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Ist das Judentum wirklich viel westlicher als der Islam?

Mortimer

Fat Joe
Was denkt ihr?

Juden werden als westliche, weiße Europäer wahrgenommen, Araber hingegen als braunhäutige Wilde. Manche Juden sehen sehr hellhäutig aus, sind aber manchmal nur zur Hälfte oder zu einem Viertel jüdisch, wie beispielsweise die Schauspielerin Scarlett Johansson. Auch Araber, die zur Hälfte oder zu einem Viertel jüdisch sind, können so hellhäutig aussehen. Es gibt auch Juden aus dem Nahen Osten in Israel, die ihren Nachbarn ähneln. Auch Araber haben oft eine helle Hautfarbe. Sie werden stereotypisiert und fälschlicherweise als Hindus mit Turban dargestellt, was aber nicht stimmt. Ich denke, Juden werden als weiß und westlich, Araber hingegen als braunhäutige Wilde wahrgenommen, aber die Realität ist differenzierter. Der Islam ist weniger restriktiv als das orthodoxe Judentum. Beispielsweise gibt es im Islam weniger Speisevorschriften als im Judentum. Christen dürfen nicht wegen Götzendienstes getötet werden. Ich habe eine Dokumentation über israelische Siedler gesehen. Darin wurde erklärt, dass der einzige Grund, warum sie bisher keine Christen töten, darin liegt, dass es in Israel weder einen jüdischen Gerichtshof noch einen jüdischen Staat gibt. Israel ist säkular, aber wäre es eine jüdische Theokratie, würden sie Christen töten.
 
Ach Mortimer, hör doch bitte auf die Leute hier auf's Glatteis führen zu wollen. Erstellst du solche Themen auch in englischsprachigen Nazi-Foren?
 
Ich würde sagen, ja auf jeden Fall. Kommt halt darauf an wie man "Judentum" definiert. Theologisch steht das Judentum dem Islam wesentlich näher als dem christlich geprägten Westen, während die historische Entwicklung der Aufklärung das moderne Judentum tief in der westlichen Welt verankert hat. Von seinen religiösen Wurzeln her ist das Judentum eine nahöstliche, orientalische Religion, die dem Islam extrem nahesteht. "Westlich" ist das Judentum nicht durch seine Theologie, sondern durch seine erfolgreiche Integration, Emanzipation und Reformation innerhalb der westlichen Kulturgeschichte.
 
Wenn man dieser Tage hört dass vereinzelte jüdische Extremisten in Israel Christen bespucken, sollte man sich vor Augen halten dass es historisch praktisch keine Phase gab, in der Juden Christen real und organisiert unterdrückt haben. Zumindest wäre mir in der Hinsicht nichts bekannt.
Deswegen wird zu irgendwelchen Verschwörungstheorien gegriffen, wenn man sie schlechtreden will.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde sagen, ja auf jeden Fall. Kommt halt darauf an wie man "Judentum" definiert. Theologisch steht das Judentum dem Islam wesentlich näher als dem christlich geprägten Westen, während die historische Entwicklung der Aufklärung das moderne Judentum tief in der westlichen Welt verankert hat. Von seinen religiösen Wurzeln her ist das Judentum eine nahöstliche, orientalische Religion, die dem Islam extrem nahesteht. "Westlich" ist das Judentum nicht durch seine Theologie, sondern durch seine erfolgreiche Integration, Emanzipation und Reformation innerhalb der westlichen Kulturgeschichte.
Das stimmt aber das trifft auf säkuläre osterreichische oder deutsche Juden zu wie Bruno Kreisky es gibt in Israel auch viele nahostliche wie irakische oder iranische Juden und rechte orthodoxe Juden die nicht so sehr reformiert und liberal geprägt sind.
 
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