Ein vereintes Russland (hihi) war schon immer gut für den Weltfrieden. Jetzt könnt ihr den Sputnikis mal wieder sagen, dass sie über deutsche Waffenexporte berichten sollen. Friedliebende Russen sind ja vestört, wenn sie von bewaffneten Staaten hören
Eine Gefahr für den Weltfrieden war und ist Russland nicht mehr als jede andere große Nation. Politik geschieht auf keiner Seite aufgrund purer Menschenfreundlichkeit. Und da braucht sich auch keine Seite irgendwie moralisch überlegen zu fühlen.
Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zerfiel auch das Militärbündnis des Warschauer Vertrages. Unsere Politiker beharren nach wie vor drauf, dass man Baker und Bush sen. so verstehen durfte, dass es danach zu keiner NATO-Osterweiterung kommt. Anstatt ernsthaft Vorschläge zur Schaffung einer neuen Sicherheits- und Verteidigungsarchitektur in Europa zu kommen, hat man sich als Sieger des Kalten Krieges gebärt. Und natürlich auch dabei die Situation und Stimmung in den kleineren Nachbarländern, teils Ex-SU, teils Ex-"Ostblock" zunutze gemacht. Um Russland herum befinden sich mittlerweile angeblich bis zu 400 (!) feindliche NATO-Militärbasen. Das ist einer der Knackpunkte und aufzulösenden Probleme. Einerseits die berechtigten Sicherheitsinteresse und den souveränen Willen dieser Länder zu berücksichtigen. Aber genauso hat auch die RF völlig legitime Sicherheitsinteressen.
Die polnische Raketenbasis für das amerikanische Abwehrschild befindet sich keine 100 km zur Exklave Kaliningrad. Und das nicht erst seit der Ukrainekrise. Wer will und wollte da ehrlich glauben, dass es schon damal nicht gegen die RF sich richtete.
Im Ukrainethread war ein guter Artikel, Russisch und Deutsch, gepostet, was eigentlich RF will. Und bei allem sicher auch russischem Eigennutz. Die RF kann und muss ein Interesse an Frieden haben. Und die RF will auf gleichberechtigter Ebene ihre Interessen und Anliegen gehört und gewahrt wissen. Und dazu hat sie dasselbe Recht wie jedes andere Land auch!