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Nachrichten aus der Türkei

Entweder man verbietet es jeder Partei oder keiner. Während hier Cemil Bayik per Livestream aus Kandil den totalen Krieg gegen den türkischen Staat propagieren darf, soll man den türkische Präsidenten verbieten hier eine Kundgebung zu halten? Was aber Wahlkampf für die Türkei auf deutschem Boden nicht weniger peinlich macht.


Stimmt das?
 
Hürriyet ist die auflagenstärkste Tageszeitung der Türkei (328 000 Exemplare), sie gehörte bislang zu den ganz wenigen Blättern, die sich weder völlig von der Regierung vereinnahmen ließen noch klar auf Oppositionskurs gingen. Die Doğan-Mediengruppe, zu der Hürriyet gehört, erklärte nach dem Wirbel um den Pamuk-Text, sie sei bemüht, "nicht Teil der Ja- oder der Nein-Kampagne zu sein" und den Türken eine "gesunde Entscheidung" zu überlassen. Deshalb würden auch alle Sichtweisen mit den jeweiligen Begründungen veröffentlicht.
Genau das aber hat Hürriyet nun nicht getan. Am Samstag wurde bereits ein Moderator des Doğan-Senders Kanal D gekündigt, weil er die Verfassungsänderung per Tweet kritisiert hatte. Doğan sah dies als Verstoß gegen die Neutralitätspflicht seiner Mitarbeiter.

"Hürriyet" hält Interview mit Orhan Pamuk zurück - Medien - Süddeutsche.de

Fatih Çekirge, der für Hürriyet, also für die Doğan-Gruppe arbeitet und für ein Ja appelliert hat, wird hier nicht erwaehnt. Er darf weiter arbeiten, eine gesunde Entscheidung für Zeitung Hürriyet. :)




 
Ich mag zwar Orhan Pamuk aus politischer Sicht nicht so viel, und seine Stilisierung als Held von einigen Medien gefällt mir nicht, aber die Begründung für die nicht-Veröffentlichung ist echt merkwürdig.

Ich lese Hürriyet (ihre englischsprachige Version) regelmäßig, und man kann da viele kritische Stimmen gegen Erdogan finden. Deswegen kann ich das auch jetzt schwer verstehen.
 
Orhan Pamuk ist ein arroganter Angeber. Er muss am Boden zerstört gewesen sein, als er erfahren hat, dass die Doğan-Gruppe das Interview mit ihm nicht veröffentlicht hat.
 
Die einzige Doppelmoral ist es in Deutschland auf die Meinungsfreiheit zu pochen und dieselbe im eigenen Land nicht mehr zuzulassen.

Seis drum, die Versammlungsfreiheit ist in Deutschland festgeschrieben und das ist auch gut so. Vielleicht nimmt Yilderim diese Erkenntnis ja mit nach Hause?
Ich würde mich persönlich an seiner Stelle höchst unwohl fühlen die Demokratie eines Landes für die Zwecke der Entdemokratisierung in der Türkei inklusive in Aussicht gestellter Todesstrafe auszunutzen, während die Zahl türkischer Asylanträge in Deutschland steigt und steigt. Das ist beschämend, aber nicht für Deutschland.

Meinungsfreiheit heißt nicht gleich die Freiheit zu besitzen alles und jeden zu beleidigen oder Terroristen zu verharmlosen/supporten. Genau das haben diese Menschen getan, hätten sie sich benommen.
Die meisten dieser Asylanträge sind von Kurden, weniger Kurden in Türkei ist das beste aus zwei Welten.

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Gar nichts hat er. Außer dem immer wiederkehrenden "wenn die dürfen, dürfen wir aber auch - mimimi" Kindergartengeplapper.

Du bist doch die erste die diese vergleiche zieht hahah. Entscheidend ist das hier in zweierlei Maß gemessen wird.
 
Gut dass Erdi ne Mauer bauen lässt.....am besten ringsrum....aber damit sein Volk nicht flüchtet......das hatten wir doch schon irgendwo mal.....
 
Wenn es ein Kastsystem in der Türkei geben würde, haette Orhan Pamuk bevorzugt den Augenkontakt mit der einfachen Bevölkerung zu meiden.
 
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