papodidi
Geek
Mit diesem Brecht-Zitat mach ich hier ein neues Thema auf:
"Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie? Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank? Was ist die Ermordung eines Mannes gegen die Anstellung eines Mannes?" - Die Dreigroschenoper
Das Thema gehört hier hin, und nicht in "Wirtschaft", weil die "Gangster in Nadelstreifen" mit ihren kriminellen Methoden inzwischen die Überlebensfähigkeit ganzer Staaten (und ihrer Bewohner) bedrohen. Anfangen will ich mit einem aktuellen Prozess in München, bei dem es um viele Milliarden geht, die evtl die österreichischen Steuerzahler zu bezahlen haben. Es geht um die auch vielen Balkanern bekannte
25. November 2013 17:05
BayernLB vs. Hypo Alpe Adria
Der Sechs-Milliarden-Streit
...
Für beide Regierungen steht viel auf dem Spiel. Insgesamt geht es bei dem Banken-Streit um mehr als sechs Milliarden Euro. Mindestens. Haften müssten am Ende die Steuerzahler. Auch die 2007 von der BayernLB teuer gekaufte und 2009 dann in großer Not wieder abgestoßene Hypo Alpe Adria ist längst eine Staatsbank.
Sie gehört der Republik Österreich, die schon viel Geld in das marode Kärntner Kreditinstitut gepumpt hat. Und die am Schluss bestimmt erneut zahlen müsste, sollte Bayerns Landesbank gewinnen. Der Kredit-Prozess ist nur eines von vielen Gerichtsverfahren.
...
Wenn die BayernLB sich durchsetze, müsse man "schon schauen, wie der Schuldner damit zurechtkommt", wandte Richterin Lutz ein. Der Schuldner, die Hypo Alpe Adria, wird nach und nach abgewickelt. Bis die Landesbank vielleicht Recht bekommt, ist unter Umständen nichts mehr zu holen in Kärnten. Zumindest nichts, was einige Milliarden Euro wert ist.
Für dieses Szenario glaubt man in München gut abgesichert zu sein. Die BayernLB hat Ende 2009 bei der Rückgabe der Hypo Alpe Adria einen Vertrag mit der Republik Österreich abgeschlossen, der Garantien enthält. Sollte die Kärntner Bank nicht mehr lebensfähig sein, dann muss der österreichische Staat die Rückzahlung noch ausstehender Kredite nach Bayern sicherstellen. So steht es in Punkt fünf, Unterpunkt sechs des Abkommens. Das wäre dann "nächste Streitthema", glaubt Richterin Lutz.
...
BayernLB und Hypo Alpe Adria streiten um Milliarden - Bayern - Süddeutsche.de
Nun sind 6 Mrd. Euro für einen wohlhabenden Staat wie OE nicht übermäßig viel, aber auf die Bürger Kärntens könnte noch Einiges zukommen, haben doch die damals Regierenden von ÖVP und BZÖ eine Haftung garantiert:
Ende 2009 betrug die im Kärntner Haushaltsvoranschlag für 2010 nicht aufscheinende Haftung noch 19 Milliarden Euro.[SUP][58][/SUP] Im Jänner 2011 spricht der neue Chef der Bank, Gottwald Kranebitter, von einer Haftung in Höhe von 20 Milliarden Euro oder 36.000 Euro pro Kärntner für Anleihen, die bis 2017 zurückgezahlt werden müssen.
Wer Geduld hat und mehr lesen möchte:
Hypo Alpe Adria
Ich werde hier mehr über diesen ganzen Shit schreiben, hoffe aber auch auf eure Beiträge...
"Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie? Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank? Was ist die Ermordung eines Mannes gegen die Anstellung eines Mannes?" - Die Dreigroschenoper
Das Thema gehört hier hin, und nicht in "Wirtschaft", weil die "Gangster in Nadelstreifen" mit ihren kriminellen Methoden inzwischen die Überlebensfähigkeit ganzer Staaten (und ihrer Bewohner) bedrohen. Anfangen will ich mit einem aktuellen Prozess in München, bei dem es um viele Milliarden geht, die evtl die österreichischen Steuerzahler zu bezahlen haben. Es geht um die auch vielen Balkanern bekannte
25. November 2013 17:05
BayernLB vs. Hypo Alpe Adria
Der Sechs-Milliarden-Streit
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Für beide Regierungen steht viel auf dem Spiel. Insgesamt geht es bei dem Banken-Streit um mehr als sechs Milliarden Euro. Mindestens. Haften müssten am Ende die Steuerzahler. Auch die 2007 von der BayernLB teuer gekaufte und 2009 dann in großer Not wieder abgestoßene Hypo Alpe Adria ist längst eine Staatsbank.
Sie gehört der Republik Österreich, die schon viel Geld in das marode Kärntner Kreditinstitut gepumpt hat. Und die am Schluss bestimmt erneut zahlen müsste, sollte Bayerns Landesbank gewinnen. Der Kredit-Prozess ist nur eines von vielen Gerichtsverfahren.
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Wenn die BayernLB sich durchsetze, müsse man "schon schauen, wie der Schuldner damit zurechtkommt", wandte Richterin Lutz ein. Der Schuldner, die Hypo Alpe Adria, wird nach und nach abgewickelt. Bis die Landesbank vielleicht Recht bekommt, ist unter Umständen nichts mehr zu holen in Kärnten. Zumindest nichts, was einige Milliarden Euro wert ist.
Für dieses Szenario glaubt man in München gut abgesichert zu sein. Die BayernLB hat Ende 2009 bei der Rückgabe der Hypo Alpe Adria einen Vertrag mit der Republik Österreich abgeschlossen, der Garantien enthält. Sollte die Kärntner Bank nicht mehr lebensfähig sein, dann muss der österreichische Staat die Rückzahlung noch ausstehender Kredite nach Bayern sicherstellen. So steht es in Punkt fünf, Unterpunkt sechs des Abkommens. Das wäre dann "nächste Streitthema", glaubt Richterin Lutz.
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BayernLB und Hypo Alpe Adria streiten um Milliarden - Bayern - Süddeutsche.de
Nun sind 6 Mrd. Euro für einen wohlhabenden Staat wie OE nicht übermäßig viel, aber auf die Bürger Kärntens könnte noch Einiges zukommen, haben doch die damals Regierenden von ÖVP und BZÖ eine Haftung garantiert:
Ende 2009 betrug die im Kärntner Haushaltsvoranschlag für 2010 nicht aufscheinende Haftung noch 19 Milliarden Euro.[SUP][58][/SUP] Im Jänner 2011 spricht der neue Chef der Bank, Gottwald Kranebitter, von einer Haftung in Höhe von 20 Milliarden Euro oder 36.000 Euro pro Kärntner für Anleihen, die bis 2017 zurückgezahlt werden müssen.
Wer Geduld hat und mehr lesen möchte:
Hypo Alpe Adria
Ich werde hier mehr über diesen ganzen Shit schreiben, hoffe aber auch auf eure Beiträge...