Es ist ein Mythos, dass der Bevölkerungsaustausch eine harmonische Einheit gewährleistete bzw. dass die Flüchtlinge problemlos in die griechische Gesellschaft integriert wurden. Das Kriterium für den Austausch war eher auf Religion bezogen. In vielen Fällen konnten die Flüchtlinge kaum die griechische Sprache.
Obwohl die Pontier aus Kleinasien oft als kollektive Einheit angesehen wurden, wahrheitshalber kamen sie jedoch aus verschiedenen kulturellen, sprachlichen, sozialen und regionalen Schichten.
Herzfeld (1991), Hirschon (1989), Karakasidou (1997) haben dokumentiert, wie die Festlandgriechen die Flüchtlinge
oft als Türken bezeichneten.