skenderbegi
Ultra-Poster
Schlechte Zeiten für serbische Dichter und Denker
Schlechte Zeiten für aufmüpfige Dichter und Denker: In Serbien hat eine Hexenjagd gegen kritische Intellektuelle begonnen. Jüngstes Opfer: Der Schriftsteller und Philosoph Sreten Ugricic. Seit gut einem Jahrzehnt stand er an der Spitze der serbischen Nationalbibliothek. Damit ist es nun vorbei. Sein Fehler: er hat den Mund aufgemacht. Das hat einigen Politikern und Zeitungsmachern in Serbien nicht gefallen…
Wir treffen Streten Ugricic frühmorgens am Zeitungskiosk des Belgrader Bahnhofs. Der Schriftsteller hat sich international einen Namen gemacht. Nicht nur als Autor und als Modernisierer der Nationalbibliothek in Belgrad (die er organisatorisch auf internationales Niveau führte), sondern vorallem auch als nimmermüder Verteidiger demokratischer Grundwerte. Serbien solle sich tabulos mit seiner jüngsten Vergangenheit, mit Kriegsverbrechen, mit der Frage nach Schuld und Sühne, mit der Frage nach den politischen und gesellschaftlichen Ursachen der Gewalt endlich ernsthaft und ehrlich auseinandersetzen, so seine im heutigen Serbien recht unpopuläre Grundüberzeugung.
Als Ugricic seinen Namen auf eine Unterschriftenliste für Meinungsfreiheit und Pressevielfalt setzte, begann eine Medienhetze der serbischen Gossenpresse. Dann griff der Innenminister Ivica Dacic zum Telephon – Vorsitzender der Sozialistischen Partei Serbiens, ein Gefolgsmann des verstorbenen Sozialistenführers Slobodan Milosevic… und seit Juli 2008 amtierender Vizepremier der serbischen Koalitionsregierung. Ugricic könne sagen und schreiben was er wolle, so wütete Dacic, aber das doch bitte im Gefängnis… Nach einer Konferenzschaltung der Regierung war Ugricic seines Postens als Direktor der Nationalbibliothek enthoben.
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Schlechte Zeiten für serbische Dichter und Denker | euronews, reporter
ist auch kein wunder wenn in serbien wieder / noch immer milo`s freunde an der macht sind.....
vergangenheits-bewältigung in serbien wird leider nur von einer kleinen minderheit betrieben.
die grosse mehrheit in serbien selbst sieht sich als die grössten opfer der balkankriege......
Serbiens Chance - Paul Lendvai - derStandard.at
Schlechte Zeiten für aufmüpfige Dichter und Denker: In Serbien hat eine Hexenjagd gegen kritische Intellektuelle begonnen. Jüngstes Opfer: Der Schriftsteller und Philosoph Sreten Ugricic. Seit gut einem Jahrzehnt stand er an der Spitze der serbischen Nationalbibliothek. Damit ist es nun vorbei. Sein Fehler: er hat den Mund aufgemacht. Das hat einigen Politikern und Zeitungsmachern in Serbien nicht gefallen…
Wir treffen Streten Ugricic frühmorgens am Zeitungskiosk des Belgrader Bahnhofs. Der Schriftsteller hat sich international einen Namen gemacht. Nicht nur als Autor und als Modernisierer der Nationalbibliothek in Belgrad (die er organisatorisch auf internationales Niveau führte), sondern vorallem auch als nimmermüder Verteidiger demokratischer Grundwerte. Serbien solle sich tabulos mit seiner jüngsten Vergangenheit, mit Kriegsverbrechen, mit der Frage nach Schuld und Sühne, mit der Frage nach den politischen und gesellschaftlichen Ursachen der Gewalt endlich ernsthaft und ehrlich auseinandersetzen, so seine im heutigen Serbien recht unpopuläre Grundüberzeugung.
Als Ugricic seinen Namen auf eine Unterschriftenliste für Meinungsfreiheit und Pressevielfalt setzte, begann eine Medienhetze der serbischen Gossenpresse. Dann griff der Innenminister Ivica Dacic zum Telephon – Vorsitzender der Sozialistischen Partei Serbiens, ein Gefolgsmann des verstorbenen Sozialistenführers Slobodan Milosevic… und seit Juli 2008 amtierender Vizepremier der serbischen Koalitionsregierung. Ugricic könne sagen und schreiben was er wolle, so wütete Dacic, aber das doch bitte im Gefängnis… Nach einer Konferenzschaltung der Regierung war Ugricic seines Postens als Direktor der Nationalbibliothek enthoben.
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Schlechte Zeiten für serbische Dichter und Denker | euronews, reporter
ist auch kein wunder wenn in serbien wieder / noch immer milo`s freunde an der macht sind.....
vergangenheits-bewältigung in serbien wird leider nur von einer kleinen minderheit betrieben.
die grosse mehrheit in serbien selbst sieht sich als die grössten opfer der balkankriege......
Serbiens Chance - Paul Lendvai - derStandard.at
