-JD-
Top-Poster
Athen zwingt Banken zu höherem Verzicht
Der griechische Schuldentausch kommt Banken und Versicherer wohl noch teurer als zunächst vermutet. Tatsächlich könnte sie die Umschuldung bis zu 75 Prozent ihrer Forderungen kosten.
Im griechischen Schuldentausch zeichnet sich für Banken und Versicherer ein Verlust ab, der den freiwilligen Forderungsverzicht von 50 Prozent deutlich übersteigen wird. Wie am Freitag aus Verhandlungskreisen zu erfahren war, steht eine Einigung noch aus, aber wichtige Eckpunkte sind schon geklärt. Demnach dürften sich die Abschreibungen auf griechische Anleihen auf 65 bis 75 Prozent erhöhen. Die griechische Regierung zeigte sich am Donnerstagabend zuversichtlich, dass bald eine Einigung bekannt gegeben werden könne.
Allerdings hinken die zähen Verhandlungen dem Zeitplan hinterher. Ursprünglich war vorgesehen, die Details zum Schuldentausch noch in diesem Jahr vorzustellen. Nun hoffen die Parteien, dass Anfang des neuen Jahres die Ergebnisse präsentiert werden können. Denn die Zeit drängt, weil Griechenland Anfang März Anleihen im Wert von 16 Milliarden Euro tilgen muss. Bis dahin muss der über ein öffentliches Angebot unterbreitete Schuldentausch abgeschlossen sein.
Die Banken und Versicherer, die bei den Verhandlungen von dem internationalen Finanzverband IIF vertreten werden, haben zuletzt beklagt, dass die griechische Regierung keine Entscheidungen treffen könne. Denn sie muss sich immer mit den Euroländern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) abstimmen. Die hatten einen freiwilligen Verzicht der privaten Gläubiger auf 50 Prozent ihrer Forderungen zur Bedingung für das auf dem Euro-Gipfel am 27. Oktober beschlossene Rettungspaket über 130 Milliarden Euro gemacht. Banken und Versicherer halten griechische Staatsanleihen über gut 200 Milliarden Euro. Durch den freiwilligen Forderungsverzicht würde die griechische Staatsschuld um 100 Milliarden Euro sinken. Dies setzt aber voraus, dass sich alle Banken und Versicherer daran beteiligen.
Schuldentausch: Athen zwingt Banken zu höherem Verzicht - Wirtschaft - FAZ
Mal schauen ob und wieviel der Papa da herausholen kann...
Der griechische Schuldentausch kommt Banken und Versicherer wohl noch teurer als zunächst vermutet. Tatsächlich könnte sie die Umschuldung bis zu 75 Prozent ihrer Forderungen kosten.
Im griechischen Schuldentausch zeichnet sich für Banken und Versicherer ein Verlust ab, der den freiwilligen Forderungsverzicht von 50 Prozent deutlich übersteigen wird. Wie am Freitag aus Verhandlungskreisen zu erfahren war, steht eine Einigung noch aus, aber wichtige Eckpunkte sind schon geklärt. Demnach dürften sich die Abschreibungen auf griechische Anleihen auf 65 bis 75 Prozent erhöhen. Die griechische Regierung zeigte sich am Donnerstagabend zuversichtlich, dass bald eine Einigung bekannt gegeben werden könne.
Allerdings hinken die zähen Verhandlungen dem Zeitplan hinterher. Ursprünglich war vorgesehen, die Details zum Schuldentausch noch in diesem Jahr vorzustellen. Nun hoffen die Parteien, dass Anfang des neuen Jahres die Ergebnisse präsentiert werden können. Denn die Zeit drängt, weil Griechenland Anfang März Anleihen im Wert von 16 Milliarden Euro tilgen muss. Bis dahin muss der über ein öffentliches Angebot unterbreitete Schuldentausch abgeschlossen sein.
Die Banken und Versicherer, die bei den Verhandlungen von dem internationalen Finanzverband IIF vertreten werden, haben zuletzt beklagt, dass die griechische Regierung keine Entscheidungen treffen könne. Denn sie muss sich immer mit den Euroländern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) abstimmen. Die hatten einen freiwilligen Verzicht der privaten Gläubiger auf 50 Prozent ihrer Forderungen zur Bedingung für das auf dem Euro-Gipfel am 27. Oktober beschlossene Rettungspaket über 130 Milliarden Euro gemacht. Banken und Versicherer halten griechische Staatsanleihen über gut 200 Milliarden Euro. Durch den freiwilligen Forderungsverzicht würde die griechische Staatsschuld um 100 Milliarden Euro sinken. Dies setzt aber voraus, dass sich alle Banken und Versicherer daran beteiligen.
Schuldentausch: Athen zwingt Banken zu höherem Verzicht - Wirtschaft - FAZ
Mal schauen ob und wieviel der Papa da herausholen kann...