Ivana Hoffmann (*
1. September 1995 in
Emmerich am Rhein,
Deutschland; †
7. März 2015 in
Tell Tamer,
Syrien)[SUP]
[1][/SUP] war eine deutsche
Kommunistin aus
Duisburg. Als Mitglied der
Marxistisch-Leninistischen Kommunistischen Partei Nordkurdistan-Türkei (MLKP) an der Seite von Angehörigen der
kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) und
Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) wurde sie am 7. März 2015 unter dem
Kampfnamen Avaşin Tekoşin Güneş in einem Gefecht gegen bewaffnete Kräfte des
Islamischen Staates (IS) im syrischen
Tell Tamer getötet. Sie gilt als erste Deutsche und erste ausländische Frau, die im bewaffneten Kampf gegen den IS ums Leben kam.[SUP]
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[3][/SUP] Sie war die dritte Person, die 2015 als Freiwillige aus dem Westen im Kampf gegen den IS starb.[SUP]
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Hoffmann war Tochter einer Deutschen und eines
Togolesen[SUP]
[5][/SUP] und hatte bis 2014 die zwölfte Klasse der Aletta-Haniel-Gesamtschule im Duisburger Stadtteil
Ruhrort besucht,[SUP]
[6][/SUP] die sie ohne Fachabitur zugunsten ihrer Beteiligung am Kampf gegen den IS verlassen habe.[SUP]
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[7][/SUP] In Duisburg sei die Frau in der Gruppe
Young Struggle aktiv gewesen, der eine Nähe zur MLKP nachgesagt wird.[SUP]
[1][/SUP] Dort habe sie sich seit ihrem 13. Lebensjahr besonders gegen
Rassismus und
Sexismus engagiert.[SUP]
[8][/SUP] Sie soll von der MLKP 2011 erfahren haben und 2014 in die Region Rojava gereist sein, um dort gegen den Islamischen Staat zu kämpfen.[SUP]
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[h=2]Tod und Nachleben[/h]Nach Aussage der MLKP, der sie sich dort angeschlossen haben soll, habe sie sich bereits ein halbes Jahr im „Kanton Cizîrê“ aufgehalten und dort Aufgaben in verschiedenen Stellungen übernommen.[SUP]
[9][/SUP] Nach Medienberichten soll sie sich möglicherweise auch am
Kampf um Kobanê beteiligt haben.[SUP]
[10][/SUP] Zum Zeitpunkt ihres Todes hielt sie sich in Tell Tamer auf, wo es seit Wochen immer wieder zu heftigen Gefechten zwischen Kurden und dem IS gekommen sein soll. Der IS soll dort mehrere christliche Dörfer überfallen haben. Hoffmann sei am 7. März 2015 um 3 Uhr Ortszeit bei der erfolgreichen Verteidigung Tell Tamers gestorben.[SUP]
[11][/SUP] Sie erlitt zwei Schusswunden, von denen die zweite tödlich war.[SUP]
[12][/SUP] Am 12. März 2015 wurde der Leichnam Hoffmanns Presseberichten zufolge an der syrisch-türkischen Grenze an ihre Familie übergeben.[SUP]
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Die Staatsanwaltschaft Duisburg beschlagnahmte den Leichnam zeitweilig, um ihn obduzieren zu lassen.[SUP]
[14][/SUP] Die Bundesanwaltschaft prüft, ob sie gegen die Marxistisch-Leninistische Kommunistische Partei (MLKP) strafrechtlich vorgehen muss. Es wird ermittelt, ob Anhänger der Organisation wegen Mitgliedschaft oder Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung angeklagt werden müssen.[SUP]
[12][/SUP] Das
Solidaritätskomitee Ivana Hoffmann bewertet diesen Vorgang als „Skandal“.[SUP]
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Am 14. März 2015 wurde in Duisburg eine Kundgebung mit anschließendem Trauermarsch im Gedenken an Hoffmann mit Teilnehmern aus dem marxistisch-leninistischen Spektrum durchgeführt. Verschiedene Quellen sprechen von über 500,[SUP]
[16][/SUP] 1700,[SUP]
[17][/SUP] 2000[SUP]
[18][/SUP], 2000 bis 2500[SUP]
[19][/SUP] und 6000[SUP]
[15][/SUP] Teilnehmern. Außerdem war die Familie Hoffmanns zugegen. Der Marsch begleitete den Sarg Hoffmanns vom Amtsgericht im Stadtteil
Hamborn zum Friedhof Bügelstraße in
Meiderich, wo die Frau beigesetzt wurde.[SUP]
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[18][/SUP] Auf der Veranstaltung sprachen neben Repräsentanten kommunistischer Organisationen aus Deutschland,
Spanien und der
Türkei auch hochrangige Vertreter der kurdischen Freiheitsbewegung wie die Vorsitzende der
HDP Figen Yüksekdağ und
Salih Muslim, der Vorsitzende der
PYD.[SUP]
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