Serbien destabilisiert den Balkan
Zwei Konfliktherde gibt es noch auf dem Balkan: das Kosovo und Bosnien. Die Rolle, die Serbien dabei spielt, erweist sich zunehmend als Belastung: Es unterstützt die Abspaltungstendenzen der bosnischen Serben und stemmt sich mit aller Kraft gegen die Autonomiebestrebungen des Kosovo. Jetzt sind EU und USA gefragt.
Serbien wird seinen Fehler bald erkennen.
Doch ist die Beschwichtigungspolitik gescheitert. Die USA und die EU müssen die große Macht nutzen, die sie immer noch haben, um sicherzustellen, dass ihre Vision sich durchsetzt und dauerhaften Frieden in eine Region bringt, die Großmächte wiederholt in Konflikte hineingezogen hat.
Dazu muss vor allem Serbien eine scharfe Warnung erhalten, dass es Bosnien und das Kosovo nicht mehr an einer Annäherung an Europa hindern kann. Wenn Serbien derzeit den radikalen Nationalismus und die gemeinsame Linie mit Russland der Mitgliedschaft in der EU und der NATO vorzieht, dann sei es so. Es stehen keine lebenswichtigen US-Interessen auf dem Spiel, und Serbien wird seinen Fehler bald erkennen. Die EU sollte erleichtert sein, einem solchen Serbien den Beitritt nicht zu gestatten.
Zufriedenstellendes Ergebnis an beiden Orten in Reichweite
Der Ahtisaari-Plan bietet umfassenden Schutz für Serben und, um die Umsetzung des Plans zu gewährleisten, eine internationale Truppe im Kosovo – die die USA und die EU auch ohne eine neue Resolution des Sicherheitsrates entsenden müssen.
Ironischerweise untergräbt Serbiens Widerstand gegen den Ahtisaari-Plan den Schutz der Serben im Kosovo und erhöht das Risiko, dass sie schlecht behandelt werden.
http://debatte.welt.de/kommentare/53...ter+austreiben
ich denke europa hat auf dem balkan genug lange während den 90er jahre weggeschaut.
nun ist man wohl bereit verantwortung mitzutragen und eine gemeinsame politik zu betreiben.
und dies mal wird man sich von den spielchen seitens serbiens politiker nicht so schnell an der nase führen - lassen.....
Bemerkenswert ist der Verfasser dieses Artikels:
Daniel Serwer,
Vizepräsident für die Friedens- und Stabilitätseinsätze am US Institute of Peace
Noch bemerkenswerter sind die Kommentare zu diesem Artikel. Bemerkenswert sind auch die Widersprüche die von den meisten Kommentaren erkannt wurden, ausser vom Ersteller dieses Themas im Balkanforum und Leuten die sich zu dieser Thematik verlaufen haben!
[h2]22 Kommentare[/h2]
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Fantaboxer
02.01.2008 - 16.14 Uhr
ich finds irgendwie schon lustig ..wie die großmächter dieser welt sich politisch mühe geben ..für ein paar albanischebauern die im kosovo leben.. was interessiert mich was 1,5mio menschen (gradmal soviel bevölkerung wie in münchen lebt) im kosovo macht.. die paar leute da also echt.
die politiker solten ihre augen auf anderen erdteile richten ..zb iraq/iran/afrika da gibts viel mehr probleme/bedrohung als im kosovo ..die paar menschen die im kosovo leben 1,5mio sind meiner meinung nicht werd ..in der internationalenpolitik erwähnt zu werden.
Carl Clever
02.01.2008 - 16.45 Uhr
Die westliche Deinformationsstrategie ist wieder am arbeiten. Immer wenn der Westen seine Interessen durchzusetzen gedachte, wurden gezielt einseitige oder gar falsche Informationen an die Öffentlichkeit gebracht.
Das hier ist wieder ein trauriges Beispiel dafür!
Mein Appell: Glauben Sie nicht alles, was Sie lesen sondern informieren Sie sich bei mehreren, SERIÖSEN Quellen und Autoren.
Mit freundlichen Grüßen
Carl Clever
Vuk
02.01.2008 - 18.28 Uhr
Wieder eine wunderbare Antiserbische Stimmungsmache !
Nach der Ära Milosevic wurde ein pro westliche Regierung gewählt und nun wenn die Serben sich einer Euramerikanischen Diktaktur ,wie sie es in den anderen Balkanstaaten einfach praktizieren können, wiedersetzten sind sie wieder die Nationalisten
Die Serben in Bosnien haben ein gutes recht die Unabhängigkeit zu erklären, auch wenn es den "Verfassungs" wiedrig wäre. Die Kroaten haben es ja vorgemacht. Wenn es eine Unabhängigkeitserklärung der Repubika Srpska gäbe würde sie auf einem Referendum basieren was soviel heißt wie "das Volk hat entschieden " nix diktatur oder was sich der westen auch immer ausdenkt.
Ein grundlegendes Problem der westlichen Staaten mit Serbien und allen Serben auf dem Balkan ist, dass die Serben die kleinen Russen auf dem Balkan sind und keine angst davor haben 19 natostaaten die Zähne zu zeigen.
kosovari
02.01.2008 - 19.30 Uhr
Guten Tag
Ich kann wirklich immer noch nicht verstechen wie krank die Serben sind, jetzt auf einmal ist die ganze Welt schuld(außer Rußland), und versuchen die Tatsachen immer nur serbisch zu sehen und zu vergessen das das KOSOVA zu 90 Prozent eine jugoslawische Bundesland war mit eigne STIMME und wohl gemerkt mit eigne GRENZE und Bundesrepublik gibt’s ja nicht mehr.Aber die Serben wollen jetzt Republika Serbska mit Kosova vergleichen.Bitte nicht so dumm ,die ganze welt ist nicht so dum wie Serben.
Und zum Glück hat jetzt auch ganze Welt(außer Rußland) verstanden wie wirklich die Serben sind.
mfg kosovari
Nenad
02.01.2008 - 19.35 Uhr
Oh – mein – Gott. Der Autor, Vizepräsident des US Institute of Peace („The United States Institute of Peace is an independent, nonpartisan, national institution established and funded by Congress.“
www.USIP.org) klagt am Anfang des Textes Serbien an, weil es die Unabhängigkeit des serbischen Teils Bosniens befürwortet und gleichzeitig nicht die Unabhängigkeit Kosovos. Am Ende des Textes fordert er eine Unabhängigkeit des Kosovos und gleichzeitig keine Unabhängigkeit des serbischen Teils Bosniens. Das sei dann die „Lösung“.
Ich versteh‘ ja, dass es problematisch ist Menschen, die anderer Meinung sind als dumm, uninformiert, parteiisch oder einfach nur als peinlich zu bezeichnen, aber – aber …
Weiß jemand, ob so etwas wie „Grundlagen der Logik“ im US-Matheunterricht bahandelt wird? Oder denkt der Mann, von so etwas hätte das alte Europa und somit auch der „WELT-Leser“ noch nichts gehört?
Aber solche Bildungslücken gleichen andere gerne mit Fleiß und Sorgfalt aus. Z.B. mit ehrgeiziger Recherche. Und diese Vize-Friedenstaube? (1) Nein Herr Serwer, „Bosnien-Herzegowina“ heißt nicht der muslimisch-kroatische Teil. So heißt das gesamte Land. (2) Herr Serwer es stimmt auch nicht, dass Serbien über die Regierung der Republika Srpska eine Unabhängigkeit der serbischen Teile Bosniens antreibt. Das genaue Gegenteil ist der Fall: beide serbischen Regierungen setzen sich doch gerade für den Erhalt des Deyton-Abkommens und damit auch Bosniens in seinen heutigen Grenzen ein. (ein paar populistische Sonntagsaussagen mal beiseite gelassen) (3) Serbien hat doch gar keinen Sitz im Sicherheitsrat, wie soll es da irgendwas blockieren. Oder meinen Sie etwa indirekt, über Russland. Serbien setzt also Russland unter Druck? Nein Herr Serwer, vielleicht kann Russland der US-Argumentation nicht folgen. Womöglich haben die Russen einfach auch Logikkenntnisse, die sich von der „US-Logik“ unterscheiden. (4) Es besteht die Gefahr, dass über 100.000 Serben einfach aus dem Kosovo vertrieben werden? Ich hoffe und denke nicht und ich glaube die KFOR würde in der Hinsicht eher mir Recht geben. Und wieder Logik. Wenn diese Gefahr tatsächlich besteht, dann müssten die Serben im Kosovo doch auf Ihrer Seite sein. Sind die aber nicht. Die Kosovo-Serben schätzen ihre Sicherheitslage gerade im Falle einer Unabhängigkeit des Kosovo als schwieriger ein. Denn dann würden Anreize eines friedlichen Miteinanders (Angst der Albaner vor politischen Sanktionen) wegfallen. (5) Als Milosevic gestürzt wurde, wurde Serbien „gewaltlos nationalistisch“? Zoran Djindjic war z.B. „gewaltlos nationalistisch“? So in etwa wie die (offizielle) NPD in Deutschland? Nee Herr Serwer, echt nicht. Djindjic, Kostunica, Canak, Draskovic, Svilanovic, Batic, Covic sind (waren) nicht wie in Deutschland die NPD. Das sind Sozialdemokraten, christlich orientierte Demokraten, Liberale, Vertreter von Minderheiten und Gewerkschaften usw., aber keine serbische NPD-ler. (6-8) Serbien mischt sich nicht in innere Angelegenheiten Bosniens ein. Und wenn, das tut die USA doch auch. (9) Es war gerade Nicht der „Hohe Repräsentant“, der kürzlich das Abkommen aushandelte, sonder gerade die sechs großen Parteien (also die Bosnier, auch Serben) selbst. Das hat der „Hohe Repräsentant“ doch gerade begrüßt. (10) Und wenn die „US-Logik-Lösung“ nicht zustande kommt, endet alles in einer Tragödie? Bei solchen Aussagen besteht die Gefahr, sich selbst als den Erlöser anderer darzustellen und zu wenig differenziert nachzudenken. Die USA ist gut und wer nicht für die USA ist ist gegen sie – und böse. So hat die USA schon vor dem Irak-Krieg argumentiert. Die US-Lösung ist im Irak eingetreten. Es ist eine Tragödie.
Serb
02.01.2008 - 21.41 Uhr
Also Jungs, die Serben haben die Albaner in die Flucht geshclagen, sie vertrieben und deswegen hatte die Nato Serbien angegriffen??
was für ein schwachsinn, kennt jemand von euch die OSZE?? falls nicht informiere dich darüber..
diese organisation hatte nämlich eine Studie gezeigt: Vor der Bombardierung Serbiens durch die Nato-Staaten gab es 32 Tote auf dem ganzem Kosovo!! Doch Nato hatte als Grund der Bombardierung auf Serbien MAssaker der Serben an albanische und nicht-serbische Volksgruppen auf dem Kosovo genannt!! also jungs, heute sterben alleine in der schweiz täglich so viele Menschen, dass heisst nicht dass die Schweizer deswegen ein Massaker an andere nicht schweizerische-Volksgruppen machen...
tja ansonst schaut euch mal den film: es begann mit einer lüge an, der film wurde nicht von den Serben oder RUssen gemacht, sondern von den Deutschen...
hier der link dazu:
http://video.google.com/videoplay?docid=9022337190221762301
freue mich auf komentare über den film, vorallem auf der Seite der albaner..
Vladimir.P
02.01.2008 - 22.15 Uhr
Was für ein Idiot,,der Bayern will auch weg aus Deutschland,was war mit Stäuber aus Politische szene weggezogen. Wo ist der Schröder zimmlich weit aus diese Fashistische führende Land. Was betrift Serbien die haben gutes recht nemmen wir an wie lang bestehen die Serbe auf diesem Balkan,,schauen Sie doch bloss die Moslems von jedem Moslem lautet Name auf Slawenische abstamung,,was für eine Religion ist die Moslems in Bosnien die können kein Arabisch kein Türkisch worüber redet dies Europa wer hatte zuerst in Bosnien und Kroatien angegriffen,,egal was ihr wollt es zählt nur
Gott ist immer Nähe und Russland immer stärker
Peter
02.01.2008 - 23.43 Uhr
Wenn man sich mit der Thematik des Balkans so auskennt, wie ich, dann kann man über diesen Bericht nur noch lachen! Serbien hat bereits unter Milosevic im Jahr 1995 die Zugehörigkeit der Republika Srpska ("bosnische Serbenrepublik", abgekürzt RS) zum Staat Bosnien und Herzegowina anerkannt. Die RS hat schon zu Beginn des Bosnienkrieges 1992 ihre Unabhängigkeit ausgerufen, diese wurde nicht einmal von Milosevic-Serbien anerkannt. Serbien setzt sich für den Erhalt der Grenzen auf dem Balkan ein, was man vom Westen eben nicht sagen kann. Mit allen Mitteln widersetze sich der Westen den Abspaltungsbestrebungen der Serben in Kroatien und BiH, während man die Albaner in ihrer Absicht sich von Serbien abzuspalten unterstützte und immer noch tatkräftig unterstützt. Serbien bietet den Albanern im Kosovo die größtmöglichste Autonomie an und dieser Bericht erwähnt, Serbien würde sich den "Autonimiebestrebungen" mit allen Kräften stemmen. Tatsache ist doch, dass Serbien dem Kosovo - bis auf ein eigenes Verteidigungs- und Außenministerium - alle Rechte bereit ist zu gewähren. Der Autor wollte doch sicher "Unabhängigkeitsbestrebungen" statt "Autonomiebestrebungen" schreiben, nicht wahr? So wäre es zumindest richtig. Während der Westen (und nicht Serbien) den bosnisch-herzegowinischen Zentralstaat stärkt und von Jahr zu Jahr der dort existierenden und von Serbien unabhängigen (!!) autonomen Teilrepublik RS die Rechte kürzt (seit der Schaffung der Autonomie hat man der RS zahlreiche Kompetenzen gewaltsam und undemokratisch aberkannt. Man zwing die RS derzeit sogar die Kontrolle über die eigene Polizei auf den Gesamtstaat zu übertragen. Dies soll sogar eine Bedingung für den EU und NATO Beitritt Bosniens sein! Mussten etwa all die deutschen Bundesstaaten auf ihre eigene Polizei verzichten, damit die BRD der Eu beitreten durfte? Der Vergleich ist passend! Der Unterschied ist nur der, dass sich die Polizei der bosnischen Teilrepubliken eigentlich feindlich gesinnt ist und wie kann man sie zwingen, eine Einheit zu bilden?).
Tatsache ist, dass der Staat BiH, ebenso wie das alte Jugoslawien, kein Nationalstaat, sondern ein Vielvölkerstaat ist. Drei staatsragende Völker sind in BiH gleichgestellt (das sind auf der einen Seite die Kroaten und bosn. Muslime (seit 1992 offiziell Bosniaken), welche sich in einer der beiden bosnischen Teilrepubliken zusammengeschlossen haben und auf der anderen Seite die Serben, welche in der RS leben). Die Kroaten haben sich aus dem Grund mit den Bosniaken zusammengeschlossen, weil sie zahlenmäßig den beiden anderen Völkern unterlegen sind und da sie in den Serben die größere Bedrohung sahen, schlossen sie sich im Krieg mit den Bosniaken zusammen. Trotzdem haben auch die Kroaten und Bosniaken untereinander Kämpfe geführt. Die Kroaten erwägen sogar die Gründung einer eigenen, dritten Teilrepublik innerhalb Bosniens und wollen sich von den Bosniaken trennen. Sowohl die Serben aus der RS als auch die Kroaten aus der Zwangsgemeinschaft mit den Bosniaken verlangen die Loslösung vom Vielvölkerstaat BiH. Zusammengerechnet sind die Serben und Kroaten in BiH sogar leicht in der Mehrheit (über 50% der Bevölkerung. Territorial gehören den Serben und Kroaten in BiH sogar weit über 50% des gemeinsamen Gesamtstaates, alleine die RS erstreckt sich über 49% von BiH.) Trotz all diesen Unabhängigkeitswünschen von zwei von drei staatsragenden Völkern, setzt sich der Westen mit aller Gewalt für den Erhalt des Staates BiH ein (ohne die Präsenz der Internationale Gemeinschaft in BiH, wäre dieser Staat schon längst zerfallen. So hat die EU einen "Hohen Repräsentanten" eingesetzt, der über der Verfassung von BiH sogar steht und er führt sich wie ein Diktator in BiH auf. Er ändert Gesetze und setzt Politiker nach eigenem Ermäßen ab). Warum unterstützt der Westen nicht die Unabhängigkeitsbestrebung der RS? Andererseits ist Serbien (imn Gegensatz zu BiH) ein Nationalstaat. Das Kosovo ist eine autonome Provinz und die Albaner sind den Serben kein gleichgestelltes konstitutives Volk, sondern eine nationale Minderheit (wie z.B. die Dänen in Schleswig-Holstein). Jetzt will der Westen akzeptieren, dass eine nationale Minderheit das Recht hat, die Provinz eines anderen Staates abzuspalten, aber ein staatsragendes Volk hat kein Recht, seinen Teilstaat für sich abzuspalten. Für viele Westler ist es schwer verständlich, weil unsere westl. Medien gezielt Propaganda gegen die Serben verbreiten. ich stelle mal einen vergleich auf, der die Lage der Serben beschreiben könnte: Stellt euch mal vor, die internationale Gemeinschaft würde die Abspaltung der dänischen Minderheit in Schleswig-Holsten unterstützen, aber gleichzeitig gegen die Abspaltung Deutschlands von der EU ergumentieren. So will der Westen die Albaner von Serbien lösen, gewährt aber gleichzeitig den Serben in BiH die Abspaltung ihrer Teilrepublik nicht. Was vielleicht für uns Westler auch schwer zu versteh
Peter
02.01.2008 - 23.49 Uhr
Was vielleicht für uns Westler auch schwer zu verstehen ist, dass die Serben in ZWEI Balkanstaaten konstitutiv sind. EInmal in Serbien selbst und dann noch in BiH. Das sind die Folgen des alten Jugoslawien. Tito wollte einen Streit der beiden großen jugoslaw. Völker (Serben und Kroaten) um das Gebiet von Bosnien und Herzegowina vermeiden und schaffte neben den Teilrepubliken Serbien und Kroatien Bosnien und Herzegowina als "Pufferzone" zwischen Kroatien und Serbien. Während die Kroaten in kroatien und die Serben in Serbienstaatsragend waren, waren beide Völker in der "neutralen" Teilrepublik BiH gleichermaßen staatsragend. Erst mit der Verfassungsänderung von 1974 wurden die Muslime in BiH von den Katholiken ("Kroaten") und Orthodoxen ("Serben") getrennt und als eigenes und nun in Bosnien - Herzegowina den Serben und Kroaten gleichgestelltes Volk anerkannt. Davor deklarierten sich viele Muslime entweder als Serben oder als Kroaten. Bis zur Volkszählung von 1981 bildeten die Serben in BiH die größte Bevölkerungsgruppe, erst ab da an überholten die bosn. Muslime (sie wurden damals unter Tito mit der Bezeichnung "Muslime" anerkannt und nicht als "Bosniaken") zahlenmäßig die Serben (wobei der prozentuale Unterschied selbst bis heute nicht groß ist. Serben gibt es ca. 38% in BiH und 42% sind Moslems/Bosniaken. 15% sind Kroaten und 5% verteilen sich auf den rest). Mit dem Zerfall Jugoslawiens eigeneten sich die Muslime die Eigenbezeichnung "Bosniaken" an, um ihren Anspruch auf BiH zu untermauern. Mit diesem Wortspiel wollte man dem naiven westlichen Bürger nahebringen, Serben seien in Serbien, Kroaten in Kroatien und die Bosniaken in Bosnien zuhause. Die Bezeichnung "Bosnier" gilt für alle Bewohner Bosniens als regionale Herkunftsbezeichnung. So ist ein Serbe aus Bosnien genauso Bosnier, wie auch ein Kroate oder Bosniake aus Bosnien.
Ich hoffe, dass ich euch nahebringen konnte, dass BiH eigentlich ein Kunststaat, ein Völkergefängnis ist, so wie es das alte Jugoslawien auch war. Warum unterdrückt der Westen die durchaus begründeten Unabhängigkeitsbestrebungen der bosn. Serben und bosn. Kroaten?
GAST
03.01.2008 - 09.08 Uhr
Leider ist dem Autor dieses Artikels etwas wichtiges nicht bewusst. Wenn man auf Serbien und das serbische Volk weiterhin nur Druck ausübt, dann wird man erst Recht keinen Frieden auf dem Balkan schaffen.
Denn dann wird der Nationalismus in Serbien hochkochen und eine radikale Partei wird an die Macht kommen. Somit wird der Westen nur erreichen, dass der Balkan langfristig destabilisiert wird. Kleinen Kindern wird schon in der Erziehung beigebracht, dass man nicht alles mit der "BRECHSTANGE" lösen kann. Man muss klug und intelligent Probleme lösen. Dies wird in dem aktuellen Fall von den meisten westlichen Staaten nicht durchgeführt. Aber man kann auch nicht viel, vor allem von den USA, erwarten (siehe Irak-Krieg und die chemischen und biologischen Waffen oder Guantanomo usw.).
Die USA gibt die Marschrichtung vor und die Europäer folgen der blind.