Satire Splitter
Ich habe ja schon oft über meine Sportbegeisterung geschrieben, als ehemalige Leistungssportlerin finde ich sowohl im Winter als auch im Sommer immer wieder Sportveranstaltungen die ich mir gerne im TV anschaue. Selbst wenn gerade keine Großereignisse anstehen, gibt es immer noch die Bundesliga. Aber 2026 ist ein großartiges Sportjahr, die Fußball WM war zwar dank Infantilio und seinem Trumpeltier eine Farce, aber die Tour de France danach, bescherte mir wieder viele sportliche Bilder in der Flimmerkiste. Mir war schon bei der Fußball WM aufgefallen, dass rechte Pappnasen unsere Nationalmannschaft nach Hautfarben sortierten, da war es auch völlig egal ob die Spieler in Deutschland geboren wurden. Der jeweilige Hautton war den rechten Denkverweigerern zu kräftig, deshalb dürfte so ein Spieler nicht für Deutschland auflaufen. Selbst wenn eine reine ,,Kalkleisten" Mannschaft in der Vorrunde abgesoffen wäre, hätten sich die rechten Pappnasen am rein weißen Rumpelfußball erfreut.
Jetzt bei der Leichtathletik EM quillt das Netz wieder vor rassistischen Kommentaren über. Die Sportler haben ein ganzes Jahr für diese Höchstleistung trainiert, um eine Ehrenrunde mit der Fahne in schwarz, rot, gold zu drehen und um bei der Nationalhymne Rotz und Wasser zu heulen. Die Hautfarbe ist dabei absolute Nebensache, zumal die meisten in Deutschland geboren, aufgewachsen und gefördert wurden.
Die 800 Meter Läuferin Smilla Kolbe machte dieses Thema in einem Interview sichtbar.
Wir vertreten hier alle ein Land, Deutschland. Wir treten hier mit Fairness und Respekt an. Das sind die Werte im Sport. Und ich erwarte das genauso von allen, die supporten und zuschauen", sagte die 24-Jährige, die nur um zwei Hundertstelsekunden den Endlauf am Freitagabend verpasste.
Doch das Rennen rückte schnell in den Hintergrund. ,,Ich habe so viele tolle Leute, die mich supporten. Aber ich will gar nicht wissen, was wäre, wenn ich nicht so weiß wäre, wie ich bin. Wir haben schon so coole Leistungen erbracht und ich sehe da ganz andere Kommentarspalten", so die EM-Debütantin weiter. ,,Das ist einfach nicht angebracht. Ich erwarte da einen gewissen Respekt. Ich finde das erschreckend und würde mir wünschen, dass wir als Land mehr hinter den Sportlern stehen."