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Satellitenfotos zeigen dramatische Umweltzerstörung

Krajisnik

Top-Poster
Hat zwar nichts mit Balkan zu tun aber es geht uns alle etwas an! Man muss irgendetwas dagegen tun. Wisst ihr etwas?


Wie sehr die Menschen bereits die Umwelt geschädigt haben, beweist ein Uno-Vergleich alter und neuer Satellitenfotos. Die erschreckende Botschaft: Ackerland verschwindet, Flussbetten verschmutzen, Wasservorräte gehen zur Neige.


Städte sind die schlimmsten Umweltsünder
Stadtbewohner tragen nach Angaben des UN-Umweltprogramms Unep am meisten zur Erderwärmung bei, sehen aber wenig von deren Folgen, weil diese vor allem in abgelegenen und dünn besiedelten Regionen auftreten. Die Städte verbrauchten riesige Mengen Wasser, Nahrung und Holz und produzierten viel Müll, sagte Unep-Direktor Klaus Töpfer am Freitag in Genf.

Satellitenfotos gegenübergestellt
"Ich bitte die Städter der ganzen Welt und vor allem der Industrieländer, im Interesse der lokalen und weltweiten Umwelt sparsam mit Ressourcen umzugehen", sagte Töpfer bei der Vorstellung des neuen Atlas' "One Planet Many People" (Ein Planet, viele Menschen). Darin werden Satellitenfotos aus vergangenen Jahrzehnten aktuellen gegenüberstellt.




"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte"
Der Atlas soll vor allem Bewohnern von industrialisierten Staaten zeigen, wie ihr Lebensstil die Umwelt zerstören kann. "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte", sagte Pascal Peduzzi, ein Umweltwissenschaftler des Unep. Unter Verwendung von Aufnahmen des Geologischen Dienstes der USA und der US-Weltraumbehörde Nasa zeigen die Bilder dramatische Veränderungen in der Umgebung von Städten wie Peking, Dhaka, Delhi und Santiago: die Zerstörung von Ackerland, die Verschmutzung von Flussbetten, das Verschwinden von Wasservorräten und vieles mehr.




Wasserspiegel fiel um 18 Meter
Der Atlas zeigt Satellitenfotos von Las Vegas, der Metropole mit dem rasantesten Wachstum in den USA. In den fünfziger Jahren lebten dort 24.000 Menschen, heute sind es eine Million, und bis 2015 verdoppelt sich diese Zahl den Prognosen zufolge. Als Folge fiel der Wasserspiegel des nahe gelegenen Lake Meade von 2000 bis 2003 um 18 Meter. Wohnbebauung und bewässerte Golfplätze traten an die Stelle der Wüste. "Die Bilder sind so Respekt einflößend wie diejenigen des Tsunamis, obwohl die Veränderungen nicht von einem Tag zum anderen auftreten", sagte Peduzzi.

Zerstörung hat viele Ursachen
Andere Bilder zeigen die Auswirkungen des exzessiven Gewächshäuserbaus in Südspanien, der Abholzung von Regenwäldern oder des Entstehens von Shrimp-Farmen in Asien und Lateinamerika.

Mehr als 14 Millionen Bäume weg
Darüber hinaus machen sie die Folgen von Kriegen deutlich. Kriege und die Trockenlegung des Marschlands im Irak durch Saddam Hussein trugen zur Zerstörung des größten Dattelpalmenwalds der Erde entlang des Schatt al Arab im Irak und Iran bei. Mehr als 14 Millionen Bäume - 80 Prozent der Bäume, die dort 1970 standen - sind ebenso verschwunden wie die Lebensgrundlage von Millionen Menschen.
 
3. Oktober 2014 12:58

Wasserverschwendung

Die unheimliche Schrumpfung des Aralsees


Der Aralsee ist zum ersten Mal seit mehr als 600 Jahren komplett ausgetrocknet. Satellitenbilder zeigen den erschreckenden Schwund im Zeitraffer. Nun müssen die Anrainerstaaten handeln - oder es drohen Konflikte.

Der Aralsee war einst ein beeindruckendes Gewässer. Der viertgrößte Binnensee der Welt bedeckte eine Fläche so groß wie Bayern, bis er den Planern der Agrar-Revolution in Stalins Sowjetunion in die Quere kam. Sie wollten in Zentralasien Weizen und Baumwolle anbauen und zapften die beiden Hauptzuflüsse des Sees an, Amudarja und Syrdarja.

Seit 1960 ist der See immer kleiner geworden. Aus einer Insel wurde eine Halbinsel und dann ein breiter Landrücken quer durch den See. Und diese Woche meldete die Nasa, dass der Ostteil des Aralsees zum ersten Mal seit mindestens 600 Jahren komplett ausgetrocknet sei. Das Verschwinden des Wassers führt in der ganzen Region zu Umweltproblemen.

Jeder Turkmene verbraucht 5500 Kubikmeter Wasser im Jahr

Als die Amerikaner ihr Satellitenbild veröffentlichten, war der Aufruf von Olli Varis schon im Druck. Der Fachmann für Wassermanagement an der Aalto-Universität in Helsinki beklagt in einem Kommentar in Nature, dass die Verschwendung in den Nachfolgerepubliken der Sowjetunion in Zentralasien weitergehe. So haben zum Beispiel die Turkmenen den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch der Welt mit ungefähr 5500 Kubikmetern Wasser pro Jahr. Er ist viermal so hoch wie in den USA oder Kanada. Alle Staaten der Region gehören beim Pro-Kopf-Verbrauch zur Spitzengruppe.
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Der Aralsee aus dem Weltraum aus gesehen im Jahr 2000...

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2001...

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2002...

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2006...

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2010...

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2012

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und der letzte Stand 2014: Es ist kein Wasser mehr da.

Satellitenaufnahmen der Nasa - Aralsee im Zeitverlauf von 2000 bis 2014 - Ökologie - Wissen - Süddeutsche.de
 
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