Dinarski-Vuk
Vuk sa Dinare
Mal im ernst Jugoslawien war eine nette Idee aber der Nationalstolz unter den Völkern sowie die wirtschaftlichen Unterschiede im Land waren viel zu große Baustellen was dieser Staat nicht verkraften konnte. Ein Jugoslawien kann man ein drittes und auch ein viertes mal gründen und es wird immer wieder scheitern egal mit welcher Staatsform.
Das stimmt, aber es kommt auch immer auf den jeweiligen Blickwinkel an und unter welchen Umständen es entstanden ist. Zu diesem Zeitpunkt war beispielsweise die Wahl der Slowenen ziemlich begrenzt: entweder Jugoslawien oder sie werden auf keine Karte mehr existieren. Bei den Kroaten glaubte man lange, dass sie sich in dem serbisch-slowenischen «Sandwich» etwas lockern und klein beigeben würden.
Der internationale Faktor sollte auch nicht unterschätzt werden. Die Gewinner des Ersten Weltkrieges, allen voran Frankreich, hatten vor allem verzweifelte Ängste vor zwei möglichen Szenarien: der Wiederherstellung der habsburgischen Monarchie und der kommunistischen Revolution. Ein unabhängiges Kroatien wäre für beide Szenarien leichte Beute und auf der anderen Seite wartete bereits Italien, wo der Faschismus langsam Form annimmt und Mussolini an Macht und Einfluss gewinnt.
Einige kroatische und slowenische Städte wurden buchstäblich vor dem Eintreffen der italienischen und österreichischen Armeen von der serbischen Armee besetzt. Dies erklärt auch die Eile der kroatischen politischen Vertreter Ende 1918, sich mit Serbien zu vereinigen, die unter diesen Umständen auch den Zentralismus akzeptieren würden.
Die Kleine Entente dass nach dem Erten Weltkrieg entstanden ist, war ein Militärbündnis zwischen der Tschechoslowakei, Jugoslawien und Rumänien und wurde vor allem von den Franzosen finanziert, die einen doppelten sanitären Kordon einrichteten um sämtliche Revisionsforderungen abzuwehren, die vor allem aus Bulgarien und Italien kamen.
Der andere Faktor der oft ignoriert wird, Serbien ist um das Jahr 1912 längst nicht mehr so homogen und serbisch, schon zu dieser Zeit stellen die Nicht-Serben (darunter vor allem Albaner) ein Drittel der Bevölkerung dar oder von dem Teil der Bevölkerung die sich noch nicht im Klaren sind, welcher Ethnie sie wirklich zugehören, die in der bulgarisch-mazedonischen Problematik zuzuordnen ist. Rein aus militärischen und Sicherheitsrisiken, war die Situation im Kosovo und Mazedonien deutlich risikohafter und gefährlicher als in Kroatien, dass erst in den 30er Jahren nach Radics Ermordung unruhiger wird.
In den 20er Jahren führt das jugoslawische Militär regelrechte Kriege mit der albanischen paramilitärischen Kackack-Bewegung und bulgarischen Komiten, wo auch der grösste Teil der militärischen Verbände konzentriert war und nicht etwa im Norden des Landes.