Sanktionen gegen Ölkonzern: Trump nimmt Serbien in die Mangel
Lange hat Serbiens Präsident Aleksandar Vučić versucht, mit allen Großmächten und der EU auf gutem Fuß zu stehen. Doch seine Schaukelpolitik gerät aus dem Tritt – mit schweren Folgen für die Wirtschaft seines Landes.
Seit einem Dutzend Jahren führt Aleksandar Vučić die Geschicke Serbiens, zunächst als Premierminister, seit 2017 als Präsident. Doch noch nie stand er so unter Druck wie heute. Er selbst nannte zum Jahreswechsel 2025 sein bisher „herausforderndstes Jahr“. Ein Teil seines Problems ist die Verschiebung des weltwirtschaftlichen Rahmens durch US-Präsident Donald Trump.
Tatsächlich dürfte sich das Wirtschaftswachstum in Serbien 2025 nach übereinstimmenden Schätzungen von Ökonomen halbiert haben, Auslandsinvestitionen sind eingebrochen, der Binnenkonsum schwächelt. Wegen der innenpolitischen Erschütterungen durch die selbst im Winter nicht erlahmenden Proteste will der mit dem Rücken zur Wand stehende Vučić nun die für 2027 anstehenden Wahlen ein Jahr vorziehen. Außenpolitisch gerät das fragile Gleichgewicht einer auf gute Beziehungen mit Moskau, Peking, Washington und Brüssel setzenden Schaukelpolitik des EU-Beitrittskandidaten zunehmend aus der Balance – mit schwerwiegenden Rückwirkungen auf die heimische Ökonomie.
Grund dafür sind geoökonomische Verwerfungen und amerikanische Sanktionen. Die treffen den in Serbien beheimateten, aber mehrheitlich dem russischen Staatskonzern Gazprom gehörenden Ölkonzern Naftna industrija Srbije (NIS). NIS ist als größter Energiekonzern auf dem Westbalkan und Betreiber der einzigen Raffinerie Serbiens entscheidend für die Versorgung mit Ölprodukten. Die USA, die Russlands Energieexporte eindämmen und dessen Kriegswirtschaft schwächen wollen, verlangen, Gazprom müsse sich zurückziehen. Doch die Russen wollen nicht verkaufen. Das bringt Vučić in die Klemme.
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Lange hat Serbiens Präsident Aleksandar Vučić versucht, mit allen Großmächten und der EU auf gutem Fuß zu stehen. Doch seine Schaukelpolitik gerät aus dem Tritt – mit schweren Folgen für die Wirtschaft seines Landes.
Seit einem Dutzend Jahren führt Aleksandar Vučić die Geschicke Serbiens, zunächst als Premierminister, seit 2017 als Präsident. Doch noch nie stand er so unter Druck wie heute. Er selbst nannte zum Jahreswechsel 2025 sein bisher „herausforderndstes Jahr“. Ein Teil seines Problems ist die Verschiebung des weltwirtschaftlichen Rahmens durch US-Präsident Donald Trump.
Tatsächlich dürfte sich das Wirtschaftswachstum in Serbien 2025 nach übereinstimmenden Schätzungen von Ökonomen halbiert haben, Auslandsinvestitionen sind eingebrochen, der Binnenkonsum schwächelt. Wegen der innenpolitischen Erschütterungen durch die selbst im Winter nicht erlahmenden Proteste will der mit dem Rücken zur Wand stehende Vučić nun die für 2027 anstehenden Wahlen ein Jahr vorziehen. Außenpolitisch gerät das fragile Gleichgewicht einer auf gute Beziehungen mit Moskau, Peking, Washington und Brüssel setzenden Schaukelpolitik des EU-Beitrittskandidaten zunehmend aus der Balance – mit schwerwiegenden Rückwirkungen auf die heimische Ökonomie.
Grund dafür sind geoökonomische Verwerfungen und amerikanische Sanktionen. Die treffen den in Serbien beheimateten, aber mehrheitlich dem russischen Staatskonzern Gazprom gehörenden Ölkonzern Naftna industrija Srbije (NIS). NIS ist als größter Energiekonzern auf dem Westbalkan und Betreiber der einzigen Raffinerie Serbiens entscheidend für die Versorgung mit Ölprodukten. Die USA, die Russlands Energieexporte eindämmen und dessen Kriegswirtschaft schwächen wollen, verlangen, Gazprom müsse sich zurückziehen. Doch die Russen wollen nicht verkaufen. Das bringt Vučić in die Klemme.
US-Sanktionen verschärfen Serbiens Krise
Lange hat Serbiens Präsident Aleksandar Vučić versucht, mit allen Großmächten und der EU auf gutem Fuß zu stehen. Doch seine Schaukelpolitik gerät aus dem Tritt – mit schweren Folgen für die Wirtschaft seines Landes.

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