Keine Sau interessiert Masseneinwanderung.

Hast du mal mit Pegida-Unterstützern geredet, oder zumindest Interviews mit ihnen gesehen etc.? Quasi die ganze Fremdenfeindlichkeit die gerade entsteht, entsteht wegen der Angst vor Masseneinwanderung.
Typisch Linker, immer hysterisch, leicht reizbar, keine Argumente, und mit der Realität beschäftigt man sich nur, wenn es unbedingt sein muss. Habe übrigens auch einen kroatischen Freund, der spricht inzwischen fast perfektes Deutsch und hat einen Master in BWL an einer sehr guten deutschen Uni gemacht. Der sucht seit bald einem Jahr einen ordentlichen Job, hat aber noch nichts gefunden. Er zieht im September nach Kroatien.
Das ist ein Witz, oder? sehr guten Master in BWL und er findet nix? Kompletter Schwachsinn.
Ich bin heute etwas trüb im Hirn und eigentlich nur auf Provokation und Hetze aus. Aber da du mich Linker nennst und ich jetzt neoliberale Trockenpflaume hinterherschiebe, sollten wir uns mal Gedanken darüber machen, was eigentlich deine Rolle hier ist.
Nehmen wir mal an, dass unter deinen 189 Musterabschlüssen auch mindestens ein Abschluss etwas mit Wirtschaft zu tun hat. Viel davon verstehen tust du nicht.
Du hast Schäuble im Avatar, vermutlich zur Provokation, er hat von Wirtschaft absolut keine Ahnung, was praktisch ist. Politiker und die meisten Finanzmenschen handeln einfach nach den gegebenen Möglichkeiten und sind Kindermädchen für andere. Oft durch einen Mangel an Talent und Kreativität. Auch das ist nicht weiter verwunderlich, denn Kreativität und Finanzen vertragen sich scheinbar nur selten und die Kreativen wird man nie an der Spitze finden. Schäuble sitzt im Bremserhäusschen.
Jemand der etwas von Wirtschaft versteht, argumentiert nicht so konventionell und reaktionär wie du. Natürlich, "wir" Linken sind leicht reizbar und realitätsfern. Viele sind das sogar. Es geht um Wachstum, alles, und ich meine einfach alles in der Wirtschaft, dreht sich um Wachstum. Ein Zurück gibt es nicht.
Ich bin heute echt nicht gut drauf... aber ich versuche mein Bestes!
Was haben wir also?
50% Flüchtlinge vom Balkan, davon wahrscheinlich 90% aus Perspektivlosigkeit.
Ein weiterer großer Anteil kommt aus Afrika, der Rest aus Syrien oder dem Irak.
Nehmen wir zuerst den härtesten Brocken: Afrikaner werden immer nach Europa wollen und alles dafür aufs Spiel setzen. Unsere Möglichkeiten etwas dagegen zu tun sind sehr beschränkt. Es ist sogar noch schlimmer. Beschränken wir sie weiter, verdienen die Schlepper mehr, es gibt mehr Tote. Dazu kommen die Kosten, die Europa entstehen, weil sie die Nordafrikanischen Länder bestechen und finanzieren, damit sie die "Festung Europa" schützen. Tote Flüchtlinge verursachen jetzt erst einmal keinen großen Schaden. Auf Dauer gesehen wird der Unmut wachsen. Die Menschen werden sich fragen, was für ein ekelhaftes Spiel die EU da eigentlich treibt. Der Hass in den nordafrikanischen Ländern wird auch stetig wachsen, weil wir mit unserer Festung jede auch noch so geringe Chance auf Demokratie verhindern. Wir brauchen zuverlässige Partner, die hart durchgreifen und keine Wahlen, bei denen am Ende noch die Muslimbruderschaft gewinnt und die EU sich wieder erpressbar macht. Der Hass auf die USA wird dann das geringste Problem sein. Oh, und natürlich vergessen wir diese nordafrikanischen Länder auch, tun nichts für ihre Entwicklung oder Stabilität. China hingegen ist dort sehr aktiv.
Syrien: Das Land fördert immer weniger Öl, eng wird es also so oder so. Dank der jahrelangen Politik von Seiten Russlands, der EU und der USA, haben die Leute dort ohnehin wenig Perspektive. Widerstand oder Opposition ist dann auf dem Level von Al Qaida oder IS, es ist in dieser Region einfach der leichteste Weg und die Deutschen haben ihn aufgezeigt. Hinter diesem Konflikt steht weit mehr als nur die USA oder der böse Westen, Russland treibt auch seine Spielchen und auch ohne diese Fremdmächte gäbe es diesen Konflikt. Er ist seit Jahrzehnten vorbestimmt und lässt sich nicht klar der USA zuordnen. Aber leider leider neigen viele linke zu energiesparendem Denken und belassen es bei NATO = böse. Dabei ist das oft gar nicht relevant. Also werden wir auch hier mittelfristig nichts tun können.
Balkan: Die Situation im Kosovo, in BiH ist eine Katastrophe, noch immer sind Schutztruppen unterwegs und weder BiH, noch das Kosovo funktionieren als Staaten. Ich sehe auch nicht, dass es im Westen irgendjemanden groß interessiert, obwohl sie die Zügel in der Hand halten.Ich fasse es kurz: Der Balkan ist am Arsch. Die ewig gleichen drei Großmächte mischen sich ständig ein und missbrauchen uns für ihre Zwecke. Weder die Türkei, die Eu oder Russland haben ein wirkliches Interesse an uns. Höchstens ein fragwürdiges. Denn durch die Flüchtlingsströme und die Entwicklung im Umgang damit, werden in erster Linie Serbien treffen. Wahrscheinlich ähnlich wie die Ukraine. Man wird Serbien abspeisen mit ein paar Zahlungen, damit sie unsere Festung bewahren, genau so BiH und Montenegro, spätestens wenn Kroatien dem Schengenraum beitritt. Ein EU Beitritt für die Serben rückt in weite ferne, was sowieso schwierig ist, weil Serbien stark unter russischem Einfluss steht. Die große Chance für Serbien als Mittler oder neutraler Staat wird auch nicht genutzt werden können - zu viele Konflikte. Eigentlich Schade, weil Serbien das Potenzial hätte eine Kompetenz in diese Richtung aufzubauen - EU/Türkei/Russland. BiH hätte ähnliche Chancen, aber da fällt es mir leider schon schwer das Wort Hoffnung auch nur in den Mund zu nehmen. Als Titoisten getarnte Stalinisten, wie Triglav, würden jetzt vom Balkan im Würgegriff der Mächte sprechen. Im Endeffekt sieht es doch so aus. Der Balkan wird auf Eis gelegt und Teil der Operation Festung, gleichzeitig wird sich die Lage für die Bevölkerung kaum verbessern, sodass sie auch zu Flüchtlingen werden. Aber da hat man ja schon die ideale Lösung, man wird das einfach unterbinden, weil man es kann. Vielleicht kommt auch irgendwann in Europa die Einsicht und man pickt sich die besten Fachkräfte hinaus, was natürlich der Region wieder nur schaden wird. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Rückentwicklung inkl. Stärkung autoritärerer Systeme, was wiederum zu inneren Konflikten führt, die der Westen nicht kontrollieren kann, wie in den 90ern.
Du siehst, erst einmal ne Menge Politik und da haben wir noch gar nicht darüber gesprochen, wie man mit den Migranten, die so oder so in die EU kommen werden, umgehen soll.
Im Moment herrscht Chaos und Ratlosigkeit. Die Kosten steigen unkontrolliert in die Höhe, Staaten wie Ungarn und Griechenland drehen einfach durch und bauen Zäune oder sonst irgendetwas. Die EU handelt ja einfach nicht. Drehen die Flüchtlinge am Rad, sind es natürlich wilde. Aber wehe Erna steht an der Kasse und muss 5 Minuten warten, na, da kriegen die aber etwas zu hören..
Jetzt sollte so langsam einer deiner Wirtschaftsmaster anfangen nützlich zu sein. Welche Faktoren sind fix und welche beeinflussbar, wie gewinne ich den größtmöglichen Nutzen aus der Sache und minimiere mein Risiko. Als Kapitalist ist auch das Nazipack im Osten nur ein Faktor im großen Spiel. Du neoliberale Null kannst also aufhören hier von Pegida und anderen Irren zu faseln. Fakt ist das viele europäische Länder ein großes Problem mit dem demographischen Wandel haben, übrigens auch Kroatien und Serbien. Sicher auch die dämlichen Slowenen, aber über die möchte ich nicht sprechen. In der Türkei lernen Flüchtlinge komischerweise sehr schnell die Sprache und arrangieren sich irgendwie. Dafür sind die Chancen für den gesellschaftlichen Aufstieg sehr gering. Es gibt auch eine andere Art von Zusammenhalt, gerade unter armen Menschen.
Die EU lebt vom Export, zumindest ist der Anteil sehr hoch. Ein gebildeter Migrant mit gutem Verhältnis zu Europa machen also immer Sinn, selbst wenn wir ihn abschieben. Soweit ich weiß sind auch in der Schweiz die Einwanderer (nicht die Deutschen) besser integriert als in Deutschland. Deutschland ist das zweitbeliebteste Einwanderungsland der Welt, nach den USA. Selbst definieren die Deutschen sich aber ganz anders. Bleibt die Frage, wer Ernas Rente zahlen soll. Wir sollten uns in der EU also keine Sorgen über die USA und die Marionettenmärchen der Sputnikpresse Gedanken machen, sondern nüchtern durchrechnen, wie viele Flüchtliinge, Migranten, was auch immer, wir brauchen könnten. Think big! Wir könnten auch darüber nachdenken, ob wir das Festungsgeld nicht auch anders und sinnvoller investieren können. Aktuell kaufen wir ja Kühlschränke für die Arktis. Es gibt genügend Möglichkeiten gerade mit den Wirtschaftsflüchtlingen vernünftig umzugehen und aus ihnen Vorteile zu erarbeiten. Schon heute sind ca18. Millionen nicht-Deutsche im Land. Das ist nun einmal so. Jedes System, egal ob Unternehmen oder ein Staat wird sich selbst zerstören, wenn er sich verschließt und somit Wachstumsmöglichkeiten ausschlägt. Auch ein entgangenes Geschäft, ist ein Verlust.
Wie bist du eigentlich auf die Pegida-Arschlöcher zugegangen? Hej, ich bin Albaner, ihr habt völlig recht, wir Ausländern sind scheiße
Jetzt kann ich echt nicht mehr, obwohl da noch viel Stoff wäre. Vielleicht morgen oder so