Komarac
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Damjan Pavlica, ein serbischer Textschreiber aus Belgrad, hat einen Text über die moderne Geschichte des Kosovos verfasst. Dabei ist er sehr objektiv geblieben und versucht die eigene Geschichte etwas kritischer zu durchleuchten. Ich finde den Text sehr interessant und viel ist es auch nicht zu lesen, aber zu viel, um alles zu übersetzen, der Text ist nämlich auf Serbisch verfasst. Daher werde ich nur den letzten Part reinkopieren und übersetzen.
Wie wir gesehen haben, existiert das Kosovo-Problem nicht erst seit heute oder gestern, sondern seitdem das Kosovo ein Teil unseres Staates wurde. Viele Serben, mit denen ich mich unterhalten habe, hätten es gerne, dass man das Kosovo-Problem damit löst,dass alle Albaner von hier verschwinden. Ich denke, dass das nicht real ist und vor allem nicht menschlich.
Ist die Lösung, dass wir das Kosovo wieder erobern? Wir haben es schon oft genug erobert (1912, 1918, 1944, 1998, 1999) , aber wir wussten einfach nicht, was wir mit dem Kosovo anfangen sollen. Belgrad hat im 20. Jahrhundert alle Gewaltmethoden versucht: allmähliche Aussiedlung, Massenvertreibung, Militärverwaltung, Kolonialisierung...Aber wegen dieser Politik haben immer die Kosovo-Serben die Zeche gezahlt. Jede Welle aus Belgrad hat gewöhnlich die Lage der Serben im Kosovo verschlechtert und zu ihrer Auswandeurng aus dem Kosovo geführt.
Ich schlage eine neue Politik der Freundschaft und Unterstützung vor. Serbien sollte das Kosovo wie sein Kind betrachten und sollte ihm der nächste Freund sein. Serbien soll dem Volk des Kosovos wenigstens so viel helfen, wie das Volk Japans dem Volk Serbiens hilft. Serbien könnte dem öffentlichen Verkehr Pristinas Fahrzeuge zu Verfügung stellen mit der Aufschrift "Dem Volk Kosovos vom Volk Serbiens" (das haben die Japsen so mit Serbien gemacht, daher nennt er das Beispiel). Serbien sollte immer der erste sein, der dem Kosovo hilft, wenn es ihm mal schlecht geht. Und wir werden dann sehen, dass sich auch die Lage der Kosovo-Serben rasch bessern wird.
Der Mythos über das ewig serbische Kosovo, welches ablehnt das Kosovo zu akzeptieren, so wie es ist, stattdessen nach einem verlorenen, mittelalterlichen Kosovo trachtet, führt uns in eine gefährliche Verblendung und einen Konflikt, nicht nur mit den Albanern, sondern auch mit der Realität, was viel fataler ist. Das Kosovo darf man nicht als nur serbisch betrachten oder nur albanisch, das Kosovo ist ein Ort des Zusammentreffens. Serben und Albaner lieben das Kosovo und betrachten es als ihre Heimat, in der sie seit Jahrhunderten leben. Unsere Gebiete und usnere Völker sind aufienander angewiesen. Unser wirkliches nationales Interesse ist es, dass wir friedlich im Kosovo leben können, in Frieden mit unseren Nachbarn. Wir können wählen, zwischen gegenseitigem Respekt und einer Art "Commonwealth" oder einem endlosen Konflikt.
In den Kapiteln davor erzählt er auch von der Eroberng des mehrheitlich von Albanern bewohnten Kosovos durch Serbien 1912, über die Gewalt gegen die Albaner und über den friedlichen Kampf von Ibrahim Rugova.
"Es lebe die serbisch-albanische Freundschaft" Das Bild wurde in Pančevo aufgenommen.
Damjan Pavlica - Savremena istorija Kosova
Wie geht es weiter?Kuda dalje?
Kao što smo videli, kosovski problem nije nastao danas ili juče, on postoji od kada jeKosovo ušlo u našu državu. Mnogi Srbi sa kojima sam razgovarao bi voleli da sekosovski problem reši tako da svi Albanci odande nestanu. Ja mislim da to nije realno, apre svega, nije čovečno.Da li je rešenje da ponovo osvojimo Kosovo?Osvajali smo ga već previše puta (1912, 1918, 1944,1989, 1999), ali jednostavno nismo znali šta bi snjim. Beograd je u dvadesetom veku pokušao svenasilne metode: postupno raseljavanje, proterivanjeu masi, vojnu upravu, kolonizaciju... Ali, zbog takvesu politike uvek ispaštali kosovski Srbi. Kao popravilu, svaki talas beogradskog nasilja je pratilopogoršanje položaja i iseljenje kosovskih Srba.Predlažem novu politiku prijateljstva i pomaganja.Srbija treba da gleda Kosovo kao svoje dete i da mu bude najbliži prijatelj. Neka Srbija pomaže narodKosova, barem onoliko koliko Japan pomaže narodSrbije. Neka Srbija pokloni gradskom prevozuPrištine vozilima sa natpisom „Narod Srbije naroduKosova“. Neka Srbija bude uvek prva da pomogneKosovo prilikom raznih nepogoda. Videćemo kakose veoma brzo popravlja položaj kosovskih Srba.Mit o večno srpskom Kosovu, koji odbija daprihvati Kosovo kakvo jeste, već traži neko izgubljeno, srednjevekovno Kosovo, vodinas u opasno slepilo i sukob, ne samo sa Albancima, već i sa samom realnošću, što jedaleko pogubnije. Kosovo ne treba posmatrati kao isključivo srpsko, niti isključivoalbansko - Kosovo je mesto susreta. I Srbi i Albanci vole Kosovo, i smatraju ga svojomdomovinom na kojoj žive već vekovima. Naše oblasti i naši narodi su upućeni jedni nadruge. Naš istinski nacionalni interes je da možemo slobodno boraviti i živeti naKosovu, u miru sa svojim susedima. Možemo izabrati međusobno uvažavanje i nekuvrstu „komonvelta“ ili bezizlazan sukob.
Wie wir gesehen haben, existiert das Kosovo-Problem nicht erst seit heute oder gestern, sondern seitdem das Kosovo ein Teil unseres Staates wurde. Viele Serben, mit denen ich mich unterhalten habe, hätten es gerne, dass man das Kosovo-Problem damit löst,dass alle Albaner von hier verschwinden. Ich denke, dass das nicht real ist und vor allem nicht menschlich.
Ist die Lösung, dass wir das Kosovo wieder erobern? Wir haben es schon oft genug erobert (1912, 1918, 1944, 1998, 1999) , aber wir wussten einfach nicht, was wir mit dem Kosovo anfangen sollen. Belgrad hat im 20. Jahrhundert alle Gewaltmethoden versucht: allmähliche Aussiedlung, Massenvertreibung, Militärverwaltung, Kolonialisierung...Aber wegen dieser Politik haben immer die Kosovo-Serben die Zeche gezahlt. Jede Welle aus Belgrad hat gewöhnlich die Lage der Serben im Kosovo verschlechtert und zu ihrer Auswandeurng aus dem Kosovo geführt.
Ich schlage eine neue Politik der Freundschaft und Unterstützung vor. Serbien sollte das Kosovo wie sein Kind betrachten und sollte ihm der nächste Freund sein. Serbien soll dem Volk des Kosovos wenigstens so viel helfen, wie das Volk Japans dem Volk Serbiens hilft. Serbien könnte dem öffentlichen Verkehr Pristinas Fahrzeuge zu Verfügung stellen mit der Aufschrift "Dem Volk Kosovos vom Volk Serbiens" (das haben die Japsen so mit Serbien gemacht, daher nennt er das Beispiel). Serbien sollte immer der erste sein, der dem Kosovo hilft, wenn es ihm mal schlecht geht. Und wir werden dann sehen, dass sich auch die Lage der Kosovo-Serben rasch bessern wird.
Der Mythos über das ewig serbische Kosovo, welches ablehnt das Kosovo zu akzeptieren, so wie es ist, stattdessen nach einem verlorenen, mittelalterlichen Kosovo trachtet, führt uns in eine gefährliche Verblendung und einen Konflikt, nicht nur mit den Albanern, sondern auch mit der Realität, was viel fataler ist. Das Kosovo darf man nicht als nur serbisch betrachten oder nur albanisch, das Kosovo ist ein Ort des Zusammentreffens. Serben und Albaner lieben das Kosovo und betrachten es als ihre Heimat, in der sie seit Jahrhunderten leben. Unsere Gebiete und usnere Völker sind aufienander angewiesen. Unser wirkliches nationales Interesse ist es, dass wir friedlich im Kosovo leben können, in Frieden mit unseren Nachbarn. Wir können wählen, zwischen gegenseitigem Respekt und einer Art "Commonwealth" oder einem endlosen Konflikt.
In den Kapiteln davor erzählt er auch von der Eroberng des mehrheitlich von Albanern bewohnten Kosovos durch Serbien 1912, über die Gewalt gegen die Albaner und über den friedlichen Kampf von Ibrahim Rugova.
"Es lebe die serbisch-albanische Freundschaft" Das Bild wurde in Pančevo aufgenommen.
Damjan Pavlica - Savremena istorija Kosova
