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Trumps trotziger Zorn trifft auch seine engsten Verbündeten
Ob der designierte Justizminister Todd Blanche oder die ultrarechte Staatsanwältin Jeanine Pirro – niemand kann sich auf den Präsidenten verlassen

In den Gedanken für den Tag auf Ö1 hat sich die Literaturwissenschafterin Daniela Strigl vor kurzem mit dem Trotz auseinandergesetzt und dabei eine Episode Donald Trump gewidmet – als idealer Typus des trotzigen Politikers. Hätte sie die Sendung ein paar Wochen später aufgenommen, hätte sie noch extremere Beispiele des Trump-Trotzes finden können – einen, der sich zunehmend gegen seine eigenen Verbündeten richtet.

Dass Trump Widerspruch nicht verträgt, ist bekannt, ganz besonders, wenn sie von seinen Mitarbeitern kommt. In seiner ersten Amtszeit hat er sich schrittweise von Ministern und Beratern getrennt, wenn sie ihm nicht bedingungslos gehorchten, und verfolgt sie teilweise bis heute mit unbarmherzigem Zorn.

Das wollte Trump in seiner zweiten Amtszeit verhindern, indem er sich von loyalen Jasagern umgab. Doch selbst diesen reißt manchmal die Geduld mit ihrem Häuptling, etwa wenn dieser etwas fordert, was zutiefst unpopulär, illegal oder undurchführbar ist. Und das geschieht zuletzt immer öfter.

 
Erneut Toter in US-Abschiebezentrum
In einem US-Abschiebezentrum unweit von New York City ist ein Mann aus El Salvador gestorben. Der 41-Jährige sei am Samstag in einem Krankenhaus von Newark im Bundesstaat New Jersey für tot erklärt worden, teilte die US-Einwanderungsbehörde ICE gestern (Ortszeit) mit. Zuvor habe er einen medizinischen Notfall erlitten. Die offizielle Todesursache stehe noch aus.

Der Mann sei ohne Erlaubnis in die USA eingereist und im Juni festgenommen worden, hieß es weiter. Er habe in dem Abschiebezentrum medizinische Versorgung erhalten. Nach Daten der Einwanderungsbehörde ist es der 23. Todesfall in ICE-Gewahrsam seit Jahresbeginn.

Vorwürfe gegen Abschiebezentrum
Nach Bekanntwerden des Todesfalls protestierte Medienberichten zufolge eine Gruppe von Menschen vor der Einrichtung. „Ich weiß nicht, wie ich diesen Schmerz überwinden soll“, zitierte der Sender CBS aus einer Mitteilung der Mutter des Toten. „Diese Männer laufen herum und schnappen sich hart arbeitende Menschen.“

 
Der Minister kocht, die Masern kommen zurück
Robert F. Kennedy Jr. bindet sich die Schürze um. In einer Schulküche in Austin schöpft der Gesundheitsminister Mittagessen auf die Teller, und seit vergangener Woche tut er es auch vor laufender Kamera. Seine Sendung heißt The Real Food Show, zu sehen auf der Seite seines eigenen Ministeriums, und sie führt vor, was er im Januar als Ernährungsleitlinie ausgerufen hat, eine auf den Kopf gestellte Pyramide, in der Fleisch und Milchprodukte oben stehen, dazu reichlich Fett. Als er die Leitlinie vorstellte, warnten Fachleute, gerade diese Kost treibe Herzkrankheiten und Diabetes, von Fettleibigkeit ganz zu schweigen. Kennedy, der weder Arzt ist noch je Ernährung gelernt hat, blieb bei seiner Pyramide. Dass ein Mann ohne Ausbildung dem Land vorschreibt, was auf den Teller gehört, stört ihn nicht, es ist ja Fernsehen, und dort zählt die Überzeugung mehr als der Nachweis.

Vor der ersten Folge räumte er ein, es habe eine gute erste Reaktion gegeben, aber auch die Sorge, sein Essen sei viel teurer als die stark verarbeitete Kost, die man bisher aß. Das stimme nicht, sagte er. Die Zahlen sagen etwas anderes. Unter dieser Regierung sind die Lebensmittelpreise im letzten Jahr gestiegen, der jüngste Verbraucherpreisindex weist ein Plus von 3 Prozent aus, Milch wurde um 6,6 Prozent teurer und Hackfleisch um 12,4 Prozent, zwei Zutaten, die in seiner Pyramide ganz oben prangen. Ausgerechnet Milch und Hackfleisch, die Grundpfeiler seiner Empfehlung, sind am stärksten teurer geworden, während er behauptet, sein Essen koste weniger. Die Sendung zeigt die Mahlzeit, die Quittung zeigt sie nicht.

 
Texas: Pickup in Loch im Asphalt eingesunken (Videobericht im Link)
Ein Pickup-Fahrzeug ist in Beaumont, Texas, in ein Loch im Asphalt gefallen. Laut Polizeiangaben hatte die Straße plötzlich nachgegeben, als das Fahrzeug sich dem Abschnitt näherte. Das Loch war gefüllt mit Wasser, das aus einer gebrochenen Wasserleitung sprudelte. Der Fahrer wurde leicht verletzt.

 
Barack Obama wird 65 – und verfolgt Donald Trump auf Schritt und Tritt
Ob Barack Obama mit einer Schmährede 2011 Donald Trump zum ernsten Kandidaten gemacht hat, gilt als umstritten – unbestritten sind die viele Unterschiede der beiden, nicht nur im Stil

Es mag sein, dass Donald Trump der größte Irrtum Barack Obamas war. Dass der damalige Reality-TV-Star, Immobilien-Magnat und Twitter-Troll wirklich Präsident werden könnte, das wollte Obama als Amtsinhaber nie so recht glauben: Er denke nicht, dass Trump Präsident werden könne, "weil ich Glauben an uns alle habe", sagte er etwa mehrfach im Frühjahr 2016.

Beim großen Dinner der Hauptstadtpresse im gleichen Jahr gab er als sarkastischen Witz zu verstehen, er sehe den Nominierungsprozess bei den Republikanern als "aus meiner Sicht hervorragend". Trump, das wollte er damit sagen, sei ein leicht zu schlagender Gegner.

Und seine scharf formulierten Witze über Donald Trump beim Pressedinner von 2011 sollen Trump, der damals im Publikum saß und sichtlich nicht amüsiert war, erst dazu bewogen haben, wirklich selbst anzutreten.

Obama machte sich darin über Trumps Entscheidungen in der Sendung Celebrity Apprentice lustig ("das ist es, was mir in der Nacht den Schlaf raubt!") und zeigte dann in doch wieder hellsichtiger Art eine Fotomontage, die ein von Trump kitschig umgebautes Weißes Haus zeigt.

Dass Trump am 8. November 2016 dann tatsächlich als Sieger aus dem Rennen gegen Obamas Ex-Außenministerin Hillary Clinton hervorging, schien der Präsident auch am Tag danach noch nicht so recht zu glauben, als er im Rosengarten des Weißen Hauses Kommentare zur Wahl abgab. "Die Sonne ist auch heute wieder aufgegangen", sagte er. Die Menschen sollten wissen, dass sie dies auch weiterhin tun werde, "egal, was sonst passiert". Er werde eine gute Amtsübergabe sicherstellen.

Im Bann des Vorgängers
Und doch: Den Eindruck, dass Trump Obamas Aufmerksamkeit im gleichen Maße erregt wie umgekehrt, hatte man nie. Auch nun, wo Obama mit dem 65. Geburtstag beim österreichischen Pensionsalter angekommen ist und schon seit fast zehn Jahren kein Amt mehr bekleidet, wird er die Aufmerksamkeit des nunmehrigen Präsidenten nicht los. Als er jüngst gemeinsam mit Frau Michelle seine Präsidentenbibliothek in Chicago eröffnete, postete Trump auf seinem Netzwerk Truth Social ein KI-Bild: Der Bau in einem wirtschaftlich abgehängten, mehrheitlich schwarzen Vorort von Chicago ist darin als Mülltonne dargestellt, im eigentlich gepflegten Park sind blaue Zelte wie in einer Elendssiedlung aufgestellt.

 
Zwei Tote in USA
Ermittlungen zu Tausenden Durchfallfällen
Eine Welle an Durchfallerkrankungen beschäftigt die Gesundheitsbehörden in den USA. Seit Anfang Mai wurden in den Vereinigten Staaten Tausende Fälle der Darmerkrankung Cyclosporiasis gemeldet, am Montag ist bekanntgeworden, dass im Bundesstaat Michigan zwei Menschen an den Folgen der Infektion gestorben sind. Fachleute bezeichnen die Todesfälle im Zusammenhang mit der Infektion als „untypisch“, Behörden vermuten hinter dem Ausbruch verunreinigten Eisbergsalat eines Großhändlers.

Es handelt sich um die ersten Todesfälle im Zusammenhang mit dem großflächigen Cyclosporiasis-Ausbruch, wie eine Sprecherin der US-Gesundheitsbehörde CDC gegenüber der „New York Times“ („NYT“) erklärte. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Michigan litten beide Verstorbene an erheblichen Vorerkrankungen, die durch die Cyclosporiasis sowie die damit einhergehende Dehydration verschlimmert worden sein könnte.

Cyclosporiasis ist eine Darminfektion, die durch einen Parasiten verursacht wird, die Hauptsymptome sind wässriger Durchfall mit Bauchkrämpfen und Übelkeit. Der Parasit wird nach Angaben von CDC nicht von Mensch zu Mensch übertragen, sondern über mit Fäkalien verunreinigte Lebensmittel oder Wasser.

Todesfälle durch Cyclosporiasis „untypisch“
John Guzewich, ein ehemaliger Mitarbeiter der US-Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit FDA, erklärte gegenüber der „NYT“, ihm seien keine anderen Fälle bekannt, in denen die CDC Tote im Zusammenhang mit Cyclosporiasis gemeldet habe. „Das ist beispiellos“, so Guzewich.

 
Trump: „Jedes Land, das Windräder hat, ist ein Verlierer, okay?“
Wer die Windmühle für einen Verlierer hält, hat nur noch nicht begriffen, dass der Wind ihn längst überlebt haben wird. Weniger anzeigen

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Dümmer geht immer, wie das weltgrößte A....loch täglich beweist
 
150 Millionen Dollar für Trumps Wunschkanzlei – Regierung vergibt fragwürdigen Auftrag für Migrantenkinder an Vertraute
Die Regierung von Donald Trump will die rechtliche Vertretung unbegleiteter minderjähriger Migranten künftig einer Kanzlei aus Houston übertragen, die enge Verbindungen zur eigenen Administration besitzt. Nach einer diese Woche im Bundesregister veröffentlichten Mitteilung soll die Burke Law Group einen Einjahresvertrag im Umfang von 150 Millionen Dollar erhalten. Der Auftrag beginnt am 15. August und umfasst die juristische Betreuung tausender Kinder, die ohne Eltern in die Vereinigten Staaten eingereist sind. Die Entscheidung fällt nur wenige Tage nach dem Auslaufen des bisherigen Vertrags mit einem landesweiten Netzwerk aus fast 100 gemeinnützigen Organisationen. Diese hatten die Kinder über Jahre vertreten, waren jedoch nach eigenen Angaben mehr als sechs Monate lang nicht mehr für ihre Arbeit bezahlt worden. Am vergangenen Freitag endete der Vertrag endgültig.

Die Personalien der neuen Kanzlei sorgen nun für zusätzliche Fragen. Mitgründerin Marcella Burkey war während Trumps erster Amtszeit in der Umweltbehörde EPA sowie im Innenministerium tätig. Auch Mitgründer Jeffrey Hall arbeitete früher für die Kanzlei und wurde erst Ende vergangenen Jahres als Mitarbeiter der Umweltbehörde bestätigt. Damit erhält ausgerechnet eine Kanzlei mit personellen Verbindungen zur Regierung einen Millionenauftrag in einem besonders sensiblen Bereich des Einwanderungsrechts. Man wird nun genau prüfen, weshalb die langjährigen gemeinnützigen Anbieter aus dem Verfahren gedrängt wurden, während eine politisch verbundene Kanzlei einen Vertrag über 150 Millionen Dollar erhält. Gerade weil es um die Vertretung unbegleiteter Kinder geht, dürfte die Vergabe weit über eine gewöhnliche Ausschreibung hinaus Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

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