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News und Gerüchte aus der Welt des Sports

Trump-kritische Töne in Cortina und MAGA-Reaktionen im Netz
Slalom-Favoritin Mikaela Shiffrin tritt für Inklusion, Vielfalt und Freundlichkeit ein und zitiert Nelson Mandela. Trump-Fans richten ihr und anderen Sportlern aus: "Go Home!"

Eines wollte Mikaela Shiffrin gleich vorweg klargestellt haben: Es sei immer eine Ehre und ein Privileg, das US-Team und ihr Heimatland zu repräsentieren. Und weiter: "Ich hoffe, dass ich hier meine eigenen Werte repräsentieren kann. Werte der Inklusion, der Diversität und der Freundlichkeit, des Teilens, der Zähigkeit und des Arbeitsethos." Das war Shifffrins Antwort auf die Frage, wie es sich anfühle, bei den Olympischen Spielen für die USA anzutreten. Shiffrin bestreitet am Dienstag mit der Teamkombination ihren ersten von drei Olympiabewerben und hat insbesondere im Slalom als Favoritin zu gelten.

Auch den berühmten Nelson Mandela hatte Shiffrin zitiert, da orientierte sie sich an der in Südafrika geborenen Hollywood-Schauspielerin Charlize Theron, die bei der Eröffnungsfeier aufgetreten war. "Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Konflikten. Frieden ist, eine Umgebung zu schaffen, in der wir uns alle entwickeln können, unabhängig von Hautfarbe, Rasse, Religion, Geschlecht, Klasse oder anderen sozialen Unterschieden."

 
IOC disqualifiziert ukrainischen Skeleton-Piloten für Tribut-Helm: "Das kommt in Russland gut an"
Wladyslaw Heraskewytsch wollte Porträts von im Krieg von russischen Soldaten getöteten Sportlern aus der Ukraine auf seinem Helm zeigen. Noch vor dem Rennen wurde er ausgeschlossen

25 Zeilen ist die Ergebnisliste lang, bei nur 24 Athleten steht neben dem Namen eine Zeit. Im Ziel des olympischen Skeleton-Rennens der Männer leuchten im Cortina Sliding Center die Ergebnisse der Athleten auf, in der letzten Zeile finden sich statt Zahlen lediglich drei Buchstaben: DSQ. Disqualifiziert.

Der Konflikt zwischen dem ukrainischen Skeletonfahrer Wladyslaw Heraskewytsch und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) hat in der höchstmöglichen Eskalationsstufe geendet. Noch vor dem Rennen Donnerstagfrüh wurde der 27-Jährige vom Wettkampf ausgeschlossen, weil er auf seinem Helm Porträts von im Krieg von russischen Truppen getöteten Sportlern aus der Ukraine aufgeklebt hatte. Laut IOC verstoße Heraskewytsch damit gegen die Olympische Charta, die Meinungsäußerungen auf der Wettkampfbühne untersagt.

 
Satire Splitter
Es ist schon 40 Jahre her, dass ich meine Leistungssport Karriere beendet habe. Zu Olympia habe ich es nie geschafft, als ,,Trostpreis" bekam ich den neongrünen Team-Trainingsanzug 1972, ich war stolz wie Bolle.
Seit dem bin ich bekennender Olympia-Fan, ich glaube, ich habe bis heute keine einzige Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele verpasst.
Die unterschiedlichen Teamoutfits lassen mich immer wieder staunen, der chicke Pullover der Norweger macht mich fast etwas neidisch und der deutsche Steppdeckenponcho lässt mich süffisant grinsen.
Das ist aber noch gar nichts gegen den IOC als Modeschöpfer, denn es gibt seit Jahren eine frei verkäufliche Heritage Collection.
,,Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verkauft im Rahmen seiner „Heritage Collection“ T-Shirts mit Motiven vergangener Olympischer Spiele. Die Serie greift Embleme, Piktogramme, Poster und Maskottchen aus der Geschichte der Spiele auf und soll verschiedene Epochen olympischen Designs abbilden. Darunter befand sich auch ein Shirt mit einem Motiv der Olympischen Spiele von Berlin 1936.
Das Design zeigt einen muskulösen Athleten mit Lorbeerkranz vor der Quadriga des Brandenburger Tors, darüber die Olympischen Ringe. Dass das IOC ein Erinnerungs-Shirt zu den Spielen von 1936 anbietet, sorgte in den vergangenen Tagen vor allem in sozialen Netzwerken für Diskussionen und Kritik. Die Spiele in Berlin gelten aufgrund ihrer propagandistischen Instrumentalisierung durch das NS-Regime als historisch besonders belastet."
Quelle: RND
Das IOC hat es da mit der politischen Meinungsäußerung wohl nicht so genau genommen, aber es geht noch unwürdiger und lächerlicher.
Das Outfit von Haiti hatte im Vorfeld für Kontroversen gesorgt. Der kleine Karibikstaat ist zum zweiten Mal bei Olympischen Winterspielen dabei und präsentierte sich dort mit handgemalten Outfits. Der erste Entwurf der haitisch-italienischen Designerin Stella Novarino orientierte sich zunächst an einem Gemälde, das den Revolutionsführer Toussaint Louverture auf einem Pferd zeigte. Das IOC aber verbot das Design wegen der politischen Botschaft. Also musste noch einmal nachgearbeitet werden. Noch kurz vor der Eröffnungsfeier pinselte die Designerin den Revolutionär vom Pferd und hoffte, das es nicht regnet, denn die Farbe war noch nicht getrocknet. Deshalb sieht man auf dem farbenfrohen Outfit von Haiti ein einsames rotes Pferd durch den Dschungel traben.

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Baseball
Ausgerechnet Venezuela gewinnt die WM im Baseball in den USA und gegen die USA
Venezuela hat ein emotional aufgeladenes Endspiel in Miami für sich entschieden. Für die USA kam die Niederlage einer Blamage gleich

Miami – Es war ein Abend, der so gar nicht dem Selbstverständnis von Donald John Trump entsprach. Er begann mit Buhrufen gegen die Superstars der USA, und als Venezuela, ja, ausgerechnet Venezuela das emotional maximal aufgeladene Endspiel der Baseball-Weltmeisterschaft in Miami gewonnen hatte (3:2), da sangen die Sieger auch noch voller Inbrunst "Gloria al bravo pueblo", "Ruhm dem tapferen Volke" – die venezolanische Nationalhymne.

Trump, der im Jänner die Militäraktion in Venezuela mit der Festnahme von Präsident Nicolas Maduro abgesegnet hatte, konnte sich im Vorfeld des Spiels erwartungsgemäß nicht zurückhalten. Vor dem Endspiel schrieb er voller Ironie: "Venezuela widerfährt viel Gutes in letzter Zeit. Ich frage mich, was hinter dieser Magie steckt." Zugleich suggerierte er mit den Worten "Statehood #51", Venezuela werde der 51. Bundesstaat der USA werden.

 
Satire Splitter
Ich habe ja schon oft über meine Sportbegeisterung geschrieben, als ehemalige Leistungssportlerin finde ich sowohl im Winter als auch im Sommer immer wieder Sportveranstaltungen die ich mir gerne im TV anschaue. Selbst wenn gerade keine Großereignisse anstehen, gibt es immer noch die Bundesliga. Aber 2026 ist ein großartiges Sportjahr, die Fußball WM war zwar dank Infantilio und seinem Trumpeltier eine Farce, aber die Tour de France danach, bescherte mir wieder viele sportliche Bilder in der Flimmerkiste. Mir war schon bei der Fußball WM aufgefallen, dass rechte Pappnasen unsere Nationalmannschaft nach Hautfarben sortierten, da war es auch völlig egal ob die Spieler in Deutschland geboren wurden. Der jeweilige Hautton war den rechten Denkverweigerern zu kräftig, deshalb dürfte so ein Spieler nicht für Deutschland auflaufen. Selbst wenn eine reine ,,Kalkleisten" Mannschaft in der Vorrunde abgesoffen wäre, hätten sich die rechten Pappnasen am rein weißen Rumpelfußball erfreut.
Jetzt bei der Leichtathletik EM quillt das Netz wieder vor rassistischen Kommentaren über. Die Sportler haben ein ganzes Jahr für diese Höchstleistung trainiert, um eine Ehrenrunde mit der Fahne in schwarz, rot, gold zu drehen und um bei der Nationalhymne Rotz und Wasser zu heulen. Die Hautfarbe ist dabei absolute Nebensache, zumal die meisten in Deutschland geboren, aufgewachsen und gefördert wurden.
Die 800 Meter Läuferin Smilla Kolbe machte dieses Thema in einem Interview sichtbar.
Wir vertreten hier alle ein Land, Deutschland. Wir treten hier mit Fairness und Respekt an. Das sind die Werte im Sport. Und ich erwarte das genauso von allen, die supporten und zuschauen", sagte die 24-Jährige, die nur um zwei Hundertstelsekunden den Endlauf am Freitagabend verpasste.
Doch das Rennen rückte schnell in den Hintergrund. ,,Ich habe so viele tolle Leute, die mich supporten. Aber ich will gar nicht wissen, was wäre, wenn ich nicht so weiß wäre, wie ich bin. Wir haben schon so coole Leistungen erbracht und ich sehe da ganz andere Kommentarspalten", so die EM-Debütantin weiter. ,,Das ist einfach nicht angebracht. Ich erwarte da einen gewissen Respekt. Ich finde das erschreckend und würde mir wünschen, dass wir als Land mehr hinter den Sportlern stehen."

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