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Sezai
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Ungarn zwischen Nationalismus und Autokratie
In Ungarn ist eine neue Verfassung in Kraft getreten, die der Regierungspartei Fidesz große Macht sichert. Auch wenn Ministerpräsident Orban versucht, die Bürger mit Patriotismus um sich zu scharen, wächst die Unzufriedenheit.Ob die Regierung das Land aus Wirtschaftskrise führen kann, wird bezweifelt.
Von Andreas Meyer-Feist, ARD-Hörfunkstudio Wien
Viel versprach Ungarns Regierungschef Viktor Orban seinen Bürgern zum Jahreswechsel: Zum "Jahr der Hoffnung" soll 2012 werden, gerade in Krisenzeiten: "In solchen Zeiten gewinnt alles an Wert, was zu unserer aller Sicherheit beitragen kann - unsere Heimat, unser Zuhause, unsere Familien."
In Ungarn hat das große patriotische Zusammenrücken begonnen, eingeleitet von Orbans nationalkonservativer Fidesz-Partei, die bei den Parlamentswahlen 2010 die glücklos agierende sozialistische Vorgänger-Regierung hinweggefegt hatte. Der Vertrauensbonus scheint indes schon wieder aufgebraucht zu sein.
Das Meinungsforschungsinstitut Median veröffentlichte jetzt Umfrageergebnisse, die Orbans Politik keineswegs schmeicheln: Vier Fünftel der repräsentativ Befragten erklärten sich unzufrieden mit der ungarischen Regierung: "Das ist eine dramatische Verschlechterung", konstatiert der ungarische Meinungsforscher Endre Hann im ungarischen "Inforadio", "dahinter verbirgt sich auch ein sehr negatives Zukunftsbild."
In Ungarn ist eine neue Verfassung in Kraft getreten, die der Regierungspartei Fidesz große Macht sichert. Auch wenn Ministerpräsident Orban versucht, die Bürger mit Patriotismus um sich zu scharen, wächst die Unzufriedenheit.Ob die Regierung das Land aus Wirtschaftskrise führen kann, wird bezweifelt.
Von Andreas Meyer-Feist, ARD-Hörfunkstudio Wien
Viel versprach Ungarns Regierungschef Viktor Orban seinen Bürgern zum Jahreswechsel: Zum "Jahr der Hoffnung" soll 2012 werden, gerade in Krisenzeiten: "In solchen Zeiten gewinnt alles an Wert, was zu unserer aller Sicherheit beitragen kann - unsere Heimat, unser Zuhause, unsere Familien."
In Ungarn hat das große patriotische Zusammenrücken begonnen, eingeleitet von Orbans nationalkonservativer Fidesz-Partei, die bei den Parlamentswahlen 2010 die glücklos agierende sozialistische Vorgänger-Regierung hinweggefegt hatte. Der Vertrauensbonus scheint indes schon wieder aufgebraucht zu sein.
Das Meinungsforschungsinstitut Median veröffentlichte jetzt Umfrageergebnisse, die Orbans Politik keineswegs schmeicheln: Vier Fünftel der repräsentativ Befragten erklärten sich unzufrieden mit der ungarischen Regierung: "Das ist eine dramatische Verschlechterung", konstatiert der ungarische Meinungsforscher Endre Hann im ungarischen "Inforadio", "dahinter verbirgt sich auch ein sehr negatives Zukunftsbild."