Nichtserben wurden zwecks Schaffung ethnisch reiner Gebiete vertrieben. In Kroatien ging das mit den "Konflikterfahrungen" schief und heute hält man sich da schön bedeckt, in Bosnien hat es ja teilw. geklappt und so vergeht kaum ein Tag in dem der Staat BiH durch Handlungen & Aussagen aus der RS untergraben wird.
"Klären im Rahmen der Verfassung" ? Das sah im März 1991 bei Karadzic wie folgt aus: "Ich hoffe, dass die Moslems zusammen mit den Serben in einem Großserbien" leben möchten". Demnach: "So, oder gar nicht". Es stand außer Frage, dass auf dem Territorium BiH´s administrative, von Serben beherrschte Einheiten entstehen sollten, die später in einen neuen Staat überführt werden sollten. In Kroatien war der Anfang mit den SAO´s gemacht, in Bosnien folgte im April 91 zunächst die illegale Proklamation "Vereinigung der Gemeinden der Krajina" (ZOBK), dann die nicht weniger legale Proklamation von SAO-Regionen in BiH im September 1991. (Näheres dazu unter: Robert Donia, "The Origin of the Republic of Srpska".
Oktober 1991 scheiterte die Londoner Friedenskonferenz am Veto von Milosevic, der insbesondere die AVNOJ-Grenzen nicht als Republiksgrenzen anerkannte. Es folgte der Verfassungsputsch im jugoslw. Staatspräsidium, mit dem BiH und Mazedonien überstimmt werden konnten. Eine Verfassungsklage der SR BiH und SR Mazedonien blieb unbearbeitet. Nun war neben Slowenien, Kroatien und BiH auch für Mazedonien klar: Weg von Serbien. Sogar Montenegro spielte damals schon mit diesem Gedanken, bis Bulatovic von Milosevic zurück gepfiffen wurde. Offensichtlich hat die serbische Friedenspolitik und den Willen sich "im Rahmen der Verfassung" zu einigen einfach niemand verstanden.......
Von einer wirklichen Konsenzpolitik der politischen (bosnischen) Serben kann also keine Rede sein. Vielmehr waren diese beflügelt von den militärischen Möglichkeiten und so konnten sie Bedingungen stellen die mit Konsenz nichts zu tun haben: Entweder man nimmt die serbischen Bedinungen an, oder es gibt Krieg in dem ein Volk verschwindet und dann ja selbst Schuld ist. So verschaffte man sich in der serbischen Öffentlichkeit einer Legitimation für die Kriege, die bis heute anhält. ("Der aufgezwungene Krieg")
Natürlich mag der ein oder andere Beitrag hier die Kriegsverbrechen nicht legitimieren. In aller Offensichtlichkeit legitimiert er aber das wesentlichste Verbrechen an sich: Die ethnische Säuberung, die mit dem üblich serbischen Verweis auf die Vergangenheit. *gähn*
Ein entlarvender Beitrag:
Vuk mjenja dlaku, ali narav nikad....
Natürlich... Srbin do kraja. :

Wenn Izetbegovic im Wahlkampf '90 verkündet ''Ako Hrvatska i Slovenija izadju iz Jugoslavije, Bosna neće ostati u krnjoj Jugoslaviji. Drugim riječima, Bosna neće i ne pristaje da ostane u velikoj Srbiji, da bude njen dio.'', dann ist das eine "Friss oder Stirb" Botschaft an die bosnischen Serben. Ähnlich der, die Tudjman den Serben in Kroatien deutlich gemacht hat. Dadurch wurden die SAO's in BiH im April proklamiert und im September 1991 realisiert weil Milan Martic in BiH verhaftet wurde und die Bosniaken damit offen im Kroatien Konflikt Partei ergriffen.
Ganz so illegal wie du die SAOs darstellen möchtest waren sie nicht. Zum einen sind die Serben in BiH ein konstituives Volk und haben ein Recht auf Selbstbestimmung und zweitens konnte der Kroatien Krieg auf BiH übergreifen und die BiH Serben unangenehm überraschen. Es gab einen ganz legitimen und triftigen Grund Verteidigungsmassnahmen zu ergreifen. Denn Konflikterfahrung hatte man zu genüge.
Im Oktober 1991 fand nicht die Londoner Friedenskonferenz statt. Die war im Sommer 1992.
Im September 1991 fand die Jugoslawien Friedenskonferenz in Den Haag statt und Milosevic legte ein Veto gegen die Auflösung Jugoslawiens ein. Das hat mit den Avnoj Grenzen nichts zu tun gehabt sondern mit den konstitutiven Rechten der Serben in BiH und Kroatien, die ein Recht hatten sich für Jugoslawien zu entscheiden.
Das das irgendwelchen Ustasa egal ist, bezweifel ich nicht, darüber bin ich mir im klaren.
Es ist sicher, das die Serben in einem inhomogenen Gebiet wie BiH, ohne klare Frontlinie, keine Chance gehabt hätten.
Man war ja gnadenlos in Unterzahl und die Versorgung aus Serbien hätte leicht gekappt werden können.
Im Gunde gab es nur die Option selbstlos auf die Gnade der Kroaten und Bosniaken zu hoffen (Friss oder Stirb) oder eben in den Krieg zu gehen.
In dem Fall bedeutete es die ethnische Säuberung Ost BiHs. Ich bin nicht in der Position irgendetwas legitimieren zu können. Ich weiß das es ein Verbrechen ist Menschen, ob schuldig oder nicht, mittels Mord, Totschlag und Vergewaltigung zu vertreiben. Aber ich persönlich würde gar nicht das Risko eingehen wollen auf die Gnade von Kroaten wie Tudjman, Metkovic oder Bosniaken wie Izetbegovic oder dir zu hoffen und schon gar nicht mit Familie.
Das wäre für mich eine Horrorvorstellung.
Weder Bosniaken noch Kroaten wollten ein Jugoslawien und schon gar nicht mit Serben.
Wie schon erwähnt Konflikterfahrung hat man zu genüge und das lässt auch kaum Platz für irgendwelche Hoffnungen.
Also was für ein Leben soll man dann in einem unabhängigen Kroatien oder BiH erwarten?
Welcher Serbe würde sich dann nicht für Krieg entscheiden?
Das hat doch nichts mit dem Willen nach einem ethnisch reinen Großserbien zu tun, das ist der Wille nach Sicherheit.