Am 19. Januar 2001 war eine damals 19-jährige Deutsch-Iranerin bei einem Sprengstoffanschlag auf ein Kölner Lebensmittelgeschäft schwer verletzt worden. Ein rechtsextremistischer Hintergrund wurde bereits seinerzeit nicht ausgeschlossen.
Tochter des Ladeninhabers erleidet erhebliche Verbrennungen
In den Büroräumen des Getränke- und Lebensmittelmarktes war es vor mehr als zehn Jahren zu einer Verpuffung gekommen, bei der die Tochter des Ladeninhabers erhebliche Verbrennungen erlitt.
Nach damaligen Aussagen der betroffenen Familie hatte ein etwa 25-jähriger Deutscher kurz nach Weihnachten 2000 das Ladenlokal mit einem Einkaufskorb betreten. In diesem Korb befand sich unter anderen eine rot lackierte Dose mit Sternenmuster.
Im Geschäft kaufte der Unbekannte weitere Lebensmittel ein. An der Kasse behauptete der Mann, dass er seine Geldbörse vergessen habe. Mit dem Hinweis, dass er Geld holen wolle, ließ er den Warenkorb im Laden zurück.
Da der Kunde nicht wieder auftauchte, wurde der Korb von den Geschäftsinhabern in einem Nebenraum abgestellt. Rund drei Wochen später kam es zur Explosion. Laut seinerzeitiger Auswertung der Spuren hatte sich in der roten Dose Sprengstoff befunden. Jäger sprach am Montag von einer „Sprengfalle“.
Bereits zuvor gab es laut Innenministerium durch die DVD der Neonazis Hinweise auf den Anschlag in der Kölner Keupstraße im Jahr 2004. Dabei waren 22 Menschen in einem türkischen Viertel teils lebensgefährlich verletzt worden.
Ein Zusammenhang mit einem Bombenanschlag an der S-Bahn-Station Düsseldorf-Wehrhahn im Jahr 2000 wird laut Jäger ebenfalls untersucht.
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Möglicherweise sei G. ab 2004 bewusst untergetaucht und nicht mehr öffentlich als Rechtsextremist in Erscheinung getreten, sagte Innenminister Uwe Schünemann (CDU).
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sagte der „Bild“-Zeitung, es setze auf rasche Aufklärung, ob hinter dem schon bekannten Täter-Trio ein größeres Netzwerk stehe.
Friedrich forderte zugleich Aufklärung vom Thüringer Verfassungsschutz. Es sei „sehr beunruhigend, dass zwischen der Mordserie in ganz Deutschland und der rechtsextremen Szene in Thüringen kein Zusammenhang erkannt wurde“, sagte Friedrich.
Sein Sprecher schloss am Montag nach derzeitigem Erkenntnisstand aus, dass Mitglieder des Neonazi-Trios aus Thüringen vom Bundesamt für Verfassungsschutz oder dem Bundeskriminalamt geführt worden sind.
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Nach den bisherigen Erkenntnissen sei die NSU für die sogenannten Dönermorde an acht türkischstämmigen Männern und einem Griechen in den Jahren 2000 bis 2006 und dem Mord an einer Heilbronner Polizistin im April 2007 verantwortlich. Die Mordserie an insgesamt neun ausländischen Ladenbesitzern geschah in Nürnberg, Hamburg, München, Rostock, Dortmund und Kassel.
CDU will neues NPD-Verbotsverfahren prüfen
Nach Bekanntwerden des rechtsextremen Hintergrunds einer bundesweiten Mordserie will die CDU-Spitze die Chancen eines neuen NPD-Verbotsverfahrens prüfen lassen. Die CDU sei „entsetzt und bestürzt über die Taten der rechtsextremistischen Terrorzelle in Zwickau“, heißt es in einem am Montag auf dem Parteitag in Leipzig eingebrachten Initiativantrag von Parteichefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel, Generalsekretär Hermann Gröhe und 28 weiteren Delegierten.
Sie fordern Bund und Länder auf, „im Lichte der Ereignisse der vergangenen Tage sowie der weiteren Ermittlungsergebnisse die Erfolgsaussichten eines etwaigen NPD-Verbotsverfahrens zu prüfen“.
quelle: Thüringer Neonazis: Terrorgruppe hat offenbar schon 2001 in Köln gebombt - Nachrichten Politik - Deutschland - WELT ONLINE
jaja, die NPD... statt mal die "sogenannte" Islamkritiker zu untersuchen.... :roll:
Frieden
Tochter des Ladeninhabers erleidet erhebliche Verbrennungen
In den Büroräumen des Getränke- und Lebensmittelmarktes war es vor mehr als zehn Jahren zu einer Verpuffung gekommen, bei der die Tochter des Ladeninhabers erhebliche Verbrennungen erlitt.
Nach damaligen Aussagen der betroffenen Familie hatte ein etwa 25-jähriger Deutscher kurz nach Weihnachten 2000 das Ladenlokal mit einem Einkaufskorb betreten. In diesem Korb befand sich unter anderen eine rot lackierte Dose mit Sternenmuster.
Im Geschäft kaufte der Unbekannte weitere Lebensmittel ein. An der Kasse behauptete der Mann, dass er seine Geldbörse vergessen habe. Mit dem Hinweis, dass er Geld holen wolle, ließ er den Warenkorb im Laden zurück.
Da der Kunde nicht wieder auftauchte, wurde der Korb von den Geschäftsinhabern in einem Nebenraum abgestellt. Rund drei Wochen später kam es zur Explosion. Laut seinerzeitiger Auswertung der Spuren hatte sich in der roten Dose Sprengstoff befunden. Jäger sprach am Montag von einer „Sprengfalle“.
Bereits zuvor gab es laut Innenministerium durch die DVD der Neonazis Hinweise auf den Anschlag in der Kölner Keupstraße im Jahr 2004. Dabei waren 22 Menschen in einem türkischen Viertel teils lebensgefährlich verletzt worden.
Ein Zusammenhang mit einem Bombenanschlag an der S-Bahn-Station Düsseldorf-Wehrhahn im Jahr 2000 wird laut Jäger ebenfalls untersucht.
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Möglicherweise sei G. ab 2004 bewusst untergetaucht und nicht mehr öffentlich als Rechtsextremist in Erscheinung getreten, sagte Innenminister Uwe Schünemann (CDU).
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sagte der „Bild“-Zeitung, es setze auf rasche Aufklärung, ob hinter dem schon bekannten Täter-Trio ein größeres Netzwerk stehe.
Friedrich forderte zugleich Aufklärung vom Thüringer Verfassungsschutz. Es sei „sehr beunruhigend, dass zwischen der Mordserie in ganz Deutschland und der rechtsextremen Szene in Thüringen kein Zusammenhang erkannt wurde“, sagte Friedrich.
Sein Sprecher schloss am Montag nach derzeitigem Erkenntnisstand aus, dass Mitglieder des Neonazi-Trios aus Thüringen vom Bundesamt für Verfassungsschutz oder dem Bundeskriminalamt geführt worden sind.
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Nach den bisherigen Erkenntnissen sei die NSU für die sogenannten Dönermorde an acht türkischstämmigen Männern und einem Griechen in den Jahren 2000 bis 2006 und dem Mord an einer Heilbronner Polizistin im April 2007 verantwortlich. Die Mordserie an insgesamt neun ausländischen Ladenbesitzern geschah in Nürnberg, Hamburg, München, Rostock, Dortmund und Kassel.
CDU will neues NPD-Verbotsverfahren prüfen
Nach Bekanntwerden des rechtsextremen Hintergrunds einer bundesweiten Mordserie will die CDU-Spitze die Chancen eines neuen NPD-Verbotsverfahrens prüfen lassen. Die CDU sei „entsetzt und bestürzt über die Taten der rechtsextremistischen Terrorzelle in Zwickau“, heißt es in einem am Montag auf dem Parteitag in Leipzig eingebrachten Initiativantrag von Parteichefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel, Generalsekretär Hermann Gröhe und 28 weiteren Delegierten.
Sie fordern Bund und Länder auf, „im Lichte der Ereignisse der vergangenen Tage sowie der weiteren Ermittlungsergebnisse die Erfolgsaussichten eines etwaigen NPD-Verbotsverfahrens zu prüfen“.
quelle: Thüringer Neonazis: Terrorgruppe hat offenbar schon 2001 in Köln gebombt - Nachrichten Politik - Deutschland - WELT ONLINE
jaja, die NPD... statt mal die "sogenannte" Islamkritiker zu untersuchen.... :roll:
Frieden
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