Wenn man schon über Einstiegssdrogen spricht, dann sollte man sich doch auch ein paar Gedanken über Ursache und Wirkung machen. Dieses Argument klingt nämlich immer danach, dass man härtere Drogen ausprobiert, weil man zuvor Haschisch konsumiert hat. Dagegen spricht die geringe Quote von Kiffern, die auf Härteres umsteigen. Plausibler ist für mich die Erklärung, dass die Menschen, die (aus welchen Gründen auch immer) ein gesteigertes Verlangen nach Drogen, Rausch, usw. haben, irgendwann bei den harten Substanzen landen. Selbstverständlich ist auch bei solchen Menschen meist Haschisch die erste Droge, ganz einfach weil sie so weit verbreitet und so leicht verfügbar ist.
Um es an einem Beispiel zu erklären. Die meisten Autofahrer waren zuvor Radfahrer. Ist Radfahren also ein sanfter Einstieg zum Autofahren, kommt man erst durchs Radfahren so richtig auf den Geschmack vom Straßenverkehr? Nein, das ist ein offensichtlicher Scheinzusammenhang. Die wirklich Ursache ist das Bedürfnis nach Mobilität. Radfahren kommt deshalb zuerst, weil man leichter an ein Fahrrad als an ein Auto kommt. Mit Drogen ist es dasselbe, nur das ein anderes Bedürfnis befriedigt wird.