Aktuelles

Der Ukraine Sammelthread

In Breslau (Wrocław) schlug ein Pole einem belarussischen Taxifahrer wegen dessen Akzents eine Flasche auf den Kopf.
Ein 23-jähriger Fahrgast begann, den Fahrer zu beschimpfen, als er bemerkte, dass dieser Ausländer war. Der Vorfall eskalierte über bloße Beleidigungen hinaus: Der junge Mann schlug dem 66-jährigen Belarussen eine Flasche auf den Kopf und versuchte zu fliehen. Dem Fahrgast drohen nun bis zu fünf Jahre Haft. Die Polizei von Breslau betonte, dass nationale, kulturelle oder sprachliche Unterschiede keine Aggression rechtfertigen können.

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Wie der *Spiegel* berichtet, legte ein ukrainischer Staatsbürger in der Nähe von Berlin ein Waffendepot an. Dem Bericht zufolge reiste der 24-jährige Vadym S. mit dem Bus aus Polen nach Deutschland ein, versteckte zwei Pistolen am Stadtrand von Berlin und übermittelte anschließend Fotos sowie die Koordinaten des Verstecks über einen Messenger-Dienst an Kontaktpersonen.

Der *Spiegel* bringt dies mit der Festnahme von Vadym S. in Rumänien im Oktober 2025 in Verbindung. Ihm und einem weiteren Verdächtigen wurde vorgeworfen, Sabotageakte geplant zu haben. Ermittler gehen davon aus, dass sie beabsichtigten, Pakete mit Sprengstoff über den Lieferdienst „Nova Poshta“ in die Ukraine zu schicken. Der rumänische Geheimdienst erklärte, die Verdächtigen seien Teil eines von russischen Spezialdiensten gesteuerten Sabotagenetzwerks gewesen.
 
Russland hat heute Nachmittag Rumänien mit einer Kamikaze-Drohne angegriffen. Das Video wurde im Bezirk Ismajil in der Region Odessa aufgenommen.

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53 Ukrainer werden nach schweren Überschwemmungen in Nepal vermisst – so das ukrainische Außenministerium.
 
Behörden: Tote nach Angriff auf Kleinbus in Luhansk
Bei einem Drohnenangriff auf einen Kleinbus im russisch besetzten Teil des ostukrainischen Gebietes Luhansk sind nach Angaben der Besatzungsbehörden mindestens neun Menschen getötet worden. Weitere sechs seien verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Gebietsgouverneur, Leonid Passetschnik, gestern auf Telegram mit.

Der Bus mit 15 Passagieren war laut Behörden auf der Route von Lyssytschansk nach Kadijiwka unterwegs. Die genannte Straße befindet sich rund 50 Kilometer von der Front entfernt.

In der benachbarten Region Donezk meldeten örtlichen Medien zudem einen ukrainischen Angriff mit Marschflugkörpern auf die russisch besetzte gleichnamige Gebietshauptstadt. Den Berichten zufolge gab es vier bis fünf Explosionen.

 
CIA-Chef warnte Moskau vor Angriffen auf NATO
CIA-Direktor John Ratcliffe hat Russland bei seinem Besuch in Moskau Medienberichten zufolge vor einem Angriff auf NATO-Verbündete gewarnt. Das berichteten das „Wall Street Journal“ und das Magazin „Politico“ unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen. Der Chef des US-Geheimdienstes hatte die russische Hauptstadt am Dienstag besucht. Über den Inhalt seiner Gespräche wurde allerdings nur wenig bekannt.

Der CIA-Chef habe Russland vor allem mit Blick auf die östlichen NATO-Partner im Baltikum vor einer Eskalation gewarnt, berichtete „Politico“. Zudem habe er den Kreml dazu gedrängt, seine militärische und finanzielle Unterstützung für den Iran herunterzufahren.

Nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigt, dass Ratcliffe für Gespräche „zwischen den Geheimdiensten“ nach Moskau gekommen war. Der Vertraute von Präsident Wladimir Putin betonte allerdings, dass es kein Treffen des Kremlchefs mit Ratcliffe gegeben habe.

 
„FT“: Mehrere EU-Staaten fordern Nutzung russischer Vermögen
Mehrere EU-Staaten drängen einem Zeitungsbericht zufolge auf eine Wiederaufnahme der Pläne zur Nutzung eingefrorener russischer Staatsvermögen für die Ukraine. Zu den Ländern gehörten unter anderem Schweden, die Niederlande, Spanien und Polen.

In einem gemeinsamen Schreiben an die Europäische Kommission habe eine Koalition von Ländern die Brüsseler Behörde zu entsprechenden Schritten aufgefordert, berichtete die „Financial Times“ heute unter Berufung auf vier mit dem Vorgang vertraute Personen.

Die Arbeit an Plänen zur Finanzierung der Ukraine mit Hilfe von eingefrorenen Vermögenswerten der russischen Zentralbank müsse wiederaufgenommen werden, hieß es demnach in dem Schreiben.

 
Elf Verletzte nach neuen russischen Angriffen
Russland hat die Ukraine erneut heftig mit Raketen und Drohnen angegriffen. Die Hauptstadt Kiew und zahlreiche weitere Städte gerieten in der Nacht auf heute unter Beschuss, wie die ukrainischen Behörden mitteilten. Die Angriffe hätten Häfen, Getreidespeicher sowie die Energie- und Industrieinfrastruktur getroffen.

Herabstürzende Trümmerteile abgefangener Geschoße beschädigten in Kiew eine Schule und eine Gesundheitseinrichtung. Betroffen waren auch die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer, Krywyj Rih in der Landesmitte und Saporischschja im Süden. Insgesamt wurden den Angaben zufolge mindestens elf Menschen verletzt.

Nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte umfasste der Angriff zwei Oniks-Marschflugkörper, 258 Drohnen sowie eine nicht näher genannte Zahl ballistischer Raketen. Die Luftabwehr habe fast 90 Prozent der Drohnen, einen Marschflugkörper und sieben ballistische Raketen abgeschossen. Zudem haben nach Angaben von Moldau erneut fünf russische Drohnen den Luftraum des Nachbarlandes der Ukraine verletzt.

 
Kiew stellt neue Friedensgespräche im September in Aussicht
Vertretern unter Beteiligung der USA könnten nach Angaben aus Kiew womöglich im September stattfinden. Die Ukraine bemühe sich um eine Wiederbelebung der Verhandlungen, sagte der ukrainische Präsidialamtschef Kyrylo Budanow heute dem ukrainischen Nachrichtenportal Nowyny Live.

Mit weiteren Entwicklungen sei im kommenden Monat zu rechnen. Auf die Frage, ob er damit direkte Gespräche zwischen ukrainischen und russischen Unterhändlern meine, sagte Budanow: „Ich hoffe darauf, ja, und natürlich auch auf amerikanische Vertreter. Ohne sie geht es nicht.“

 
Außenbeauftragter des Papstes traf Putin-Berater
Der vatikanische Außenminister, Erzbischof Paul Richard Gallagher, hat den außenpolitischen Chefberater des russischen Präsidenten, Juri Uschakow, in Moskau getroffen. Wie das vatikanische Staatssekretariat auf der Plattform X mitteilte, fand das Treffen am Donnerstag statt.

Am selben Tag standen auch Begegnungen des Vatikan-Spitzendiplomaten mit Vertretern der römisch-katholischen Minderheit in Russland auf dem Programm. Ein vom Staatssekretariat verbreitetes Foto zeigt Erzbischof Gallagher und Uschakow beim Handschlag im Büro des Beraters.

Ursprünglich war das Treffen laut Vatikan bereits für Mittwoch geplant gewesen. Warum es erst am Donnerstag stattfand, wurde nicht mitgeteilt. Auch über die Länge des Gesprächs machte der Vatikan keine Angaben. Zum Inhalt hieß es, man habe Themen von gemeinsamem Interesse vertieft. Uschakow war von 1998 bis 2008 russischer Botschafter in den USA. Außenpolitischer Berater von Wladimir Putin ist er seit 2012. Wegen seiner Mitwirkung am Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine steht er auf der Sanktionsliste mehrerer westlicher Länder.

 
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Der Leiter der Militärverwaltung der Region Cherson, Prokudin, hat die Einwohner aufgefordert, die Stadt zu verlassen, da das Heizkraftwerk (HKW) schwer beschädigt wurde.

Seinen Angaben zufolge wird das Kraftwerk in diesem Winter voraussichtlich nicht im Normalbetrieb laufen können; dies bedeutet, dass die Stadt über einen längeren Zeitraum ohne Strom und Heizung bleiben könnte.

Auch der staatliche Öl- und Gaskonzern Naftogaz bestätigte, dass das Heizkraftwerk durch einen russischen Angriff mit gelenkten Fliegerbomben kritisch beschädigt wurde: Sämtliche verbliebenen Anlagen zur Wärme- und Stromerzeugung in dem Werk wurden vollständig zerstört und funktionsunfähig gemacht.
 
Vorstoß für Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte
Vier Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben erneut die Verwendung der in der EU eingefrorenen russischen Vermögenswerte für die Unterstützung der Ukraine ins Spiel gebracht.

Fachleute der EU-Kommission sollten in Absprache mit den Mitgliedsstaaten „neue Möglichkeiten prüfen, wie die eingefrorenen Vermögenswerte zum Nutzen der Ukraine eingesetzt werden können“, forderten die Außenminister Spaniens, der Niederlande, Polens und Schwedens gestern in einem Brief an die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas.

Dabei müsse dafür gesorgt werden, dass das Risiko einer solchen Maßnahme auf alle EU-Mitgliedsstaaten verteilt werde und „kein Mitgliedsstaat eine unverhältnismäßige Last trägt“.

Belgien leistete Widerstand
Die EU-Kommission hatte im vergangenen Jahr vorgeschlagen, eingefrorene russische Zentralbankgelder für ein Reparationsdarlehen an die Ukraine zu verwenden. Das scheiterte aber nach langen Diskussionen unter anderem an den Bedenken Belgiens. Bei dem in Belgien ansässigen Unternehmen Euroclear ist der größte Teil der russischen Gelder verwahrt. Die belgische Regierung forderte daher Garantien der anderen EU-Länder, was einige ablehnten.

 
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