Vieles. Wie ich schon angesprochen habe, etwa steuerliche Vergünstigungen für kinderlose Ehepaare wie das Ehegattensplitting bis auf "Härtefälle" aufheben. Bzw. Ehepaare oder Alleinerziehende weiterhin und vielleicht noch "deutlicher" durch unterschiedliche Steuerklassen fördern. Sie haben mit den Kindern auch Mehrausgaben.
Was sehr wichtig ist ist die Förderung berufstätiger Jungeltern und erst recht alleinerziehender Mamis. Diese sind nun einmal Realität und statistisch belegt ist gerade da das Armutsrisiko für Kinder am höchsten. Dazu gehört Stärkung des Ganztagsbetreuungssystems und Förderung jener Arbeitgeber, die ihrerseits auch sich über Arbeitszeiregelungen etc. zuvorkommend gerade gegenüber Jungeltern erweisen. Die Realia heutzutage sehen nun auch einmal so aus, dass sich nicht mehr jeder mit Papis Einkommen leben kann.
Und dabei muss sich aber auch im "Volksgeist" einiges ändern. Kinderbetreuung sollte nicht gleich als "Abschiebung" verstanden werden und nicht jene Jungeltern, die ihre Kinder auch berufsbedingt fremdbetreuen lassen, automatisch als Rabeneltern abgestempelt werden. Förderung meint, dass erst einmal genug Plätze geschaffen werden und auch ggf. finanziell diese subsidiert werden. Da wären wir dann übrigens auch wieder beim Thema Förderung von Kindern aus sozial schwächeren Familien durch KiTa, Vorschule etc.
Ich bin dagegen. Zumindest bei uns in A gibt es genug Beihilfen wenn man Kinder hat.
Gute, leistbare Kinderbetreuungsplätze wären viel besser.
Es geht ja garnicht darum, zusätzlich Familien mit Kindern zu fördern, es geht darum, die Rentenkasse zu stärken.
Das Problem ist doch, dass der Generationenvertrag so garnichtmehr funktioniert, weil die folgende Generation immer mehr ausdünnt. Die aktuelle Situation ist doch so- staatliche Rente wird kaum reichen, weil es in Zukunft immer weniger Rentenzahler auf immer mehr Rentner gibt. Also ist es nötig, sich privat abzusichern. Familien mit Kindern (vorrausgesetzt, es handelt sich nicht um Sozialhilfeempfänger in der x-ten Generation) zahlen in die staatliche Renten ein (Geld) und sorgen für die Erfüllung des Generationenvertrages, in dem sie die nächste zahlende Generation erziehen. Und auch in die investieren sie geld- und zwar eine Menge. Wenn man miteinkalkuliert, was auf die Eltern durch schlechtere berufliche chancen, Finanzierung während der Ausbildung etc zukommt, ist man- meiner Meinung nach- mit 120.000 Euro kaum dabei, es werden wesentlich mehr sein.
Heißt: kinderlose haben bessere berufliche Chancen (und damit höhere Wahrscheinlichkeit auf eine gute staatliche Rente) und weniger Mehrkosten, so dass sie sich leichter privat absichern können. Familien mit Kindern haben schlechtere berufliche chancen und damit schlechtere Gehälter und geringere staatliche Rente, weniger Geld zur Verfügung um sich privat abzusichern, aber ohne sie würde das System zusammenkrachen (und jetzt das ganze Pflegeproblem mal außen vorgelassen). Insofern ist die Überlegung schon sinnvoll, hier was nachzubessern.
ob diese merkwürdige Abgabe dazu geeignet ist, bleibt dahingestellt- was ist dann mit geschiedenen Eltern, verwaisten Eltern, Eltern von Kindern, die erwachsen sind, Stiefeltern etc.- man bräuchte doch wieder tausend Sonderregelungen. Und nicht zuletzt- was ist mit den Eltern, die eben alles "erziehen" nur eben keine Rentenzahler...