Lieber Daro, wie versprochen.
Erst einmal muss man sich anschauen welche Qualifikation Hasanbegovic für das Ministeramt hat. Nämlich gar keine. Alle seine Vorgänger kommen aus der Kultur, Literaturkritiker, Musiker, Dirigenten, Leute, die was von Museen verstehen etc. Darunter die meisten aus der HDZ.
Hasanbegovic ist Historiker, ein nicht wirklich seriöser noch dazu. Seine Aufgabe ist es das kroatische Kulturerbe zu schützen und ein kulturelles Programm zu unterstützen, Theater, Oper, Literatur, Musik, Weltkulturerbe und so weiter.
Bisher fehlt eine Handschrift in Bezug auf den Kern der Kultur. Er ist bekannt geworden durch seine NDH-Relativierungen und sein Engagement um Bleiburg, was nicht wirklich in sein Ressort fällt, genauso wenig wie das leidige Thema um Jasenovac und diese Dokumentation. Sein größter Erfolg war, dass der Jasenovacgedenktag von der jüdischen Gemeinde boykottiert wird. Und das obwohl gerade diese jüdische GEmeinde ein wichtiger Pfeiler des kulturellen Lebens geworden ist, vor allem in Zagreb. Du musst dir nur die Vita von Branko Lustig ansehen, erster kroatischer Oscarpreisträger. Ihm haben wir auch das jüdische Filmfestival/ Festival of tolerance zu verdanken. Finanziert wird das übrigens von der Stadt zagreb und dem Kulturforum Österreich.
Ich will mal versuchen darzustellen, was er bisher getan hat und mich nicht zu sehr auf seine fragwürdige Vergangenheit stürzen.
Gleich am ersten Tag löste er den Ausschuss für unabhängige Medien auf. Damit brachte er sofort Journalisten und Künstler gegen sich auf. Solche Medien sind wichtig für jedes Land, denn sie sind unabhängig und können sich mehr rausnehmen als kommerzielle Medien. Aber scheinbar nur, solange es von der Politik geduldet wird. Das Problem hier ist, dass nicht mehr Unabhängige über die Förderung entscheiden, sondern Hasanbegovic selbst.
Dann forderte er, dass mehr patriotische Filme gezeigt werden. Es wurde ein HDZ Mann an die Spitze HRT gesetzt, danach wurden 20 Redakteure entlassen und eine beliebte Satiresendung einfach abgesetzt, die wirklich sehr gut war.
Vor kurzem hat Hasanbegovic eine Abkommen mit Ungarn geschlossen zu kulturellen Zusammenarbeit. Da sehe ich zwei Probleme. Erst einmal war die kroatische Nationalbewegung immer gegen Ungarn und wollte die Distanz und zum anderen ist Ungarn kein Land, das kulturell zu uns passt, schon durch die aktuelle Situation dort. Kroatien wollte in der Geschichte immer ein offenes Land sein, nicht unbedingt offen für Ungarn, sondern in Richtung Frankreich zb. Das siehst du auch an unseren großen Schriftstellern, Miroslav Krleza, Tin Ujevic und Antun Matos.
von Matos
Cijeli napor madžarske duge i podmukle navale proti nama ima isto obilježje trganja hrvatskog narodnog korijena iz hrvatske zemlje
Vi dobro znate, da je ponajveća naša strast Evropa, Zapad, Evropa umjetnosti, znanja i slobode, pa ako danas slušamo s poštovanjem svaki novi zvuk te velike kulturne simfonije, ne radimo li isto, što su činili najbolji naši literarni prethodnici?
Hrvatske svijesti neće slomiti ni mnogo veća sila od antidemokratskog, neplodnog, nasilnog, kulturno nerazvijenog i korumpiranog mađarstva.
Er besucht Split, nur um zu erklären, dass Split kroatischer werden soll, besucht keine Künstler aber das HOS Denkmal, nicht das der Pauci. Das ist unser Kulturminister!
Und natürlich die Relativierung von Jasenovac mit diesem neuen Film und die Betonung von Bleiburg.
Das Problem ist, dass er die kroatische Geschicht hauptsächlich ab 1941 sieht, nicht was davor war. Er ist gegen jede Vielfalt und möchte eine Rechts-kroatische Gesellschaft. Deswegen hat er sich bisher auch nur durch die Relativierung der Ustasa hervorgetan und natürlich im Mundtotmachen der Intellektuellen, die ihm nicht passen, was bei uns recht viele sind.
Das Land steht vor großen Problemen. Wenn Kroatien sich abschottet, kann das nicht gut gehen. Wir sind abhängig von anderen, kulturell und wirtschaftlich. Und die Ustase sind kein gutes Vorbild. Wenn man sich anschaut, wie die Vordenker der kroatischen Unabhängigkeit Patriotismus beschrieben und wo wir heute sind, dann kann man nur lachen. Wir waren in der Vergangenheit besser als heute, alles vor 41 war, zumindest in der Gedankenwelt, besser als jetzt.
Es ist nicht demokratisch, wenn man ein ganzes Land nach Rechts rücken will. Das Gleiche gilt auch für Links. Wir brauchen beides, aber auf die Zukunft ausgerichtet, nicht auf die Vergangenheit. Im Prinzip ist Hasanbegovic dabei die serbische Propaganda der letzten 100 Jahre zur Realität werden zu lassen. So war zb. die Kirche selten so mächtig, wie heute.