Viele Klischees sowohl in Bezug auf die "Schwabos", als auch auf sich selbst teilen die Russen. Au wei^^
Sagen wir so, in beiden Gesellschaften fühle ich mich wohl und habe auch nicht umsonst sowohl "solche" als auch "solche" Freunde, die ich keinesfalls missen möchte. Ich kenne extrem knauserige wie auch extrem großzügige und gastfreundliche Deutsche wie Russen, Balkaner oder andere.
Theo, sorry, aber was mir auffällt ist schon tendenziell ein anderer Umgang mit Kindern. Das meint nicht mal nur als Eltern. Es gibt Balkaner, Russen, Deutsche, die z.B. häusliche Gewalt kennen, ebenso wie jene, die in sehr liebevoller Umgebung aufwachsen.
Aber bei uns etwa zwei Fälle. Letztes Jahr, der Schnee kommt, die Kinder spielen im Hof, haben sich so eine Art Schneerutsche gebaut und wirklich super und mit viel Freude da gespielt. Natürlich geht das nicht völlig geräuschlos. Keine zwei Tage später macht der Hausmeister den Schnee weg, aus der ersten Etage jemand hätte sich gestört gefühlt. Der Mann war arbeitslos zu dem Zeitpunkt.
Oder ein umzäunter Kinderspielplatz bei einer Freundin. Die Anwohner, meist ältere Leute/Rentner fühlten sich gestört, nach einer Mieterversammlung wird einem von ihnen tatsächlich die Schlüsselverantwortung aufgetragen. Der Spielplatz wurde seit dem kaum geöffnet.
Oder überhaupt muss glaube ich sogar ein Verwaltungsgericht tatsächlich die Frage klären, ob Kindergarten eine Lärmbelästigung darstellen. Würde es das, müssten nämlich diese aus den reinen Wohngebieten verschwinden.
Oder auch dieses Beispiel mit der Zehnjährigen (?), die am frühen Abend auf dem Nachhauseweg wegen fehlender Fahrkarte vorher den Zug verlassen musste, sechs Kilometer von ihrem Ort, mit Schulmappe und ihrem Musikinstrument. Sicher hatte sich die Schaffnerin an sich an die Regeln gehalten, ehe dann die Deutsche Bahn auf den genialen Gedanken kommt, die Mitarbeiter da besser zu schulen. Traurig, dass so etwas geschult werden muss.
Das sind so Fälle, wie sie schwer in meinen Kopf gehen. An sich haben auch deutsche Freunde da nur den Kopf geschüttelt. Aber wie ich sie mir selbst im teils gnadenlosen, zynischen, auch "kalten" Großstadtmoloch wie Moskau tendenziell tatsächlich weniger vorstellen kann.