Serbiens Kulturpolitik
Wie die serbische Rechte ein renommiertes Theaterfestival abmontiert
Das Bitef Theaterfestival in Belgrad steht derzeit unterhöhlt von regimetreuen Funktionären auf Messers Schneide – zwei Gruppen haben bereits abgesagt
Die serbische Regierung hat ihre Repressionen auch auf den Kultursektor ausgedehnt. Vor wenigen Tagen wurde der Präsident des Krokodil-Literaturfestivals Vladimir Arsenijević von einer Gruppe Männer unter einer Brücke in Belgrad zusammengeschlagen – der STANDARD berichtete. Krokodil ist nicht nur ein nettes Festival, sondern eine zivilgesellschaftliche Organisation, die gegen Korruption und für Medienfreiheit eintritt; sie stellt sich gegen russische Desinformation und fordert Rechtsstaatlichkeit ein. Alles Dinge, die Präsident Aleksandar Vučić und sein Regime stören. Seit dem Einsturz des Bahnhofsgebäudes in Novi Sad mit 15 Todesopfern reißen die Protest gegen die politisch Verantwortlichen nicht ab.
Um die kritischen Stimmen einzudämmen, greift die Politik in Serbien längst auch auf der Ebene der Kulturinstitutionen durch, so wie das – mit vehementen Folgen – auch in Ungarn oder der Slowakei geschehen ist. Ein kultureller Aderlass ist zu befürchten, junge, gebildete Leute verlassen das Land. Seit dem Vorjahr ist auch das Belgrade International Theatre Festival (Bitef) in Gefahr. Es zählt zu den renommiertesten Theaterfestivals Europas und hat mehrere Generationen Theaterschaffender geprägt und sozialisiert.
www.derstandard.at
Wie die serbische Rechte ein renommiertes Theaterfestival abmontiert
Das Bitef Theaterfestival in Belgrad steht derzeit unterhöhlt von regimetreuen Funktionären auf Messers Schneide – zwei Gruppen haben bereits abgesagt
Die serbische Regierung hat ihre Repressionen auch auf den Kultursektor ausgedehnt. Vor wenigen Tagen wurde der Präsident des Krokodil-Literaturfestivals Vladimir Arsenijević von einer Gruppe Männer unter einer Brücke in Belgrad zusammengeschlagen – der STANDARD berichtete. Krokodil ist nicht nur ein nettes Festival, sondern eine zivilgesellschaftliche Organisation, die gegen Korruption und für Medienfreiheit eintritt; sie stellt sich gegen russische Desinformation und fordert Rechtsstaatlichkeit ein. Alles Dinge, die Präsident Aleksandar Vučić und sein Regime stören. Seit dem Einsturz des Bahnhofsgebäudes in Novi Sad mit 15 Todesopfern reißen die Protest gegen die politisch Verantwortlichen nicht ab.
Um die kritischen Stimmen einzudämmen, greift die Politik in Serbien längst auch auf der Ebene der Kulturinstitutionen durch, so wie das – mit vehementen Folgen – auch in Ungarn oder der Slowakei geschehen ist. Ein kultureller Aderlass ist zu befürchten, junge, gebildete Leute verlassen das Land. Seit dem Vorjahr ist auch das Belgrade International Theatre Festival (Bitef) in Gefahr. Es zählt zu den renommiertesten Theaterfestivals Europas und hat mehrere Generationen Theaterschaffender geprägt und sozialisiert.
Wie die serbische Rechte ein renommiertes Theaterfestival abmontiert
Das Bitef Theaterfestival in Belgrad steht derzeit unterhöhlt von regimetreuen Funktionären auf Messers Schneide – zwei Gruppen haben bereits abgesagt