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Sarajevo Safari

Ivo2

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Croatia
Wie Reiche bis zu 50.000 Euro für die Morde an Kindern in der „Sarajevo Safari“ zahlten
Auch das deutsche Magazin Der Spiegel hat sich den Medien angeschlossen, die in letzter Zeit über die Geschichte der angeblichen „Menschensafari“ während des Krieges in Bosnien und Herzegowina berichtet haben.

Der Autor des von der Deutschen Welle veröffentlichten Textes sprach mit vielen der Akteure, die bisher in der kürzlich wieder aufgetauchten Geschichte über die angebliche Ankunft wohlhabender Westeuropäer in Sarajevo während des Krieges in den 1990er Jahren erwähnt wurden und die im Verdacht stehen, in der belagerten Stadt Zivilisten für beträchtliche Geldsummen getötet zu haben.

„Dass in Sarajevo etwas Unaussprechliches geschehen ist, steht außer Zweifel.“
Zu Beginn des ausführlichen Berichts wird der pensionierte italienische Richter Guido Salvini zitiert, der zusammen mit dem Schriftsteller Ezio Gavazzani vor einem Mailänder Gericht eine Klage gegen Unbekannt wegen Mordes aus niederen Beweggründen eingereicht hat.

„Dass in Sarajevo etwas Unaussprechliches geschehen ist, dass Hobbyjäger dort zum Vergnügen Menschen erschossen haben, steht außer Zweifel. Dank vieler verschiedener Quellen besteht daran nicht mehr der geringste Zweifel“, sagte Salvini in einem Fernsehinterview.

Der Artikel des Spiegel zitiert Aussagen aus Gavazzanis Buch, in dem von „230 Italienern sowie mehreren Franzosen, Belgiern und Österreichern“ die Rede ist, die angeblich an der Ermordung von Zivilisten beteiligt waren.

„Wir erhielten Warnungen, Frauen und Kinder in Sicherheit zu bringen. Da wussten wir, dass am Wochenende Scharfschützen kommen würden.“
Der Spiegel zitiert auch Naser Husić, ein ehemaliges Mitglied der Armee von Bosnien und Herzegowina, der während des Krieges gegenüber dem Dorf Grbavica stationiert war.

„Es kam vor allem freitags vor, dass wir von der anderen, serbischen Seite der Front über Motorola-Geräte Warnungen erhielten: ‚Bringt die Frauen und Kinder in Sicherheit.‘ Dann wussten wir, dass am Wochenende Scharfschützen kommen würden“, sagt Naser Husić, ein ehemaliger Kämpfer der 101. motorisierten Brigade der bosnischen Armee.

Husić kann nicht mit Sicherheit sagen, wer geschossen hat, kommt aber zu dem Schluss, dass am Wochenende deutlich mehr Scharfschützenangriffe registriert wurden als während der Woche.

 
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