Iran verstärkt seine Verteidigung auf Kharg massiv, während die USA Luftlandetruppen in die Region ziehen. Eine Eskalation scheint näher zu rücken.
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Kharg liegt zwar abseits der Straße von Hormus, ist für den Konflikt aber dennoch von zentraler Bedeutung. Die Insel liegt im nördlichen Persischen Golf, rund 30 Kilometer von der Südwestküste Irans entfernt, und ist etwa 20 Quadratkilometer groß. Rund 90 Prozent der iranischen Rohölexporte laufen über die Insel. Damit ist Kharg für Washington ein wichtiges Druckmittel gegen Teheran. Trump bezeichnete die Insel bereits als "Irans Kronjuwel".
Der Iran hat seine Verteidigung auf der strategisch wichtigen Insel Kharg nach Berichten mehrerer US-Medien in den vergangenen Wochen deutlich verstärkt. Teheran habe zusätzliches Militärpersonal, Luftabwehrsysteme und Minen auf die Insel im Persischen Golf verlegt, berichtete CNN unter Berufung auf mit US-Geheimdienstinformationen vertraute Personen. Demnach bereitet sich die Führung auf die Möglichkeit einer amerikanischen Bodenoperation gegen die Insel vor.
Nach Informationen von CNN hat der Iran Kharg nun mit zusätzlichen schultergestützten Flugabwehrwaffen gesichert sowie mit Antipersonen- und Panzerabwehrminen. Die Maßnahmen sollen eine mögliche Landung erschweren. Der pensionierte Admiral James Stavridis sagte dem Sender, eine solche Operation wäre mit erheblichen Risiken verbunden. Sobald US-Bodentruppen iranisches Hoheitsgebiet betreten würden, müsse mit hohen Verlusten gerechnet werden.
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Der Iran verfügt über ein umfangreiches Arsenal an Antischiffsraketen, um die Straße von Hormus zu kontrollieren und feindliche Schiffe abzuwehren. Dazu gehören der Marschflugkörper Noor (basiert auf der chinesischen C-802), der neue Langstrecken-Marschflugkörper Abu Mahdi sowie die Qader-Rakete mit bis zu 300 km Reichweite. Zudem gibt es Berichte über geplante Käufe moderner chinesischer Überschallraketen wie der CM-302.
Wichtige Aspekte des iranischen Arsenals:
Abu Mahdi: Neuer Langstrecken-Marschflugkörper mit KI-gestützten Leitsystemen, geeignet für den Einsatz gegen Schiffe.
Noor & Qader: Mittelstrecken-Antischiffs-Marschflugkörper, oft Nachbauten oder Weiterentwicklungen chinesischer Modelle.
Küstenverteidigung & Boote: Raketen werden von Schnellbooten, kleinen U-Booten (Ghadir-Klasse) und mobilen Küstenbatterien aus eingesetzt, um die Straße von Hormus zu bedrohen.
Chinesische Verbindungen: Der Iran modernisiert seine Marine durch potenzielle Käufe von Überschall-Anti-Schiffs-Raketen vom Typ CM-302, die speziell gegen Flugzeugträger und Zerstörer eingesetzt werden können.
Drohnen: Ergänzend werden Drohnen zur Aufklärung und zum Angriff auf Schiffe genutzt.
Die Strategie des Iran setzt auf eine Kombination aus "Anti-Access/Area-Denial" (A2/AD) – dem Verhindern des Zugangs zu einem Gebiet – durch ein breites Spektrum an Seezielflugkörpern.
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