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Keine bestimmte Person... Die Strukturen haben aber definitiv ihren Teil dazu beigetragen. Im mittelalterlich geprägten Osmanischen Reich war Nationalität nun mal keine relevante Kategorie, im Gegensatz zu Stand und Religionszugehörigkeit, also reichte es zur Selbstidentifikation damals aus, Muslim zu sein. Desto mehr die Muslime jedoch den modernen natioanlistischen Ansprüchen von kroatischer und serbischer Seite ausgesetzt waren, desto mehr wuchs der Druck bzw. die Verlockung an, sich ebenfalls in Abgrenzung gegenüber "den Anderen" als Nation zu definieren. Völlig logischer Prozess.
Schau an wie er doch auf einmal National denken, ja sogar nachvollziehen und verstehen kann.
Wie man es braucht, der Herr "linker".^^
"Die Serben"... Waren damals auch für den einen Griechen (weil orthodox), für den anderen Bauern usw. usf. Als moderne Nation sind sie wie alle anderen auch eine recht junge Erfindung.
jaja sehr jung, als wäre es gestern gewesen ist es auch aber nicht für alle gleich unbedeutend kurz.^^
Es geht darum, die Staatsangehörigkeit nicht immer gegenüber dieser ominösen ethnischen Zugehörigkeit stiefmütterlich zu behandeln.
Die Staatsangehörigkeit bietet die Möglichkeit der Inklusion, da alle Bewohner BiHs mit legalem Status dazugehören können. Die "Volkszugehörigkeit" schließt dagegen alle anderen aus.
Die Staatsangehörigkeit ist eine Sache zwischen dem Staat und dem individuellen Staatsbürger, der alle Rechte hat, die sein Staat ihm garantiert. Die "Volkszugehörigkeit" reduziert das Individuum auf das vorgestellte Kollektiv, dem es angeblich angehört, egal ob es will oder nicht, sie spricht dem Individuum seine Eigeninteressen ab und zwingt ihm vermeintliche gemeinsame Interessen auf, die oft genug nur die Interessen der selbsternannten Führer eines "Volkes" sind.
Es geht eben nicht darum, dass bosnische Kroaten jegliche kulturelle Eigenständigkeit aufgeben müssen und die bosnische Leitkultur von "den Muslimen" vorgegeben wird.
Das ist klar das es so ideal wär, hat aber recht wenig wenig damit zutun wovon ich die ganze Zeit spreche.
Du kannst ja einen Thread aufmachen warum die Kroaten nicht loyaler, oder ob sie loyal zum Land usw. ist wieder ein anderes Thema.
Das hängt ja wohl ganz allein von der Haltung des jeweiligen Migranten ab sowie von anderen Akteuren wie z.B. der restlichen Gesellschaft und den Behörden.
Auf jeden Fall wird die Frage "Deutscher oder nicht?" im Kopf entschieden, nicht durch die DNA.
Der Bezug zu meiner Einlassung ist sehr schwer nachvollziehbar.^^
Das, was Du von dir gibst, ist auch nichts anderes als Ideologie. Nationalismus ist nun mal nichts anderes als eine Ideologie der Moderne, die wiederum nur einen Bruchteil der Menschheitsgeschichte ausmacht.
Wer verteidigt denn hier die ganze Zeit den bosnischen nationalismus, du oder ich?
Wir reden ja immer noch vom durch die Verfassung zustehen Recht auf einen kroatischen präsidenten der den kroaten nicht ermöglicht wird alleine zu wählen.
Dein Problem ist halt nur das du diesen extrem Nationalismuss als positiv empfindest oder ihn bewusst so hinstellen willst.
Schlechtes Handeln... Darunter fällt für mich, wenn Leute im Namen ihrer Nation oder ihres Glaubens Gewalt anwenden (...sei's im Krieg, als Terrorist oder einfach nur nach einem Fußballspiel). Darunter fällt für mich die fortwährende Destabilisierung eines Staats, dessen Bevölkerung wie keine andere in Europa in den letzten 20 Jahren gelitten hat.
Du verteidigst die politische Entmündigung der Kroaten zu Gunsten eines anderen Volkes.
Du verteidigst eine zwangsethnogenese auf die kein normaler Mensch eingeht und die nur zu Unruhen und noch mehr Hass untereinender führt.
Dummheit kommt noch hinzu das du offenbar nicht mal merkst was für eine voreingenommen Scheisse du von dir gibst.
Bist du sicher das du nicht schon so weit links bist das du rechts wieder rauskommst oder hat das eher glaubenstechnische Gründe?