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Faktencheck Jeffrey Epstein: Verbindungen zu Spitzenpolitik, CIA, Mossad, Menschenhandel, Okkultismus, Erpressung und Eugenik

Akten ausgewertet
Epsteins Friedensinstitut in Wien
Terje Rod-Larsen, ein enger Freund und Geschäftspartner von Jeffrey Epstein, leitete das International Peace Institute (IPI), das auch einen Sitz in Wien hatte. Recherchen des ORF zeigen: Das Außenministerium half dem Institut intensiv beim Versuch, eine internationale Organisation zu werden. Es ging um Steuerersparnisse und Immunität in Österreich. Für den verurteilten Sexualstraftäter Epstein ging es auch um den Versuch, sein beschädigtes Image aufzupolieren.

Rod-Larsen und Epstein planten Ende 2011 einen Millionendeal. Zu diesem Zeitpunkt war Jeffrey Epstein bereits ein verurteilter Sexualstraftäter. Er überlegte, ein Palais in Wien zu kaufen, zwei – das Palais Batthyany und das Palais Schottenring – besichtigte er Ende 2011 auch. Freilich nicht für private Zwecke, sondern als Sitz für internationale Organisationen.

In Presseaussendungen auf seiner Website nannte sich Epstein damals einen „Waffenstillstandsaktivisten“, das Engagement für internationale Organisationen sollte sein Image reinwaschen, doch er nutzte auch seine Netzwerke und Kontakte. Eine wesentliche Rolle spielte das International Peace Institute (IPI), eine NGO im Umfeld der Vereinten Nationen mit einem Sitz in New York und später in Wien und Bahrain.

Enger norwegischer Freund
Offiziell hatte Epstein mit dem Institut wenig zu tun. Über seine Unternehmen spendete er vergleichsweise kleine Summen, doch Epstein war eng über finanzielle und organisatorische Strukturen informiert. Hunderte Nachrichten finden sich über die Wiener Filiale in den Epstein-Files.

 
Causa Epstein: Neue Akten mit Vorwürfen gegen Trump
Das US-Justizministerium hat weitere Dokumente der Bundespolizei FBI aus den Akten zum Fall Jeffrey Epstein veröffentlicht, in denen unter anderem US-Präsident Donald Trump erneut genannt wird.

Die gestern (Ortszeit) vom Justizministerium in Washington veröffentlichten Akten enthalten Vernehmungsprotokolle einer Zeugin, die angibt, im Alter von 13 bis 15 Jahren sowohl von dem verurteilten Sexualstraftäter Epstein als auch von Trump missbraucht worden zu sein.

Die Dokumente seien fälschlicherweise als Doubletten gekennzeichnet gewesen und darum erst jetzt veröffentlicht worden, erklärte das Justizministerium.

Widerstand gegen Veröffentlichung
Laut einem FBI-Ermittlungsprotokoll sagte die Zeugin, Epstein habe sie „entweder nach New York oder New Jersey“ mitgenommen und ihr Trump vorgestellt. Sie habe Trump gebissen, als dieser versucht habe, sie zu Sex zu zwingen. Über Jahre hinweg hätten sie sowie ihr nahestehende Personen Drohanrufe erhalten, damit sie zu den Vorfällen schweige.

Trump hatte sich im vergangenen Jahr monatelang gegen die Veröffentlichung der Epstein-Akten gewehrt, bevor der Kongress auch mit den Stimmen seiner Republikaner deren Freigabe erzwang. Bisher veröffentlichte Fotos und Dokumente legen eine enge Beziehung zwischen Epstein und Trump nahe.

 
Julie K. Brown gibt Epstein-Opfern eine Stimme
Die Lokalreporterin des "Miami Herald" brachte den bis dato größten Missbrauchsskandal der USA ans Licht. Sie beklagt, dass den Tätern zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird

Natürlich wird in sozialen Medien längst spekuliert, ob sogar der Angriff der USA auf den Iran nicht mit dem Fall Epstein zu tun habe. Ein Ablenkungsmanöver, so wird vermutet, mit dem Donald Trump Druck von sich nehmen will – und von anderen hochdekorierten Persönlichkeiten, die tief in dem Missbrauchskandal stecken. Die zutage tretenden Abgründe haben das Potenzial, den US-Präsidenten und Gefährten zu Fall zu bringen.

Spekulationen sind Julie K. Browns Sache nicht. Sie orientiert sich an Fakten, und sind diese nicht vorhanden, sorgt sie selbst dafür. So wie im Fall Jeffrey Epstein, den sie recherchierte und dessen ganzes, monströses Ausmaß sie zutage brachte. Ohne Brown wäre der Missbrauchsskandal wahrscheinlich eine unappetitliche Fußnote in der US-Geschichte. Dass Epstein 2019 erneut hinter Gitter wanderte, ist ihr Verdienst.

Brown stellte Fragen und hörte zu
Geschafft hat sie das von Florida aus, wo sie 2018 im Regionalblatt Miami Herald eine Artikelserie mit dem nüchternen Titel Perversion of Justice veröffentlichte. Epstein war nach einem bizarren Hinterzimmerdeal mit der Justiz fast ungeschoren davongekommen. Brown suchte die Opfer auf, mehr als 60, und fand Frauen, die damals Mädchen waren und denen niemand geglaubt hatte, hörte ihnen zu und ließ nicht locker. Sie wühlte sich durch tausende Seiten von Gerichtsakten. Kurz danach begann das System zu knirschen.

 
"War er vollständig erhängt?"
Epsteins Todesnacht – Zweifel an Aussage von Pathologin
An der Todesursache von Jeffrey Epstein gibt es auch Jahre später noch Zweifel. Ein Vernehmungsprotokoll zeigt nun, warum die zuständige Gerichtsmedizinerin bei der offiziellen Festlegung zögerte.

Jeffrey Epstein wurde am Morgen des 10. August 2019 tot in seiner Gefängniszelle im Metropolitan Correctional Center in Manhattan gefunden. Der wegen Sexualstraftaten verurteilte Finanzier wartete dort auf seinen Prozess wegen schwerer Vorwürfe des Menschenhandels. Die Gerichtsmedizin legte sich auf Suizid als Todesursache fest. Doch daran gibt es auch sieben Jahre später noch Zweifel.

Epsteins Bruder Mark sagte jüngst in einer Recherche des australischen Senders ABC, er habe zunächst selbst damit gerechnet, dass die Autopsie einen Suizid bestätigen würde. "Ich ging völlig davon aus, dass sie nach der Autopsie sagen würden: 'Es ist tragisch, aber Jeffrey hat Selbstmord begangen'", sagte er dem Sender. Erst als New Yorks leitende Gerichtsmedizinerin Barbara Sampson fünf Tage nach der Autopsie den Tod offiziell als Suizid durch Erhängen einstufte, habe er begonnen zu zweifeln. "Lassen Sie mich ganz klar sein: Barbara Sampson war nicht bei der Autopsie", sagte Mark Epstein der ABC.

Die Autopsie wurde einen Tag nach Epsteins Tod von der Gerichtsmedizinerin Kristin Roman durchgeführt. Roman kreuzte auf Epsteins Urkunde am 11. August 2019 weder "Selbstmord" noch "Tötung" an. Stattdessen vermerkte sie "laufende Untersuchungen". Bei der Untersuchung war auch der Gerichtsmediziner Michael Baden anwesend, den Epsteins Bruder Mark als Beobachter beauftragt hatte. Baden erklärte später öffentlich, dass Verletzungen an Epsteins Hals ungewöhnlich für einen Suzid seien und stattdessen auf ein Tötungsdelikt hindeuten könnten.

 
Die Akte London
Mehr als ein Jahrzehnt lang lagen Hinweise auf Vorgänge in London vor, doch eine strafrechtliche Untersuchung begann nie. Virginia Giuffre berichtete der Londoner Polizei bereits 2015, dass Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell sie im Jahr 2001 nach London gebracht hätten. Dort habe sie in Maxwells Haus Sex mit Andrew Mountbatten-Windsor gehabt, der damals als Prince Andrew bekannt war. Die Metropolitan Police führte drei Gespräche mit ihr, zwei im Jahr 2015 und ein weiteres 2016. Danach entschied die Behörde, keine Ermittlungen einzuleiten.

Ein Brief des Anwalts Paul G. Cassell an Scotland Yard schilderte den Ablauf detailliert. Darin heißt es, Giuffre sei nach zwei Jahren vorherigen Missbrauchs nach London geflogen worden. Epstein und Maxwell hätten sie gezielt darauf vorbereitet, sexuelle Handlungen für einflussreiche Freunde auszuführen. Dem Schreiben lag auch ein Foto bei: Andrew Mountbatten-Windsor mit dem Arm um die damals siebzehnjährige Giuffre, daneben Ghislaine Maxwell. Cassell erklärte, er habe Zugang zum Originalbild.

Die Polizei erklärte später, bei den Gesprächen sei keine konkrete Straftat gegen eine Person im Vereinigten Königreich benannt worden. Giuffre habe von internationalem Menschenhandel gesprochen, der größtenteils außerhalb Großbritanniens organisiert worden sei. Deshalb habe man mit Staatsanwälten gesprochen und Kontakt zu amerikanischen Behörden aufgenommen, die bereits gegen Epstein ermittelten. Die Einschätzung lautete schließlich, eine Untersuchung müsse vor allem im Ausland geführt werden. 2019, 2021 und 2022 überprüften die Behörden ihre Entscheidung erneut. Jedes Mal blieb es bei dem Schluss, keine Ermittlungen aufzunehmen. Kritik daran kam unter anderem von Vera Baird, damals Opferbeauftragte für England und Wales. Nachdem Andrew Mountbatten-Windsor 2019 der BBC ein Interview gegeben hatte, wandte sie sich an die Polizei und fragte, warum die Vorwürfe nie untersucht worden seien. Ein Beamter erklärte ihr, der Schwerpunkt des Falls liege außerhalb Großbritanniens.

Juristen weisen zusätzlich auf komplizierte Rechtsfragen hin. In Großbritannien liegt das Schutzalter bei 16 Jahren, und nicht jede sexuelle Beziehung gegen Bezahlung ist automatisch strafbar. Entscheidend wäre gewesen, ob Zwang oder Menschenhandel nachweisbar gewesen wäre. Nach dem Tod von Virginia Giuffre im Jahr 2025 gilt eine strafrechtliche Aufarbeitung heute als nahezu unmöglich. Inzwischen prüfen Ermittler erneut Dokumente aus den veröffentlichten Epstein-Akten. Dabei geht es auch um Hinweise, dass Londoner Flughäfen möglicherweise für Transporte von Opfern genutzt wurden. Konkrete neue Beweise für eine Wiederaufnahme des Falls sieht die Metropolitan Police bislang jedoch nicht.
 
Widerlich und gestört diese ganze Eppstein Scheiße. Ich bin sowas von geschockt, dass die verantwortlichen die da mitmachten noch frei rumlaufen und hohe Posten haben. Ich will nicht wissen was sonst noch auf der Welt an krankes rumläuft. Mögen diese widerlichen Kreaturen ihre Quittung bekommen. Das hoffe ich ganz stark.
 
Epsteins Geld verschwindet – doch die Geschichte holt die Akademie ein

Maria Farmer arbeitete in den 1990er-Jahren für Jeffrey Epstein. Sie berichtete später, von ihm und von Ghislaine Maxwell sexuell missbraucht worden zu sein. 1996 wandte sie sich an Polizei und FBI und schilderte Missbrauch sowie Hinweise auf ein Netzwerk, doch ihre Hinweise führten damals zu keinen Ermittlungen

Die Kunstschule New York Academy of Art hat angekündigt, Geld zurückzugeben, das einst von Jeffrey Epstein gespendet wurde. Insgesamt 65.900 Dollar sollen nun an eine Organisation gehen, die Mädchen unterstützt, die Opfer von Menschenhandel wurden. Weitere 30.000 Dollar aus früheren Spenden waren bereits zuvor weitergegeben worden. Auslöser der Entscheidung sind neue Dokumente, die zeigen, dass Epsteins Verbindung zu der Schule länger und enger war als bisher bekannt. Dabei war sein Verhalten längst öffentlich diskutiert worden. Epstein saß in den frühen neunziger Jahren im Vorstand der Akademie, wurde zu Veranstaltungen eingeladen und sollte sogar ein Stipendienprogramm unterstützen. Er nahm an großen Spendenveranstaltungen teil, etwa am Tribeca Ball und an der Kunstauktion „Take Home a Nude“.

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Epstein zusammen mit Eileen Guggenheim. Sie ist Kunsthistorikerin und langjährige Kulturmanagerin in New York. Sie war Dekanin der New York Academy of Art und später Vorsitzende des Kuratoriums der Schule, wodurch sie über viele Jahre eine zentrale Rolle bei Spenden, Veranstaltungen und der strategischen Ausrichtung der Akademie spielte.

Die Schule wurde 1982 gegründet und entwickelte sich schnell zu einem Treffpunkt für Künstler, Sammler und wohlhabende Förderer. Ihr Schwerpunkt lag bewusst auf figurativer Malerei, zu einer Zeit, in der abstrakte Kunst in vielen Galerien dominierte. Genau in diesem Umfeld tauchte Epstein auf. Eine frühere Studentin, Maria Farmer, gehörte zu den ersten Frauen, die Behörden auf sein Verhalten aufmerksam machten. Sie berichtete später, sie habe ihn während ihres Studiums kennengelernt. Nach ihren Angaben stellte die damalige Dekanin Eileen Guggenheim sie Epstein und Ghislaine Maxwell bei einer Ausstellung vor. Farmer arbeitete später zeitweise für Epstein und beschaffte Kunstwerke für ihn. Sie erklärte später, dass Epstein und Maxwell sie in einem Anwesen in Ohio angegriffen hätten.

Nach ihrer Rückkehr nach New York wandte sich Farmer bereits 1996 an die Polizei und an das FBI. Es gehörte zu den frühesten bekannten Hinweisen auf Epstein bei Ermittlungsbehörden. Konsequenzen folgten damals jedoch nicht. Farmer sagte außerdem, sie habe auch innerhalb der Akademie über die Begegnung gesprochen. Eileen Guggenheim erklärte später, sie könne sich an eine solche Darstellung nicht erinnern und habe keine Hinweise auf einen Übergriff gesehen.

Trotz dieser frühen Warnsignale blieb Epstein noch Jahre später mit der Akademie verbunden. Dokumente zeigen, dass er weiterhin zu Veranstaltungen eingeladen wurde, Studios besuchte und Kunstwerke kaufte. In E-Mails aus späteren Jahren bedankte sich Guggenheim für sein Engagement und lud ihn erneut zu Veranstaltungen ein. Die Akademie räumt heute ein, dass ihr Umgang mit Epstein ein schwerer Fehler gewesen sei. In einer Mitteilung an Studierende und Absolventen spricht die Leitung von gravierenden Fehlentscheidungen im Umgang mit Spenden und Kontakten.

Gleichzeitig kündigte die Vorsitzende des Kuratoriums, Eileen Guggenheim, an, ihr Amt früher als geplant niederzulegen. Offiziell war ihr Rücktritt bereits vorgesehen, nun erfolgt er einen Monat früher. Doch auch damit endet die Geschichte nicht. Denn die zentrale Frage bleibt bestehen: Wenn Warnungen bereits in den neunziger Jahren existierten, warum dauerte es Jahrzehnte, bis Konsequenzen gezogen wurden.

 

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Ghislaine Maxwell und das Tabu der Täterinnen
Warum sexuelle Gewalt durch Frauen lange übersehen wurde und welche Rolle Geschlechterstereotype bei weiblicher Beteiligung an sexualisierter Gewalt spielen

Seit mehr als fünf Jahren sitzt Ghislaine Maxwell im Gefängnis. Über ein Jahrzehnt hinweg hatte sie mit dem Finanzier Jeffrey Epstein minderjährige Mädchen angeworben, ausgebeutet und sexuell missbraucht. Als Sexualstraftäterin sprengte Maxwell ein gesellschaftliches Rollenbild – Frauen gelten selten als Täterinnen sexueller Gewalt. Ihre Existenz passt nicht in das vertraute Schema.

Warum fällt es so schwer, Frauen als Täterinnen zu begreifen? Die forensische Psychiaterin Sigrun Roßmanith beleuchtet im Gespräch mit dem STANDARD Maxwells Werdegang und das Phänomen "Sexualstraftäterin".

Statistisch gesehen sind Frauen als Sexualstraftäterinnen eine Minderheit. Nur etwa zwei Prozent der registrierten Sexualdelikte werden von Frauen begangen. Doch selten bedeutet nicht unbedeutend. Weibliche Beteiligung an sexualisierter Gewalt beschränkt sich nicht nur auf direkte Täterinnenschaft, sondern umfasst auch Komplizinnenschaft. Etwa, wenn Frauen die Rolle eines "Lockvogels" übernehmen.

Das Mutterideal
Für die forensische Psychiaterin Sigrun Roßmanith aus Wien liegt das Problem weniger in der Häufigkeit als in der Wahrnehmung: "Man will dieses Mutterideal, das Ideal der Frau als besseren Menschen, nicht in Frage stellen." Frauen gelten als fürsorglich, für manchen auch als moralisch überlegen, jedenfalls nicht als Täterinnen. Roßmanith hat sich intensiv mit diesem Phänomen beschäftigt. In ihrem 2020 erschienenen Buch "Täterin" analysiert sie forensische Fallbeispiele von Frauen, die sexuelle Gewalt ausüben oder ermöglichen. Sexuelle Gewalt durch Frauen folgt häufig anderen Mustern als jene durch Männer. Sie beginnt oft in Situationen, die zunächst Vertrauen schaffen: etwa bei vermeintlich harmlosen Pflegehandlungen oder Massagen.

Selbst Opfer erkennen den Missbrauch häufig erst spät. Eine Untersuchung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf über sexuellen Kindesmissbrauch durch Frauen zeigte: Vier von zehn Betroffenen erkannten zum Zeitpunkt der Straftat nicht, dass sie missbraucht wurden. Mehr als ein Drittel der Befragten stufte das Geschehen als "normal" ein. Viele Fälle werden deshalb nie angezeigt.

Wenn Täterinnen doch vor Gericht stehen, inszenieren sie sich laut Roßmanith häufig selbst als Opfer. Auch im Prozess gegen Maxwell spielte dieses Narrativ eine Rolle. Ihre Anwältin argumentierte, Frauen würden seit der biblischen Geschichte von Eva für die Taten von Männern verantwortlich gemacht. Maxwell müsse nun als "Sündenbock" für Epsteins Verbrechen herhalten.

"Rettungsleine" Epstein
Tatsächlich ist Maxwell bis heute die einzige Person, die außer Epstein im Zusammenhang mit dessen Missbrauchsring verurteilt wurde.

 
Abbruch im Ausschuss – Demokraten verlassen Briefing zu Epstein-Akten
Demokratische Abgeordnete im House Oversight Committee stehen auf und gehen. Kein symbolischer Schritt, sondern ein klarer Bruch. Das Briefing mit Justizministerin Pam Bondi und ihrem Stellvertreter Todd Blanche endet nicht mit Antworten, sondern in Eskalation. Der Vorwurf kommt direkt: kompletter Mangel an Respekt gegenüber dem Verfahren. Der Abgeordnete Garcia spricht aus, was im Raum steht. Die Öffentlichkeit sollte empört sein. Damit ist der Konflikt offen. Es geht nicht nur um Inhalte, sondern um den Umgang damit.


Maxwell Frost, Demokraten: „Wir haben Pam Bondi mehrfach gefragt, ob sie zu uns kommen und unter Eid aussagen wird. Sie hat nicht Ja gesagt. Wir wollen sie unter Eid, weil wir ihr nicht vertrauen. Warum vertrauen wir ihr nicht? Weil sie eine Lügnerin ist.“

Wenn ein Briefing stattfindet, aber keine greifbaren Informationen geliefert werden, verliert das Format seinen Zweck. Genau das scheint hier passiert zu sein. Statt Aufklärung entsteht Frust. Der Schritt, den Raum zu verlassen, ist die letzte Konsequenz daraus. Für die Beteiligten ist das mehr als ein politischer Weckruf. Es zeigt, wie tief das Misstrauen inzwischen sitzt. Die Epstein-Akten bleiben damit nicht nur juristisch heikel, sondern auch politisch aufgeladen. Wenn selbst interne Gespräche scheitern, wird es nach außen kaum klarer. Am Ende bleibt ein Verfahren, das Vertrauen nicht stärkt, sondern weiter belastet.

 
Best buddies.
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