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Viele offene Fragen bei Christen und Muslimen
«Ein Muslim hat keine Wahl. Er muss sich in der Schweiz integrieren, um hier leben zu können», betonte Imam Mustafa Memeti am Mittwochabend in Flamatt anlässlich der Diskussion zum Thema «Muslime in der Schweiz».
Wünnewil-Flamatt Mustafa Memeti lebt und arbeitet seit 18 Jahren als Imam in Bern. Der eingebürgerte Schweizer ist in Wünnewil-Flamatt kein Unbekannter. Er leitet das Islamzentrum an der Hochfeldstrasse in Bern, an dessen Gemeindeleben mehrere muslimische Familien aus Wünnewil-Flamatt teilnehmen.
«Was zurzeit in der islamischen Welt passiert, hat keine Vorbildfunktion für unsere Zukunft in der Schweiz», erklärte Memeti auf die entsprechenden Fragen aus dem Publikum.
Die Diskussion im Anschluss an den Vortrag Memetis war von einem konstruktiven Klima geprägt. Es stellte sich heraus, dass sowohl Christen wie auch Muslime einige offene Fragen hatten. «Gibt es unter den Muslimen in der Schweiz Bestrebungen, sich zu organisieren?», wollte ein Mann wissen und hatte damit einen wichtigen Punkt angesprochen. Dies sei leider nicht der Fall, erklärte Mustafa Memeti. «Kein Verein oder Dachverband kann für alle Muslime in der Schweiz sprechen. Es gibt zu viele verschiedene Gruppen und Glaubensrichtungen.»
Oft werde sehr pauschal über die Muslime in der Schweiz berichtet, was der Verschiedenheit nicht gerecht werde. «Auch hier in Flamatt gibt es grosse Unterschiede zwischen den Muslimen. Das erschwert unsere Aufgabe.»
Für die Muslime gäbe es keine andere Wahl, als sich zu integrieren, so Memeti. «Sich total assimilieren oder den Glauben aufgeben ist jedoch nicht möglich.» Wie die Muslime zum Beispiel kein Recht hätten, die Regeln der hiesigen Schule in Frage zu stellen, habe man umgekehrt auch nicht das Recht, alle praktizierenden Muslime als Extremisten zu bezeichnen.
Zur Debatte, wie in der Schweiz mit dem Islam umgegangen werden soll, sieht er nur eine Lösung. «Wir müssen die Verschiedenheit akzeptieren. Es liegt in unserer Hand, wir können etwas für das Klima untereinander tun.» Für den reformierten Pfarrer Andreas Schmutz wurde am Diskussionsabend bereits ein Schritt in diese Richtung getan. «Dass wir heute ein so gemischtes Publikum waren, gibt mir Hoffnung», hielt er fest.
Quelle: Startseite - kath.ch
«Ein Muslim hat keine Wahl. Er muss sich in der Schweiz integrieren, um hier leben zu können», betonte Imam Mustafa Memeti am Mittwochabend in Flamatt anlässlich der Diskussion zum Thema «Muslime in der Schweiz».
Wünnewil-Flamatt Mustafa Memeti lebt und arbeitet seit 18 Jahren als Imam in Bern. Der eingebürgerte Schweizer ist in Wünnewil-Flamatt kein Unbekannter. Er leitet das Islamzentrum an der Hochfeldstrasse in Bern, an dessen Gemeindeleben mehrere muslimische Familien aus Wünnewil-Flamatt teilnehmen.
«Was zurzeit in der islamischen Welt passiert, hat keine Vorbildfunktion für unsere Zukunft in der Schweiz», erklärte Memeti auf die entsprechenden Fragen aus dem Publikum.
Die Diskussion im Anschluss an den Vortrag Memetis war von einem konstruktiven Klima geprägt. Es stellte sich heraus, dass sowohl Christen wie auch Muslime einige offene Fragen hatten. «Gibt es unter den Muslimen in der Schweiz Bestrebungen, sich zu organisieren?», wollte ein Mann wissen und hatte damit einen wichtigen Punkt angesprochen. Dies sei leider nicht der Fall, erklärte Mustafa Memeti. «Kein Verein oder Dachverband kann für alle Muslime in der Schweiz sprechen. Es gibt zu viele verschiedene Gruppen und Glaubensrichtungen.»
Oft werde sehr pauschal über die Muslime in der Schweiz berichtet, was der Verschiedenheit nicht gerecht werde. «Auch hier in Flamatt gibt es grosse Unterschiede zwischen den Muslimen. Das erschwert unsere Aufgabe.»
Für die Muslime gäbe es keine andere Wahl, als sich zu integrieren, so Memeti. «Sich total assimilieren oder den Glauben aufgeben ist jedoch nicht möglich.» Wie die Muslime zum Beispiel kein Recht hätten, die Regeln der hiesigen Schule in Frage zu stellen, habe man umgekehrt auch nicht das Recht, alle praktizierenden Muslime als Extremisten zu bezeichnen.
Zur Debatte, wie in der Schweiz mit dem Islam umgegangen werden soll, sieht er nur eine Lösung. «Wir müssen die Verschiedenheit akzeptieren. Es liegt in unserer Hand, wir können etwas für das Klima untereinander tun.» Für den reformierten Pfarrer Andreas Schmutz wurde am Diskussionsabend bereits ein Schritt in diese Richtung getan. «Dass wir heute ein so gemischtes Publikum waren, gibt mir Hoffnung», hielt er fest.
Quelle: Startseite - kath.ch
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