TigerS
Kosovo-Thailänder
UN-Generalsekretär: Frieden und Stabilität des Kosovo in Gefahr
Ban Ki-moon ist angesichts der Sicherheitslage im Norden des Landes besorgt. Serben blockieren dort seit Mitte September die zentralen Verkehrswege.
New York/Pristina – UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat Besorgnis angesichts einer verschlechterten Sicherheitslage im Kosovo bekundet und Pristina (albanisch: Prishtina) und Belgrad aufgefordert, Zurückhaltung und Geduld an den Tag zu legen und Probleme durch Dialog zu lösen. In seinem jüngsten Kosovo-Bericht an den UNO-Sicherheitsrat, der sich auf die Zeitspanne zwischen Mitte Juli und Mitte Oktober bezieht, stellte der UNO-Generalsekretär fest, dass die Ereignisse im Norden des Kosovo darauf aufmerksam machten, dass die grundlegenden, ungelösten Fragen eine Gefahr für den Frieden und die Stabilität der Region darstellten.
Er sei nicht nur wegen der Verschlechterung der Sicherheitslage infolge der jüngsten Ereignisse im Nordkosovo, sondern auch wegen der Verschlechterung der zwischenethnischen Beziehungen im ganzen Kosovo besorgt, erklärte Ban in dem Bericht, auf den sich serbische Medien am heutigen Montag beriefen. Serben im Nordkosovo halten seit Mitte September die zentralen Verkehrswege verbarrikadiert, um gegen die Anwesenheit kosovarischer Zöllner an den zwei dortigen Grenzübergängen zu protestieren.
Kein Durchkommen für KFOR-Konvoi
Ein KFOR-Konvoi, in dem sich auch schwere Baumaschinen befanden, wurde am heutigen Montag von ortsansässigen Serben in Zubin Potok angehalten und musste in seinen Stützpunkt bei Mitrovica zurückkehren. Die internationale Schutztruppe hatte am Sonntag die Absicht erklärt, am Montag die Reparatur einer Straßenbrücke beim Grenzübergang Jarinje vornehmen zu wollen.
Die Zahl der ethnisch motivierten Zwischenfälle ist nach Angaben von Ban seit Mitte Juli um 24 Prozent gestiegen. In der gegebenen Zeitspanne wurden insgesamt 151 Zwischenfälle registriert - 38 von ihnen im mehrheitlich von Serben bewohnten Nordkosovo. In weiteren 63 Fällen wurden Schäden an Häusern im Besitz der Kosovo-Serben angerichtet, in 47 Fällen ging es um Diebstähle an serbischem Vermögen, heißt es im Bericht. In 13 Fällen wurden Schändungen an serbischen Friedhöfen und serbisch-orthodoxen Kirchen gemeldet. Ebenso häufig wurden laut dem Bericht Fahrzeuge mit serbischen Kennzeichentafeln in von Albanern bewohnten Siedlungen mit Steinen beworfen.
Der UNO-Sicherheitsrat soll am 29. November den Bericht des UNO-Generalsekretärs diskutieren.
http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/...ieden-und-stabilität-des-kosovo-in-gefahr.csp
Gruß
Ban Ki-moon ist angesichts der Sicherheitslage im Norden des Landes besorgt. Serben blockieren dort seit Mitte September die zentralen Verkehrswege.
New York/Pristina – UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hat Besorgnis angesichts einer verschlechterten Sicherheitslage im Kosovo bekundet und Pristina (albanisch: Prishtina) und Belgrad aufgefordert, Zurückhaltung und Geduld an den Tag zu legen und Probleme durch Dialog zu lösen. In seinem jüngsten Kosovo-Bericht an den UNO-Sicherheitsrat, der sich auf die Zeitspanne zwischen Mitte Juli und Mitte Oktober bezieht, stellte der UNO-Generalsekretär fest, dass die Ereignisse im Norden des Kosovo darauf aufmerksam machten, dass die grundlegenden, ungelösten Fragen eine Gefahr für den Frieden und die Stabilität der Region darstellten.
Er sei nicht nur wegen der Verschlechterung der Sicherheitslage infolge der jüngsten Ereignisse im Nordkosovo, sondern auch wegen der Verschlechterung der zwischenethnischen Beziehungen im ganzen Kosovo besorgt, erklärte Ban in dem Bericht, auf den sich serbische Medien am heutigen Montag beriefen. Serben im Nordkosovo halten seit Mitte September die zentralen Verkehrswege verbarrikadiert, um gegen die Anwesenheit kosovarischer Zöllner an den zwei dortigen Grenzübergängen zu protestieren.
Kein Durchkommen für KFOR-Konvoi
Ein KFOR-Konvoi, in dem sich auch schwere Baumaschinen befanden, wurde am heutigen Montag von ortsansässigen Serben in Zubin Potok angehalten und musste in seinen Stützpunkt bei Mitrovica zurückkehren. Die internationale Schutztruppe hatte am Sonntag die Absicht erklärt, am Montag die Reparatur einer Straßenbrücke beim Grenzübergang Jarinje vornehmen zu wollen.
Die Zahl der ethnisch motivierten Zwischenfälle ist nach Angaben von Ban seit Mitte Juli um 24 Prozent gestiegen. In der gegebenen Zeitspanne wurden insgesamt 151 Zwischenfälle registriert - 38 von ihnen im mehrheitlich von Serben bewohnten Nordkosovo. In weiteren 63 Fällen wurden Schäden an Häusern im Besitz der Kosovo-Serben angerichtet, in 47 Fällen ging es um Diebstähle an serbischem Vermögen, heißt es im Bericht. In 13 Fällen wurden Schändungen an serbischen Friedhöfen und serbisch-orthodoxen Kirchen gemeldet. Ebenso häufig wurden laut dem Bericht Fahrzeuge mit serbischen Kennzeichentafeln in von Albanern bewohnten Siedlungen mit Steinen beworfen.
Der UNO-Sicherheitsrat soll am 29. November den Bericht des UNO-Generalsekretärs diskutieren.
http://www.tt.com/csp/cms/sites/tt/...ieden-und-stabilität-des-kosovo-in-gefahr.csp
Gruß