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Sammelthread Kuba und Fidel Castro

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Castro protestiert gegen "Freilassung eines Monsters"

Fidel Castro portestiert gegen die Freilassung seines wichtigsten Gegenspielers. Der Geheimagent Luis Posada Carriles soll demnächst aus einem US-Gefängnis freigelassen werden. Castro ist überzeugt, dass die USA Posada Carilles auf ihn angesetzt haben.
 

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Fidel Castro ist wütend über die Freilassung von Posada Carriles
 

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Der kubanische Staatschef Fidel Castro hat sich erneut mit Kritik an der US-Regierung zu Wort gemeldet. In einem am Dienstag veröffentlichten Artikel kritisierte Castro die Entscheidung der US-Justiz, den ehemaligen CIA-Agenten und Exilkubaner Luis Posada Carriles unter Auflagen freizulassen.



Der erkrankte Staatschef warf US-Präsident George W. Bush vor, das Urteil eines texanischen Bundesgerichts vom vergangenen Freitag maßgeblich beeinflusst zu haben. Die US-Regierung habe „die Freilassung des Monsters im Voraus beschlossen“.

Bush habe dafür gesorgt, dass der in Kuba und Venezuela unter Terrorverdacht mit Haftbefehl gesuchte Posada Carriles lediglich wegen falscher Angaben zu seiner 2005 erfolgten Einreise in die USA belangt worden sei. Das Verfahren deswegen ist weiterhin anhängig. Von Posada Carriles’ „unzähligen Opfern“, von seinen „Bomben gegen touristische Einrichtungen in den vergangenen Jahren“ und seinen „dutzenden von der US-Regierung finanzierten Plänen zu meiner physischen Eliminierung“ sei mit keinem Wort die Rede, schreibt Castro weiter.
 

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In den 60er-Jahren hatte Posada Carriles in der US-Armee gedient. 1961 wurde er von der CIA für die Invasion in der Schweinebucht ausgebildet. 1965 soll er nach FBI-Informationen Pläne zum Sturz der Regierung geschmiedet haben. Auch in die Vorbereitung zur Sprengung eines kubanischen Frachtschiffs vor der mexikanischen Küste soll er verwickelt gewesen sein. Später zog er nach Venezuela und leitete dort die Spionageabwehr. Dort baute er auch sein eigenes Sicherheitsunternehmen auf.

1973 ermittelte die CIA wegen Kokainschmuggel gegen Posada Carriles. Er konnte die Ermittler jedoch überzeugen, lediglich die falschen Freunde gehabt zu haben. Dennoch beendete die CIA drei Jahre später die Zusammenarbeit mit Posada Carriles.
 

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Venezuela beschuldigt Posada Carriles, an einem Bombenanschlag auf eine in der Hauptstadt Caracas gestartete kubanische Passagiermaschine im Jahr 1976 beteiligt gewesen zu sein, bei dem 73 Menschen getötet wurden. Wenige Tage nach dem Anschlag wurde er festgenommen, später gelang ihm aber die Flucht aus dem Gefängnis.
 

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Posada Carriles war in Panama bereits zu acht Jahren Haft wegen eines geplanten Anschlages auf Castro im Jahr 2000 verurteilt worden. Kurz darauf wurde er allerdings begnadigt. Er soll außerdem hinter einer Serie von Bombenanschlägen auf kubanische Hotels stecken, bei der 1997 ein italienischer Tourist getötet wurde. In Florida war Posada Carriles im Mai 2005 verhaftet worden, weil er illegal in die USA eingereist war. Ein Gericht befand damals, er könne nicht nach Kuba oder Venezuela ausgeliefert werden, weil ihm dort möglicherweise Folter drohe.
 

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Man sei optimistisch, da Castro den Kampf gegen seine Krankheit gewonnen habe, sagte Perez Roque auf einer Pressekonferenz während eines Besuchs in Honduras. Ein exaktes Datum für eine Rückkehr Castros zu seinem Amtsgeschäften könne er jedoch noch nicht nennen. Zuvor hatten sich schon mehrere Angehörige Castros und Regierungsmitglieder positiv über den Gesundheitszustand des 80-Jährigen geäußert.
 

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"Wir sind optimistisch", sagte Perez Roque bei der Pressekonferez. "Ich kann noch kein genaues Datum nenne, zu dem er die Arbeit wieder aufnimmt", schränkte der Außenminister zwar ein. Das werde jedoch geschehen, "sobald er seine Genesungsphase erfolgreich abgeschlossen hat.
 

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Am Dienstag hatte sich Castro überraschend in einer Live-Sendung des venezolanischen Rundfunks zu Wort gemeldet. Der 80-Jährige zeigte sich in dem Gespräch zufrieden mit seinem Gesundheitszustand. Castro trat zuletzt im Juli vergangenen Jahres in der Öffentlichkeit auf, fünf Tage vor seiner Darmoperation. Danach übertrug er seine Amtsgeschäfte bis auf weiteres auf seinen fünf Jahre jüngeren Bruder Raúl. Über die genaue Art der Erkrankung Castros hüllt sich die kubanische Führung in Schweigen.
 
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