Jan Böhmermanns letzte royale Abrechnung mit Sebastian Kurz, der "Mensch gewordenen Mozartkugel"
"ZDF Magazin Royale" über die Geschäfte und Geschäftspartner des Exkanzlers mit Cybersicherheit staatlicher Daten. Vage Antwort auf 44 Fragen Böhmermanns an "Dream"
Ein allerletztes Mal widmet sich Jan Böhmermann Freitagabend im ZDF Magazin Royale einem seiner Lieblingsthemen: Österreichs Exkanzler Sebastian Kurz, seinen vielmillionenschweren Geschäften mit der Cybersicherheit von Staaten und seinen Geschäftspartnern, die einst die Spionagesoftware Pegasus entwickelt haben. Vom legendären Auftritt im Altersheim "Hab'ts scho' Mittag g'ess'n" über den Rücktritt wegen Ermittlungen in der Inseraten- und Umfrageaffäre bis zum unternehmerischen "Dream" des "buttrigen Babyface" mit staatlichen Daten zeichnet der ZDF-Satiriker da rasant nach.
"Süßeste Versuchung, seit es Koalitionen mit Rechtsextremisten gibt"
Böhmermann stellt Kurz etwa vor als "Mensch gewordene Mozartkugel" und "süßeste Versuchung, seit es Koalitionen mit Rechtsextremisten gibt". "Dieser Mann hat dem politischen Enkeltrick ein Gesicht gegeben. Und was für ein schönes Gesicht." Und den Menschen hinter dem Gesicht porträtiert der ZDF-Satiriker noch einmal gewohnt zugespitzt.
Wer einigermaßen aufmerksam Medien verfolgt, die nicht selbst in die Inseraten- und Umfrageaffäre involviert sind, wird keine wesentlichen Neuigkeiten erfahren – Böhmermann zitiert etwa den STANDARD-Bericht über Ermittlungen gegen Kurz' Geschäftspartner bei Dream Security in Spanien aus 2025. Auch die Vorgeschichte seines Geschäftspartners als Mastermind jener Firma, die die Spionagesoftware und "Monsterwaffe" Pegasus entwickelt und Regimes und Behörden in aller Welt verkauft hat, ist Interessierten geläufig. Komprimiert auf 20 Minuten ZDF Magazin Royale lässt das Schaustück wenig Zeit und Lust, über Bömermanns Spitzen zu lachen. Ein "groß gewordener kleiner Peter Thiel", kommentiert er etwa den Ausschnitt aus einem Videointerview mit Kurz.
"In Übereinstimmung mit den gesetzlichen Verpflichtungen"
Zur Inseratenaffäre "lässt Sebastian Kurz jedenfalls ausrichten, dass keinerlei Involvierung in irgendeiner Form in dieser strafrechtlichen Causa gegeben ist", zitiert Böhmermann. Zum Umgang der Dream Security mit Daten von Staaten und deren Verarbeitung in einem globalen KI-Modell schickte das ZDF Magazin Royale 44 Fragen wie. "Welche Daten sendet ihr wohin? Was trainiert ihr damit? Was ist ein globales Modell? Wer hat Zugriff auf die Daten? schickte Kurz' Firma nur ein sehr allgemeines Statement, in dem es etwa heißt: "Wir schützen die Vertraulichkeit unserer Kunden, Mitarbeitenden und Bereitstellungen und handeln in Übereinstimmung mit den geltenden gesetzlichen Verpflichtungen."
"ZDF Magazin Royale" über die Geschäfte und Geschäftspartner des Exkanzlers mit Cybersicherheit staatlicher Daten. Vage Antwort auf 44 Fragen Böhmermanns an "Dream"
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So betrachtet, würde dieser Beitrag besser in Militär und Kriminalität passen. Es gilt die Unschuldsvermutung