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@anti-SFRJ`ler...

Die eigene Identität gegen das Leben der Unschuldigen tauschen?

  • Mögen die Toten in Frieden ruhen, aber Yu bleibt Geschichte!

    Stimmen: 7 30,4%
  • Ich verzichte auf "meins", wenn es die Toten zurückholt.

    Stimmen: 16 69,6%

  • Umfrageteilnehmer
    23
es ist ein fucking GEDANKENEXPERIMENT. Dass die Realität ne andere ist und bleiben wird, ist wohl klar, mein Gott, hat das Internet die letzten Reste eurer Phantasie ausgesaugt :rolleyes:
ich weiß, das Ergebnis ist 1:3 für b) ... ich frage mich lediglich, wieso das so sehr von der Realität abweicht ... naja, auch nicht so wichtig
 
sooo, ich hbe mir den ganzen thread durchgelesen....interessant wie einige hier denken.

Übrigens ein gutes Thread-Idee, wie ich finde

Wert war es das auf gaaar keinen Fall, aber war es vemeidbar ?

In Jugoslawien sind, zumindest zu Titos Zeiten, alle Nationalismen gleichermassen unterdrückt worden, und das war auch nötig zum Wohle des Gesamtstaates, wie die Ereignisse in den 90er Jehren bewiesen haben.

Fakt ist ohne die geschürrten Unabhängigkeitsbestrebungen in den Republiken hätte
es diesen Bürgerkrieg nicht gegeben. Aber diese Prämisse für den Bürger-Krieg, dieser Sprengstoff, war unterschwellig immer da.

Allerdings wurde ein Auseinanderbrechen Jugoslawiens auch sehr stark vom Ausland aus geostrategischen und wirtschaftlichen Gründen forciert....und das obwohl es Warnungen von allen Seiten gab, dass dies in einen selbstzerfleischenden Bürgerkrieg münden würde.

Vermeidbar wäre diese Tragödie nur gewesen wenn das Ausland, allen voran die USA und Deutschland, an einem weiterbestehen Jugoslawiens interessiert gewesen wären.
Aber das waren sie definitv nicht.
 
Also ich erkläre die Aufgabe jetzt nochmal für alle:

Folgendes:
Ihr habt zwei Optionen:
a) Der Krieg bleibt geschehen, alle Opfer bleiben wie sie jetzt sind, dafür habt ihr alle schön euren eigenen Staat, lebt euren "Patriotismus", whatever, voll aus, wedelt mit euren Fähnchen und Symbolen etc.

b) Es gibt kein einziges Kriegsopfer. Bedingung: Ihr lebt in einem Jugoslawien. Das heißt, ihr habt nicht eure Staaten, wie ihr sie jetzt habt, keine Nationalfahne etc. Nun kommt der springende Punkt: Bei diesem Gedankenexperiment ist NICHT vorausgesetzt, dass die gedachte YU-Republik so wäre wie die alte unter Tito. Es gäbe sie einfach. Wie genau sie realisiert werden würde, ist nicht Teil des Gedankenexperiments bzw nicht explizit vorgegeben. Es geht einfach nur darum, dass die YU-Identität über die einzelnationale Identität gestellt werden würde. Mehr Bedingungen sind an dieses imaginäre YU nicht geknüpft, zumindest nicht, so wie ich Dadi verstanden habe.

So, und wer jetzt immer noch für a stimmt und lieber all die Kriegsopfer in Kauf nimmt, dem kann man eigentlich nur noch schwere Bücher ins Gesicht schmeißen.



100 Punkte duso :) Besser hätte ich es ned ausdrücken können :blowkiss:
 
sooo, ich hbe mir den ganzen thread durchgelesen....interessant wie einige hier denken.

Übrigens ein gutes Thread-Idee, wie ich finde

Wert war es das auf gaaar keinen Fall, aber war es vemeidbar ?

In Jugoslawien sind, zumindest zu Titos Zeiten, alle Nationalismen gleichermassen unterdrückt worden, und das war auch nötig zum Wohle des Gesamtstaates, wie die Ereignisse in den 90er Jehren bewiesen haben.

Fakt ist ohne die geschürrten Unabhängigkeitsbestrebungen in den Republiken hätte
es diesen Bürgerkrieg nicht gegeben. Aber diese Prämisse für den Bürger-Krieg, dieser Sprengstoff, war unterschwellig immer da.

Allerdings wurde ein Auseinanderbrechen Jugoslawiens auch sehr stark vom Ausland aus geostrategischen und wirtschaftlichen Gründen forciert....und das obwohl es Warnungen von allen Seiten gab, dass dies in einen selbstzerfleischenden Bürgerkrieg münden würde.

Vermeidbar wäre diese Tragödie nur gewesen wenn das Ausland, allen voran die USA und Deutschland, an einem weiterbestehen Jugoslawiens interessiert gewesen wären.
Aber das waren sie definitv nicht.

Es gab keinen Bürgerkrieg, sondern Bürgerkriege. Und womit begannen denn die Unabhängigkeitsbeträbungen? Wieso wollte man nichtmehr Teil dieses Staates sein?

Und typisch dem Ausland die Schuld zu geben, jeder wars nur man selbst nicht. Wir wissen alle wer die Hauptschuld trägt, nur manche verdrängen es.
 
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