[h=1]Verletzte bei Ausschreitungen im Nordkosovo[/h]Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen NATO-Soldaten und Serben im Norden des Kosovo sind heute zwei deutsche Soldaten, sowie vermutlich vier Serbien verletzt worden. Laut der NATO-geführten KFOR-Truppe im Kosovo wurden die Soldaten angegriffen, als sie eine von Serben errichtete Barrikade abrissen.
[h=2]Österreichische Soldaten nicht involviert[/h]Österreichische KFOR-Soldaten waren vom Vorfall nicht betroffen, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Diese seien an einer Sperre rund einen Kilometer vom Ort des Schusswechsels entfernt im Einsatz gewesen.
Bei früheren gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Kosovo-Serben und KFOR-Truppen sind im November 2011 elf österreichische und 19 deutsche Soldaten verletzt worden. Österreich ist mit derzeit 600 Soldaten in der 6.000 Mann starken KFOR vertreten und damit größtes Nicht-NATO-Mitglied innerhalb der Kosovo-Truppe. Deutschland ist mit rund 900 deutsche Soldaten vertreten.
[h=2]Serbischer Präsident: Werde Kosovo nie anerkennen[/h]Der neu angelobte serbische Präsident Tomislav Nikolic schloss indessen eine eventuelle Anerkennung des Kosovo dezidiert aus. Er werde die Unabhängigkeit des Kosovo nie anerkennen, sagte der serbische Staatschef gegenüber dem montenegrinischen TV-Sender RTCG gestern Abend. Das werde er „auch zum Preis einer Mitgliedschaft in der Europäischen Union“ nicht tun, meinte Nikolic.
Niemand habe von ihm bisher die Anerkennung des Kosovo als eine Voraussetzung für einen Fortschritt im EU-Annäherungsprozess verlangt. Auch sei es eine hypothetische Frage, ob diese Bedingung je gestellt werde, so Nikolic. Er würde sich nicht schämen zu sagen, dass sich sein Name nicht auf einem Verzeichnis von Personen befinden werde, die das für einen EU-Beitritt tun würden.