Eskalation in Mitrovica: UN-Polizei muss Stadt räumen
Gewaltsame Auseinandersetzungen in serbischem Teil zwischen Serben, UN-Polizisten und Kfor - Zahlreiche Verletzte - Polizei mit Automatik-Waffen beschossen
Mitrovica - Nach schweren Unruhen hat sich die UNO-Polizei am Montagvormittag aus dem mehrheitlich von Serben bewohnten Norden der Stadt Mitrovica zurückgezogen. Wie UNO-Sprecher in der Kosovo-Hauptstadt Pristina weiter mitteilten, wurden die Polizisten unter anderem mit Automatik-Waffen beschossen. Zuvor hatten die UNO-Sicherheitskräfte ein Gerichtsgebäude in der Stadt geräumt, dass seit Freitag von Serben besetzt gewesen war. Es kam zu schweren Unruhen, die Polizei ging gegen die rund 1.000 Demonstranten mit Tränengas vor.
UN-Polizeieinsatz
Der kosovarische Polizeidienst teilte unterdessen mit, dass bei einer Explosion, die gegen 8.00 Uhr in Nordteil von Mitrovica passiert war, drei UNO-Polizisten und zwei KFOR-Soldaten verletzt worden seien. Weitere Details waren zunächst unbekannt. Der Belgrader Sender B-92 hatte zuvor gemeldet, dass alle fünf schwere Verwundungen erlitten hatten und in Lebensgefahr schwebten.
Insgesamt seien Montag früh 30 UNO-Polizisten und KFOR-Soldaten verletzt worden, meldete B-92. Laut serbischen Krankenhausquellen wurden in den Zusammenstößen auch 20 serbische Demonstranten verwundet. Zwei Personen sind laut derselben Quelle mit Schusswunden ins Krankenhaus aufgenommen worden, eine soll sich in Lebensgefahr befinden.
Der serbische Staatschef Boris Tadic hat an die UNO-Polizei und die internationale Kosovo-Schutztruppe KFOR appelliert, sich des Gewalteinsatzes gegen serbische Demonstranten in Mitrovica zu enthalten. Mehrere hundert Serben hatten das Gebäude des Gerichtes der Vereinten Nationen umzingelt, nachdem die UNO-Polizei zuvor das Haus gestürmt und 53 serbische Justizbeamte, die das Gebäude am Freitag besetzt hatten, festgenommen hat. Die Besetzung des Gerichtsgebäudes war Teil der serbischen Proteste gegen die einseitige Unabhängigkeitserklärung der Kosovo-Albaner vom 17. Februar.
Situation "sehr gespannt"
Oliver Ivanovic, einer der führenden serbischen Politiker in Mitrovica, bezeichnete die Situation in der geteilten Stadt unterdessen als "sehr gespannt". Die Bürger seien bereits auf den Straßen, mit Gewissheit seien große Proteste zu erwarten, warnte Ivanovic. Der stellvertretende Chef der UNO-Verwaltung im Kosovo (UNMIK), Larry Rossin, hat indessen an alle Volksgruppen im Kosovo appelliert, Ruhe zu bewahren.
derstandart.at
tadic ist doch genau so ein stück scheisse wie diese radikalen demonstranten oder nikolic. es werden friedenstruppen mit automatikwaffen angegriffen, mit steinen beworfen und es werden denen bomben gelegt und tadic diese dreckige stück scheisse sagt die k-for solle keine gewalt gegen diese demonstranten einsetzen ? zum glück interessiert es niemanden was er sagt.