.

Einen Tag später sagte der rechtsextreme Minister für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, der Plan sehe im ersten Jahr die Umsiedlung von 250.000 Palästinensern aus dem Gazastreifen vor, die verbliebenen rund zwei Millionen Bewohnerinnen und Bewohner würden in den darauffolgenden sechs Jahren folgen.

Kritik: Friedensbemühungen „direkt infrage“ gestellt
Die Außenminister der muslimischen Staaten warnten vor „schweren Konsequenzen“, wenn „Rufe nach Zwangsvertreibungen in erklärte Politik oder praktische Maßnahmen überführt werden“.

 
Israelische Angriffe: Libanon bittet USA um Hilfe
Angesichts neuer israelischer Angriffe im Süden des Libanon hat Präsident Joseph Aoun die USA und die internationale Gemeinschaft zu „dringendem Handeln“ aufgerufen. Die jüngsten Angriffe, bei denen nach libanesischen Angaben vier Menschen getötet wurden, seien „eine gefährliche Eskalation“, erklärte Aoun gestern.

Die israelische Armee hatte ihre neuen Angriffe mit Drohnenattacken der Hisbollah-Miliz auf ihre Soldaten begründet. Bei den israelischen Angriffen wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut gestern zwei Frauen in der Stadt Arab Salim getötet und zwei weitere Menschen in Nabatija.

 
Tote bei israelischen Luftangriffen im Südlibanon
Bei israelischen Luftangriffen auf eine Stadt im Südlibanon sind heute Früh mindestens elf Menschen getötet worden. Unter den Opfern in Kfar Rumman seien auch zwei Kinder und zwei Sanitäter, meldete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA.

Kurz nach Mitternacht habe ein israelisches Kampfflugzeug ein Wohngebäude in dem Ort getroffen. Dabei seien neun Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Bei einem Drohnenangriff auf ein ziviles Fahrzeug dort seien zwei Sanitäter ums Leben gekommen.

Offenbar keine Warnung durch Israel
Die Attacken auf den Ort sollen erfolgt sein, ohne dass das israelische Militär zuvor im Internet zur Evakuierung aufgerufen hatte. Die israelischen Streitkräfte reagierten bisher nicht auf Anfragen der Nachrichtenagentur Reuters zu den Vorfällen, insbesondere dazu, ob ihnen die Anwesenheit von Sanitätern und Kindern bekannt war und warum keine Warnung erging.

 
Wie die Siedlungsexpansion im Westjordanland vor der Wahl in Israel beschleunigt wird
Vor einem möglichen Regierungswechsel soll im Westjordanland so viel Land wie möglich unter israelische Kontrolle gebracht werden. NGOs sprechen von Annexion und massivem Landraub an Palästinensern

Die Siedler sind nervös: Sollte bei den israelischen Wahlen Ende Oktober der Block des rechtskonservativen Regierungschefs Benjamin Netanjahu abgewählt werden, drohe "eine Linksregierung an die Macht zu kommen, die die Siedlungsexpansion stoppt". So warnten die Vorsteher von 14 israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland am Montag.

Die Nervosität der rechten Siedlerlobby bekommen die Palästinenser vor Ort auf drastische Weise zu spüren. Jeden Tag greifen gewalttätige Siedlerbanden palästinensische Dörfer an. Am frühen Montagmorgen kam bei einem solchen Angriff der Zahnmedizinstudent Omar Al-Toubasi ums Leben. Der 27-Jährige wurde laut palästinensischen Angaben durch Schüsse von israelischen Siedlern getötet. Die Siedler hatten das Dorf Hajja im Norden des Westjordanlands gestürmt.

 
„Haaretz“
Netanjahu ignorierte Warnung vor 7. Oktober
Laut der israelischen Tageszeitung „Haaretz“ hat Regierungschef Benjamin Netanjahu wenige Tage vor dem Überfall der Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 eine eindeutige und eindringliche Warnung ignoriert. Er soll nicht einmal Armee und Geheimdienste informiert und zurate gezogen haben. Netanjahu bezeichnete die Recherchen laut „Haaretz“ als „glatte Lüge“. Die Veröffentlichung kommt rund einen Monat vor dem Jahrestag des Überfalls und wenige Wochen vor der Parlamentswahl.

Die Warnung kam laut dem Bericht vom Emir der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Said Al Nahjan. Er habe Netanjahu in einem mehr als 40-minütigen Gespräch nachdrücklich gewarnt, Hamas-Chef Jahja Sinwar plane „ein bedeutendes Ereignis“.

Netanjahu: Glatte Lüge
Die Recherchen sind eine Vorabveröffentlichung aus dem Buch des Journalisten Schlomi Eldar und der Journalistin Ruth Juval „Geiseln: 843 Tage Entbehrung“, das dieser Tage erscheint. Laut Bericht informierte Netanjahu weder die Armee noch die Geheimdienste über das ungewöhnliche Telefonat. Netanjahu betonte laut Zeitung, die Vorwürfe seien „eine glatte Lüge“. Auch ein enger Berater Netanjahus wies am Dienstag gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Sender Kan den Bericht zurück: Eine Überprüfung habe ergeben, „dass es gar kein solches Telefonat gab“.

 
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