Dragan Mance
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[h1]Mazedonien und Montenegro erkannten Kosovo auf Druck der USA an - Presse[/h1]
14:51 | 10/ 10/ 2008
GENF, 10. Oktober (RIA Novosti). Mazedonien und Montenegro haben die Kosovo-Unabhängigkeit unter Druck der USA und westlicher Länder anerkannt, wie die Schweizer Zeitung "Le Temps" am Freitag schreibt.
"Die USA haben ihren ganzen Einfluss genutzt, um Montenegro und Mazedonien dazu zu bringen, die Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen", so die Zeitung.
Wie es heißt, haben sich die beiden ehemaligen jugoslawischen Republiken seit Ende Februar, als das von Albanern vorwiegend bevölkerte Kosovo einseitig seine Unabhängigkeit von Serbien verkündet hatte, "zwischen den Fronten" befunden.
"Die USA und die westlichen Länder haben einen starken Druck auf Montenegro und Mazedonien ausgeübt und die Bestrebung dieser Länder genutzt, der Nato und der EU beizutreten. Zugleich drohte Serbien, das nach wie vor der wichtigste Handelspartner dieser beiden Länder ist, ihnen mit Antwortmaßnahmen im Falle der Anerkennung der Kosovo-Unabhängigkeit", berichtet "Le Temps".
Die Situation für Montenegro und Mazedonien habe sich zudem durch innenpolitische Probleme erschwert.
"Die Parteien, die die albanische Gemeinde Mazedoniens repräsentieren (25 Prozent der Bevölkerung) traten für eine Anerkennung der Kosovo-Unabhängigkeit auf, der restliche Teil der Öffentlichkeit war jedoch dagegen. In Montenegro machen die ethnischen Albaner nur sieben Prozent der Landesbevölkerung aus, dafür ist die serbische Gemeinde groß, bei der die Anerkennung der Kosovo-Unabhängigkeit unvermeidlich auf äußerstes Missfallen stößt", so die Zeitung.
Letztendlich konnten Montenegro und Mazedonien "dem Druck seitens der USA und des Westens nicht standhalten, die unzufrieden darüber sind, dass die Kosovo-Unabhängigkeit bislang nur 48 Länder anerkannt haben, viel weniger als sie sich wünschen".
Die serbischen Führer seien "nicht so naiv, um davon auszugehen, dass Länder, die den Kosovo bereits anerkannt haben, ihre Entscheidung revidieren können".
Dennoch könnte die unlängst von der UN-Vollversammlung angenommene Entscheidung, Serbiens Bitte nach der Rechtmäßigkeit der einseitigen Proklamierung der Unabhängigkeit des Kosovo vom Internationalen Gerichtshof, Zweifel am Rechtsstatus Pristinas aufkommen lassen.
14:51 | 10/ 10/ 2008
GENF, 10. Oktober (RIA Novosti). Mazedonien und Montenegro haben die Kosovo-Unabhängigkeit unter Druck der USA und westlicher Länder anerkannt, wie die Schweizer Zeitung "Le Temps" am Freitag schreibt.
"Die USA haben ihren ganzen Einfluss genutzt, um Montenegro und Mazedonien dazu zu bringen, die Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen", so die Zeitung.
Wie es heißt, haben sich die beiden ehemaligen jugoslawischen Republiken seit Ende Februar, als das von Albanern vorwiegend bevölkerte Kosovo einseitig seine Unabhängigkeit von Serbien verkündet hatte, "zwischen den Fronten" befunden.
"Die USA und die westlichen Länder haben einen starken Druck auf Montenegro und Mazedonien ausgeübt und die Bestrebung dieser Länder genutzt, der Nato und der EU beizutreten. Zugleich drohte Serbien, das nach wie vor der wichtigste Handelspartner dieser beiden Länder ist, ihnen mit Antwortmaßnahmen im Falle der Anerkennung der Kosovo-Unabhängigkeit", berichtet "Le Temps".
Die Situation für Montenegro und Mazedonien habe sich zudem durch innenpolitische Probleme erschwert.
"Die Parteien, die die albanische Gemeinde Mazedoniens repräsentieren (25 Prozent der Bevölkerung) traten für eine Anerkennung der Kosovo-Unabhängigkeit auf, der restliche Teil der Öffentlichkeit war jedoch dagegen. In Montenegro machen die ethnischen Albaner nur sieben Prozent der Landesbevölkerung aus, dafür ist die serbische Gemeinde groß, bei der die Anerkennung der Kosovo-Unabhängigkeit unvermeidlich auf äußerstes Missfallen stößt", so die Zeitung.
Letztendlich konnten Montenegro und Mazedonien "dem Druck seitens der USA und des Westens nicht standhalten, die unzufrieden darüber sind, dass die Kosovo-Unabhängigkeit bislang nur 48 Länder anerkannt haben, viel weniger als sie sich wünschen".
Die serbischen Führer seien "nicht so naiv, um davon auszugehen, dass Länder, die den Kosovo bereits anerkannt haben, ihre Entscheidung revidieren können".
Dennoch könnte die unlängst von der UN-Vollversammlung angenommene Entscheidung, Serbiens Bitte nach der Rechtmäßigkeit der einseitigen Proklamierung der Unabhängigkeit des Kosovo vom Internationalen Gerichtshof, Zweifel am Rechtsstatus Pristinas aufkommen lassen.
